Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH

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2.120 kWp Strom für 500 Haushalte und 1.350 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr
(V.r.n.l.) Die Lampenreihe unter Spannung gesetzt. Der Hessische Staatssekretär für Europa-Angelegenheiten Mark Weinmeister, Gerd Schöller, Geschäftsführer der Schoenergie GmbH und OREG-Geschäftsführer Marius Schwabe beim symbolischen Start des Solarkraftwerks im Areal Hainhaus (Lützelbach). Foto: Rainer Kaffenberger, OREG

2.120 kWp Strom für 500 Haushalte und 1.350 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr

Größtes Solarkraftwerk im Odenwaldkreis ans Netz gegangen

VON PRESSESTELLE OREG

Lützelbach/Breitenbrunn. Stürmisches Wetter, Dauerregen und keine Sonne vermasselten am Donnerstag den 14. März die Einweihung der größten Photovoltaik-Anlage im Odenwaldkreis auf der ersten Bunkerreihe im Areal Hainhaus bei Lützelbach-Breitenbrunn. Man vollzog den feierlichen Akt dann doch erfolgreich im Bürokomplex der ehemaligen Munitionsaufbereitungsanlage und hofft nun zahlreiche Sonnenstunden.

Jeder kann einen Beitrag leisten

Der Hessische Staatssekretär für Europa-Angelegenheiten Mark Weinmeister folgte einer Einladung von Geschäftsführer Marius Schwabe von der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) zur offiziellen Einweihung der Anlage. Und Weinmeister unterstrich in seiner Rede an die zahlreichen anwesenden Vertretern aus Politik, Wirtschaft und den beteiligten Firmen die enorme Wichtigkeit der dezentralen Energiegewinnung in der Region als Beitrag zur Energiewende und zur Verminderung der CO2-Emmisionen. Das hier in ländlichen Regionen wie dem Odenwaldkreis noch enormes Potential steckt, unterstrich auch seine Ansicht, dass jeder Bürger auf seinem Wohngebäude oder im Garten eine Photovoltaik-Anlage errichten könnte, das die Speichertechnologie für Kleinanlagen vorhanden sei und man somit nahezu in der Stromversorgung (je nach Verbrauch) fast autark sei könnte. Somit kann fast jeder seinen Beitrag zur Energiewende sowie zu Reduktion der Treibhausgase leisten.

Gerd Schöller, Geschäftsführer des Familienunternehmens Schoenergie GmbH aus Föhren bei Trier, projektierte mit seinem Team und vielen beteiligen Firmen aus der Odenwälder Region das Solarkraftwerk und ging auf die Leistung und die einzelnen Bauabschnitte der ein, die derzeit 750 kWp umfassen und in der Endausbaustufe 2021 dann 2.080.000 kW/h Strom produziert. Damit können 500 Haushalte mit Strom versorgt werden und 1.350 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. 6.210 PV-Module werden dann installiert sein. „Das entspricht ungefähr einer Leistung von 7.000 durchtrainierten Radrennfahrern die so 300 Watt auf die Hinterräder bringen“ scherzte Schöller, der selbst Rennradfahrer ist. Schöller bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit insbesondere mit dem stellv. Geschäftsführer der OREG Detlef Kuhn, dem mit der Bauleitplanung, Antragsverfahren und Umsetzung beteiligten Mitarbeiter Rainer Kaffenberger der OREG sowie dem Architektur – und  Planungsbüro Bauquadrat aus Michelstadt. „Als Familienunternehmen, die den Odenwaldkreis und dieses entwicklungsfähige Areal jetzt kennengelernt haben, werden wir hier noch weitere Anlagen-Projekte prüfen“ so Schöller abschließend.

Marius Schwabe, Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG), bedankte sich bei Staatsekretär Mark Weinmeister für seine Teilnahme und unterstrich die Wichtigkeit für den Odenwaldkreis vermehrt in Wiesbaden und den umliegenden Metropolregionen für diese Region mit ihren vielen namhaften Firmen zu werben. „Und das wir hier im Odenwaldkreis – auch im Hinblick der neuen Öko-Modellregion und der schon seit Jahren bestehenden Auszeichnung „Bioenergie-Region Odenwald“ einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, steht außer Frage. Die jetzige Anlage ist nicht nur einer der leistungsfähigsten PV-Anlagen in Südhessen sondern auch die größte PV-Anlage die auf ehemaligen Bunkerflächen in Hessen errichtet wurde“ so Schwabe abschließend.

Stellv. Geschäftsführer der OREG Detlef Kuhn als Projektleiter, gab in seiner Rede einen kurzen humorigen Rückblick auf das Projektverfahren und verwies darauf hin, dass unter den fünf Anbietern und Investoren für die Errichtung der PV-Anlage – wie bei einer Schafsherde – auch schwarze Schafe dabei waren. „Man hätte gelernt wie ein Bauantrag zu stellen sei, das man immer eine Liegenschaftskarte benötigt und das ein Grundbuchauszug eine linke und rechte Eintragsseite habe. Und wir haben auch gelernt was eine Bauvorlagenberechtigung ist. Das man sich für die Anfragen der Investoren mit Schlagschatten und Rotorenblatt-Quadratmeter-Berechnungen einer nahe-stehenden Windenergie-Anlage, der durchschnittlichen Sonnenstunden-Dauer sowie mit Einspeiseregulierungen nach dem Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) wegen einer Freiflächen- oder Aufdachanlage rumquälen muss. Trotzdem haben das Projekt in einer kurzen Planungsphase von nur 5 Monaten auf die Reihe gebracht“, so Kuhn und bedankte sich bei allen Beteiligten und den Mitarbeitern der OREG für die Umsetzung des Projekts.

Hintergrund

Zwischen den 11 Bunkerzwischenräumen wurden in den vergangen Jahren rund 32.000 m3 Erdaushub verfüllt um eine plane Dachfläche auf der Bunkerreihe zu schaffen. Die Dachfläche hat eine Breite von 18,75 Meter und eine Länge von 391 Meter. Die Hangfläche weist eine Höhe von 20,10 Meter auf und ebenfalls eine Länge von 391 Meter. Die Anlage ist komplett nach Süden ausgerichtet und speist ihren Strom ins Mittelspannungsnetz der E-Netz (ein Tochterunternehmen der ENTEGA GmbH) ein. Betreiber ist die Schoenergie GmbH als Pächter der Fläche. Die Schoenergie GmbH bezahlt als Pächter einen festgelegten Pachtpreis an die Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG). 

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