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13.12.2012

Der Auftrag für das Klimaschutzkonzept ist vergeben

Kreisverwaltung koordiniert externe Erstellung durch Strommanagement-Institut des Umwelt-Campus Birkenfeld

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Freude über ein nach Möglichkeit für den Odenwaldkreis einträgliches Papier: Der Auftrag für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Region ist am 12. Dezember 2012 vergeben worden. An der Umsetzung beteiligt sind (von rechts) Gerhard Didion von der Hauptabteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (LRVV) bei der Kreisverwaltung, Stephan Kelbert (Michelstadt) als Vertreter der Bürgermeister-Kreisversammlung, Michael Müller vom Instititut für angewandtes Strommanagement (IfaS) des Umwelt-Campus Birkenfeld, Landrat Dietrich Kübler sowie Florian Voigt von der Gesellschaft für Breitband und regenerative Energien (Brenergo).

Die 15 Städte und Gemeinden des Odenwaldkreises haben, koordiniert durch die Kreisverwaltung, einen Zuschlag im Förderprogramm „Klimaschutzinitiative für Kommunen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erhalten. Landrat Dietrich Kübler und Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert als Vertreter der Bürgermeister-Kreisvversammlung vergaben am 12. Dezember 2011 den Auftrag zur Umsetzung dieses Programms an Michael Müller vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) des Umwelt-Campus Birkenfeld (Rheinland-Pfalz).

Bei der Klimaschutzinitiative wird die externe Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für die Region gefördert, um die Potenziale für Erneuerbare Energien, Energie-Einsparungen und einen nachhaltigen Ressourcen-Verbrauch zu analysieren. Entscheidend für die spätere Umsetzung ist zudem die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs mit Handlungsfeldern der Kreis- und Kommunalverwaltungen
sowie Multiplikationseffekten für private Haushalte und Unternehmen. Denn um die ambitionierten Klimaschutzziele der Kreis-, Landes- und Bundespolitik zu erreichen,
müssen alle Verbraucher ihr Energie-Verhalten anpassen und Effizienzmaßnahmen im eigenen Einflussbereich umsetzen.

Das IfaS hat nun ein Jahr Zeit, um über Analysen, Workshops und Interviews ein umsetzungsorientiertes Klimaschutz-konzept zu erstellen. Hierbei werden neben den
Kreis- und Kommunalverwaltungen auch die themenrelevanten Institutionen und Verbände, Unternehmen, Experten und Multiplikatoren eingebunden. Die bereits bestehenden regionalen Initiativen wie die Energiegenossenschaft Odenwald (EGO), die EnergieSparkasse oder die aktuellen kommunalen Planungen zum Thema Windkraft werden eng mit der Konzepterstellung verzahnt.

Das fertige Konzept soll dann der Kreis- und Kommunalpolitik als Grundlage für die strategische Planung zur Verfügung stehen sowie die praktische Umsetzung von Klimaschutz-
maßnahmen im öffentlichen, privaten und gewerblichen Bereich vorantreiben. Zudem soll es der Region auch den Zugriff auf weitere Fördertöpfe zur Unterstützung lokaler Klimaschutzaktivitäten ermöglichen.

09.12.2011

Reichelsheim am Breitbandnetz

Viele Bürger aus der Gemeinde Reichelsheim informierten sich während der Eröffnungsveranstaltung beim Info-Stand der HSE Medianet GmbH über die Angebote des neuen schnellen Internets.

REICHELSHEIM. (leu) – Nach Fränkisch-Crumbach, Brensbach, Breuberg und Lützelbach wurde nun auch die Gemeinde Reichelsheim an das neue Breitbandnetz angeschlossen. Gefeiert wurde dies mit einem symbolischen Akt am Donnerstag (08.) in der Reichenberghalle. Stefan Lopinsky, Bürgermeister von Reichelsheim, Jürgen Walter, Geschäfts-führer der OREG, Ude Klenk, Geschäftsführer von Klenk und Sohn sowie Manfred Sattig, Leiter Marketing der HSE Medianet GmbH, drückten gemeinsam den roten Startknopf. Rund 250 interessierte Einwohner der Gemeinde informierten sich über die Möglichkeiten des schnellen Internets. Sie können nun auf moderne Glasfasertechnologie mit einer Datenübertragungs-rate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) umsteigen. Das Interesse war jedenfalls groß und bei den Kundenberatern an den Infoständen bildeten sich lange Schlagen. Noch am selben Abend wurden die ersten Verträge abgeschlossen. Auch in den nächsten Tagen sind die Kundenberater der HSE Medianet vor Ort. Das Infomobil der HSE Medianet steht in Reichelsheim vom 09.12. bis 17.12., jeweils ab 9:00 bis 19:00 Uhr beim Edeka Markt Graulich, Sudetenstraße 64.

Der Ausbau des Breitbandnetzes geht Zug um Zug voran. Mitte März 2012 werden alle 15 Städte und Gemeinden an dem 320 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen sein. Dann wird der Odenwaldkreis als Modellregion nicht nur in Hessen, sondern bundesweit der erste Landkreis sein, der über eine flächendeckende Breitbandversorgung in dieser Größenordnung verfügt. Gegenüber den bisherigen Anschlussmöglichkeiten im ländlichen Raum entspricht dies einer bis zu 50-mal schnelleren Datenübertragung.

Als Netzbetreiber ist die HSE Medianet für Betrieb des Kommunikationsnetzes verantwortlich. Auftraggeber ist die Brenergo GmbH – ein Tochterunternehmen der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH. Finanziert wird die rund 20 Millionen Euro teure Infrastrukturmaßnahme durch die Volksbank Odenwald und die Sparkasse Odenwaldkreis. Das Land Hessen unterstützt das Projekt durch eine Bürgschaft. Mit dem Ausbau können zukünftig mehr als 44.000 Haushalte und über 3.000 Unternehmen und Institutionen wie Schulen oder das Gesundheitszentrum im Odenwaldkreis das Breitbandnetz nutzen.

Parallel zum Netzbetrieb startet das regionale Tele-kommunikationsunternehmen mit einer breit angelegten Informationskampagne. Neben Anzeigen und Plakate macht die HSE Medianet mit weiteren Informationsveranstaltungen wie in Breuberg auf die neuen Möglichkeiten aufmerksam. Zudem wird das Unternehmen mit einem Infomobil vor Ort über das Hochgeschwindigkeitsnetz informieren. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zudem die Menschen in der Region direkt ansprechen. Über regionale Vertriebs-partner werden weitere Anlaufstellen für Kunden eingerichtet. Der Wechsel zum Breitbandanschluss ist einfach. Ab dem individuellen Anschlusstermin der jeweiligen Kommune können Kunden Anträge ausfüllen und an die HSE Medianet schicken. Die kümmert sich dann um alle Wechselformalitäten – so auch um die Kündigung beim bisherigen Telefonieanbieter. Wer so lange nicht warten möchte, kann sich online unter www.hse-medianet.de oder telefonisch unter der Servicenummer 06151 709-2900 registrieren lassen. Sobald das jeweilige Ortsnetz fertig gestellt ist, wird der Kunde benachrichtigt und beim Anschluss unterstützt.



18.11.2011

Breuberg und Lützelbach
am Breitbandnetz angeschlossen





Talkrunde mit den Breitbandbotschaftern

NEUSTADT. Das Breitbandnetz ist in Breuberg und Lützelbach angekommen. Mit einem symbolischen Knopfdruck nahmen am Freitag Vertreter der am Ausbau des insgesamt kreisweit 320 Kilometer langen Netzes die Glasfaserverbindungen für die beiden Orte in Betrieb. Bei der Veranstaltung in der Breuberghalle konnten die Bürger sich nicht nur über die Neuheit erkundigen, sondern gleich Verträge mit der HSE Medianet GmbH abschließen.

Das Interesse an den Infopoints des Netzbetreibers war groß. Zuvor hatten sogenannte Breitband-Botschafter aus der Region im Gespräch mit Moderator Eric Erstfeld die Vorzüge des schnellen Internetzugangs für ihr Unternehmen und Geschäfte unterstrichen. Seit dem ersten Kampagnentermin vor drei Wochen in Fränkisch Crumbach seien bereits über 2000 Voranmeldungen eingegangen, freute sich Verkaufsleiter Manfred Sattig auf Nachfrage. Über den Tag hinaus werde das fahrbare Beratungsangebot erneut in allen Ortsteilen unterwegs sein (22. bis 26. November in Breuberg und vom 29. November bis 3. Dezember in Lützelbach). Von großflächigen Plakaten und Werbebannern unterstützt, machte der am Eingang der Halle positionierte Wagen von weitem auf sich aufmerksam. Wie auch andere Redner brachte der gastgebende Bürgermeister Frank Matiaske die Ereignisse in Erinnerung, die „diese Vision in Erfüllung“ gehen ließen. Bereits vor 15 Jahren habe der damalige und bei der Feier anwesende Landrat Horst Schnur „von der Datenautobahn geschwärmt“. Als Meilenstein auf dem Weg bezeichnete Matiaske „auch die Stunde, als die Rathäuser miteinander vernetzt wurden“, was elf Jahre zurückliege. Auch sein Lützelbacher Amtskollege Uwe Olt bewertete den Breitbandanschluss als „ein Stück Modernität am Wohlfühlstandort Odenwald“.
Datenübertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde werden erkennbar die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben und die demografische Entwicklung positiv beeinflussen.

Er dankte für „das hohe Verständnis in der Bevölkerung während der Baumaßnahmen, auch wenn dabei mal eine Leitung angebohrt“ worden sei. Udo Klenk, Geschäftsführer der ausführenden Firma Klenk und Sohn GmbH (Modautal-Asbach), lobte die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Stellen, „wie ich diese noch nie so gesehen habe“. Die Bedeutung der Breitbandversorgung werde auch „in unser zukünftiges Standortmarketing“ einfließen, kündigte Landrat Dietrich Kübler an. Endlich sei „die Chancengleichheit mit den Ballungsräumen erreicht.“ Der Odenwald werde nun mithalten können und dank seiner Lebensqualität eine neue Rolle als Teil des Rhein-Main-Neckar-Raums einnehmen, prophezeite Kübler. Eingangs der Veranstaltung stellte Jürgen Walther, Geschäftsführer der Brenergo GmbH, die wichtigsten Etappenschritte von der Planung über die Finanzierung bis zur Umsetzung des Breitbandprojekts vor. Wie Kübler zuletzt von einem Landrätetreffen in Brüssel bestätigte, werde beim Thema Breitbandversorgung im ländlichen Raum das „Odenwälder Modell“ mit an erster Stelle genannt. Er sei bundesweit der erste Landkreis, der über eine flächendeckende Breitbandversorgung in dieser Größenordnung verfüge. Für den Betreiber gingen auch deren Geschäftsführer Markus Nickel und der technische Leiter Jan Kessler auf die Bedeutung des Projekts für ihr Unternehmen ein. Als hundertprozentige Tochter der HEAG Südhessische Energie AG (Darmstadt) verfüge die Medianet nun über ein 3300 Kilometer langes Glasfasernetz im Großraum Rhein-Main-Neckar. Der Plan sehe vor, alle weiteren Odenwälder Kommunen und damit sämtliche rund 44000 Haushalte und über 3000 Unternehmen bis Mitte März 2012 anzuschließen.

31.10.2011

Fränkisch-Crumbach und Brensbach an das Breitbandnetz angeschlossen

Strahlende Gesichter beim symbolischen Akt der
Inbetriebnahme des Breitbandnetzes in Fränkisch-Crumbach.

ODENWALDKREIS (leu) – Bei einer Feier am Freitag (28.) in Fränkisch-Crumbach starteten Landrat Dietrich Kübler, Eric Engels, Bürgermeister von Fränkisch-Crumbach, Hans-Georg Stosiek, Bürgermeister von Brensbach, Jürgen Walter, Geschäftsführer der Brenergo GmbH, und Markus Nickel, Geschäftsführer der HSE Medianet, symbolisch das Breitbandnetz im Odenwald. Rund 300 interessierte Einwohner der beiden ersten angeschlossenen Gemeinden informierten sich über die Möglichkeiten des schnellen Internets. Sie können nun auf moderne Glasfasertechnologie mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) umsteigen. Aber auch zahlreiche Bürgermeister aus umliegenden Kommunen zeigten durch ihr Kommen das große Interesse im Odenwaldkreis und in den angrenzenden Landkreisen.

Der Ausbau des Breitbandnetzes geht nun Zug um Zug voran. Mitte März 2012 werden alle 15 Städte und Gemeinden an dem 320 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen sein. Dann wird der Odenwaldkreis als Modellregion nicht nur in Hessen, sondern bundesweit der erste Landkreis sein, der über eine flächendeckende Breitbandversorgung in dieser Größenordnung verfügt. Gegenüber den bisherigen Anschlussmöglichkeiten im ländlichen Raum entspricht dies einer bis zu 50-mal schnelleren Datenübertragung.

Als Netzbetreiber ist die HSE Medianet für Betrieb des Kommunikationsnetzes verantwortlich. Auftraggeber ist die Brenergo GmbH – ein Tochterunternehmen der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH. Finanziert wird die rund 20 Millionen Euro teure Infrastrukturmaßnahme durch die Volksbank Odenwald und die Sparkasse Odenwaldkreis. Das Land Hessen unterstützt das Projekt durch eine Bürgschaft. Mit dem Ausbau können zukünftig mehr als 44.000 Haushalte und über 3.000 Unternehmen und Institutionen wie Schulen oder das Gesundheitszentrum im Odenwaldkreis das Breitbandnetz nutzen.

Parallel zum Netzbetrieb startet das regionale Tele-kommunikationsunternehmen mit einer breit angelegten Informationskampagne. Neben Anzeigen und Plakate macht die HSE Medianet mit weiteren Informationsveranstaltungen wie in Fränkisch-Crumbach auf die neuen Möglichkeiten aufmerksam. Zudem wird das Unternehmen mit einem Infomobil vor Ort über das Hochgeschwindigkeitsnetz informieren. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zudem die Menschen in der Region direkt ansprechen. Über regionale Vertriebspartner werden weitere Anlaufstellen für Kunden eingerichtet. Der Wechsel zum Breitbandanschluss ist einfach. Ab dem individuellen Anschlusstermin der jeweiligen Kommune können Kunden Anträge ausfüllen und an die HSE Medianet schicken. Die kümmert sich dann um alle Wechselformalitäten – so auch um die Kündigung beim bisherigen Telefonieanbieter. Wer so lange nicht warten möchte, kann sich online unter www.hse-medianet.de oder telefonisch unter der Servicenummer 06151 709-2900 registrieren lassen. Sobald das jeweilige Ortsnetz fertig gestellt ist, wird der Kunde benachrichtigt und beim Anschluss unterstützt.

31.10.2011

Duales Studium an der
Hochschule Darmstadt

Informationsveranstaltung für Unternehmen
am 23.11.2011 in Erbach


Das Duale Studium – in dem praxisorientierte Ausbildungsphasen mit einem Studium kombiniert werden –
ist ein innovatives Instrument für Unternehmen, um ihren zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken.

Das Duale Studium bietet insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen große Vorteile:

  • Sie sichern sich frühzeitig leistungsbereite und flexible Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Unternehmen und seinen Markt von Grund auf kennen

  • Durch die Ergänzung von Praxis und Theorie aus der Hochschule erhalten sie wertvolle Impulse aus der Wissenschaft

  • Sie reduzieren Kosten für aufwendige Personalgewinnung und Einarbeitung

Mit der Hochschule Darmstadt (h_da) gibt es auch einen starken Partner in der Region, der attraktive Duale Studien-gänge unter anderem in den Bereichen Maschinenbau, Kunststofftechnik, Mechatronik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen anbietet.

Um die regionalen Unternehmen über das System des Dualen Studiums an der h_da zu informieren und ihnen Wege zur Sicherung ihres zukünftigen Fachkräftebedarfs aufzuzeigen, lädt die Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis unter dem Dach der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) in Kooperation mit der Abteilung „Strategische Planung, Regionalentwicklung und Europa“ des Landratsamtes des Odenwaldkreises sowie dem Hessenkampus Odenwaldkreis zu einer Informations-veranstaltung am

23.11.2011, 17.00 – 19.00 Uhr,
in das Landratsamt des Odenwaldkreises,
Michelstädter Straße 12, 64711 Erbach,
im Sitzungssaal „Falkirk/Odenwald“


ein.

Nach Begrüßung durch Landrat Dietrich Kübler wird Professorin Dr. Katja Lenz, Vizepräsidentin der h_da die Systematik des Dualen Studiums erläutern. Im Anschluss werden die Dualen Studiengängen in den Fachbereichen Maschinenbau, Kunststofftechnik, Mechatronik und Elektrotechnik durch die Dekane und Fachbereichsleiter der h_da vorgestellt.
Nach den Vorträgen besteht für die Unternehmen die Möglichkeit, sich mit den Fachbereichsleitern der h_da in Einzelgesprächen auszutauschen.

Die Teilnahme für Unternehmen aus dem Odenwaldkreis an dieser Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen erbeten unter:

Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis
Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH
Rebecca Drews
Marktplatz 1, 64711 Erbach
Telefon: 06062 94 33-68, Fax: 06062 94 33-66
Mail: drews@oreg.de

 

20.10.2011

Schnelles Internet im Odenwald verfügbar

HSE Medianet ermöglicht Breitbandversorgung
mit 50 Mbit/s

Manfred Sattig (Vertriebsleiter der HSE Medianet GmbH), Friedebert Helfrich (Vorstandsvorsitzender der HSE Medianet GmbH) und Jürgen Walter (Geschäftsführer der Brenergo GmbH) im Gespräch mit den Pressevertretern. (v.l.n.r.)

DARMSTADT (leu) – Der Startschuss ist gefallen: Ab Ende Oktober können die ersten Kunden im Odenwald mit Hochgeschwindigkeit ins Internet. Moderne Glasfaser-technologie macht eine Datenübertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Mitte März 2012 werden alle 15 Städte und Gemeinden im Odenwaldkreis an dem 300 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen sein. Dann wird der Odenwaldkreis als Modellregion nicht nur in Hessen, sondern bundesweit der erste Landkreis sein, der über eine flächendeckende Breitbandversorgung in dieser Größenordnung verfügt. Gegenüber den bisherigen Anschlussmöglichkeiten im ländlichen Raum entspricht dies einer bis zu 50-mal schnelleren Datenübertragung.

„Eine schnelle Internetverbindung ist für die wirtschaftliche Entwicklung von größter Bedeutung. Doch meistens steht ein Breitbandnetz nur in Ballungszentren zur Verfügung. Mit dem flächendeckenden Ausbau unseres  modernen Hoch-geschwindigkeitsnetzes sind wir in Hessen aber auch bundesweit führend“, betont Jürgen Walther, Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH. Als Netzbetreiber ist die HSE Medianet für Betrieb des Kommunikationsnetzes verantwortlich. Auftraggeber ist die Brenergo GmbH – ein Tochterunternehmen der Odenwald-
Regional-Gesellschaft (OREG) mbH. Finanziert wird die rund 20 Millionen Euro teure Infrastrukturmaßnahme durch die Volksbank Odenwald und die Sparkasse Odenwaldkreis. Das Land Hessen unterstützt das Projekt durch eine Bürgschaft. Mit dem Ausbau können zukünftig mehr als 44.000 Haushalte und über 3.000 Unternehmen und Institutionen wie Schulen oder das Gesundheitszentrum im Odenwaldkreis das Breitbandnetz nutzen.

Parallel zum Netzbetrieb startet das regionale Telekom-munikationsunternehmen jetzt mit einer breit angelegten Informationskampagne. „Neben Anzeigen und Plakate machen wir mit Informationsveranstaltungen in den Kommunen auf die neuen Möglichkeiten aufmerksam. Zudem werden wir mit einem Infomobil vor Ort über das Hochgeschwindigkeitsnetz informieren. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zudem die Menschen in der Region direkt ansprechen. Über regionale Vertriebspartner bieten wir zudem Anlaufstellen für Kunden“, erläutert Friedebert Helfrich, Geschäftsführer der HSE Medianet. „Um unsere regionale Verankerung spürbar zu machen, lassen wir in unserer Anzeigenkampagne Menschen aus der Region als Breitbandbotschafter zu Wort kommen“, sagt Friedebert Helfrich.

Der Wechsel zum Breitbandanschluss ist einfach. Ab dem individuellen Anschlusstermin der jeweiligen Kommune können Kunden Anträge ausfüllen und an die HSE Medianet schicken. Die kümmert sich dann um alle Wechselformalitäten – so auch um die Kündigung beim bisherigen Telefonieanbieter. Wer so lange nicht warten möchte, kann sich heute schon online unter www.hse-medianet.de oder telefonisch unter der Servicenummer 06151 709-2900 registrieren lassen. Sobald das jeweilige Ortsnetz fertig gestellt ist, wird der Kunde benachrichtigt und beim Anschluss unterstützt.

17.10.2011

Nach der Kurve, ist vor der Kurve

Im Erbacher Stadtteil Erlenbach graben und bohren sich die Bauarbeiter der Firma Klenk und Sohn GmbH durch die Straße – Schwierige topografische Ausgangslage erfordert sensible Vorgehensweise um Schäden zu vermeiden



Mit zwei Spülbohrgeräten werden in Erlenbach die Leerrohre
für die Glasfaserkabel verlegt.

VON RAINER KAFFENBERGER



Erbach-Erlenbach. Wer in den letzten Tagen durch Stadtteil der Kreisstadt Erbach fuhr, konnte hier die Bohr- und Tiefbautruppen der Firma Klenk und Sohn GmbH aus Modautal sehen, die eifrig am „buddeln“ waren. Stück für Stück werden jetzt in die Arbeiten durchgeführt, die das Hochleistungs-internet nach Erlenbach bringen.

Vor Anfang der Baumaßnahmen haben zig Fachleute die Verlegungsstrecke genauestens und mittels modernster Technik ausgemessen und mit entsprechenden Markierungen auf der Straße versehen. Aber nur einfach einen Bürgersteig aufgraben und ein Leerrohr verlegen, damit ist es in Erlenbach nicht getan.

Und da Erlenbach in seinem gesamten Straßenverlauf fast nur Kurven aufweist, ist dies auch nicht einfach. Manchmal liegen die Hausanschlüsse für Wasser-, Abwasser und Telefon auf der linken Seite der Straße, dann wieder auf der rechten Seite. Der Abwasserkanal liegt manchmal mittig, dann wieder im Bürgersteig, oder auf der anderen Seite der Straße. Und das Kurve für Kurve und dies aufsteigend bis zum Ortsausgang in Richtung Bullau.

Bedingt hierdurch ist die Bullauer Straße in Erlenbach derzeit mit zahlreichen weißen und grünen Markierungen versehen. Es ist nur schwer für die Einheimischen zu fassen, was diese Zeichen zu bedeuten haben.

Und vor einem Anwesen auf dem Bürgersteig wird dann einfach mal eine Zeichnung von 2 x 3 Meter in grüner Farbe angelegt, die anscheinend die Bohrgrube eines Spülbohrgerätes darstellen soll. In Pfeilrichtung liegt der nächste Kabelverzweiger der Deutschen Telekom AG im Ortsbereich Hinterviertel. Da kommen natürlich Fragen bei den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils auf, die allerdings schon im Vorfeld mittels einer Haushaltsmitteilung per Brief auf die Baumaßnahmen von der Firma Klenk und Sohn GmbH aufmerksam gemacht wurden und somit wissen, dass diese Zeichnungen für den Bau des neuen Breitbandnetzes gedacht sind. Und bei Fragen haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit den entsprechenden Bauleiter auf seinem Handy zu kontaktieren. Das ist wirklich ein Service für die Anwohner und Hausbesitzer.

„Hoffentlich kriegen die beim Bohren nicht meinen Wasser- oder Abwasseranschluss, das wäre wirklich schlimm wenn mein ganzer Keller vollläuft“, meint eine Anwohnerin. Ein Anwohner hat sogar seinen Hauswasser- und Abwasseranschluss in der Tiefe und Länge zum Hauptanschluss vermessen und auf der Straße gekennzeichnet sowie in einer Mitteilung an die Firma Klenk kommuniziert.

Die Lage in Erlenbach istmehr als angespannt was die
Arbeiten entlang der Trassenlage im Ort angeht. „Da müssen wir schon sehr vorsichtig sein und uns auf die entsprechenden Pläne der Stadt und den Versorgung-sunternehmen verlassen können. Aber wir führen auch selber entsprechende Messungen mit unseren Geräten durch und planen die durchzuführenden Arbeiten sehr genau. Aber auch hier kann es passieren, dass wir einen Anschluss beschädigen und es dann zu einem Schaden kommt,“ erläutert Gerhard Moritz, der für die Bauausführung zuständige Projektleiter der Firma
Klenk und Sohn GmbH und verweist auf eine entsprechende Schadensregulierung, die auch in anderen Städten und Gemeinden im Odenwaldkreis bereits umgesetzt wurde und
für die Bürger keinen finanziellen Nachteil bedeutet.

Noch auszuführende Arbeiten

Bis die Bevölkerung von Erlenbach allerdings in den Genuss des schnellen Internets kommt, sind noch einige „Feinarbeiten“
zu erledigen. Nach dem Einziehen der Glasfaserkabel und dem Auflegen in die neuen Multifunktionsgehäuse muss noch die Stromversorgung für das Gehäuse hergestellt werden. Anschließend erfolgt durch die HSE Medianet GmbH die Konfiguration der aktiven Netzwerkkarten. Alles in Allem eine hochkomplexe Angelegenheit. Das Einziehen der Glasfaserkabel in die Gehäuse ist Grundlage für die hohen Bandbreiten, die später übertragen werden können. Diese neuen Gehäuse werden mit den Kabelverzeigern (KVZ) der Deutschen Telekom verbunden. Von diesen grauen Kästen
am Straßenrand aus gehen dann die Telefon- und Internetanschlüsse in die jeweiligen Häuser.

Für den Anschluss von dem schon genannten Multifunktions-gehäuse an den Kabelverzweiger der Deutschen Telekom muss ein entsprechendes Antragsverfahren für die Bestellung von Anschlussleistungen durchgeführt werden. Von der Beantragung der Anschlussleistungen – also die Verbindung zwischen dem KVZ und dem MFG und deren technischen Prüfung und Netzeinmessungen vor Ort – vergehen gut 10 Wochen. Die Deutsche Telekom ist hier nicht der Bremsklotz
bei diesem Projekt sondern vielmehr sind es die Regulierungs-vorgaben der Bundesnetzagentur die die Telekom zwingt, verschiedene Arbeitsabläufe und Richtlinien genauestens einzuhalten. Startschuss für das neue Internet in Erlenbach
ist der 16. März 2012.

Gerüstet für die Zukunft

Die verlegten Glasfaserkabel haben hauchdünne durchsichtige farbige Fasern. Je nach Anzahl der anzuschließenden Haushalte werden unterschiedlich viele Fasern in den neuen Multifunktionsgehäusen angeschlossen. Zusätzlich werden für zukünftige Dienste Reservefasern abgelegt, damit auch in 10 Jahren die geforderte Bandbreite zur Verfügung steht. Eine Faser könnte zurzeit Daten von mehreren Terrabit/s übertragen, also 1.000.000 Mbit/s. Aktuell wird eine Technik eingesetzt, die eine Übertragungsbandbreite von einem Gigabit/s … also 1.000 Mbit/s pro Faser übertragen kann.

Wechsel zum schnellen Breitband

Der Wechsel zum Breitbandan­schluss ist einfach: Der Kunde muss lediglich einen Antrag bei der HSE Medianet GmbH ausfüllen, die kümmert sich dann um alle Wechselformalitäten – so auch um die Kündigung beim bisherigen Anbieter.
Wer so lange nicht warten möchte, kann sich heute schon online registrie­ren lassen – sobald das jeweilige Orts­netz fertig gestellt ist, wird der Kunde benachrichtigt. Netzbetreiber für das Glasfasernetz und Telekommunikati­onsanbieter im Odenwaldkreis ist die in Darmstadt ansässige HSE Medianet GmbH – ein Tochterunternehmen der HSE AG.

Interessierte erhalten ausschließlich über die HSE Medianet GmbH Infor­mationen für einen breitbandigen Anschluss von bis zu 50 Mbit/s. un­ter der Service-Nr.: 06151 709-2900 oder im Internet unter www.hse-medianet.de
 
Informationen zum aktuellen Stand des Ausbaus der flächendeckenden Breitbandversorgung im Odenwaldkreis gibt es unter www.odenwaldbreitband.de


10.10.2011

Macher 2010/2011


Vier Betriebe aus dem Odenwaldkreis für herausragende unternehmerische Leistungen gewürdigt

Am 21. September 2011 trafen sich zum bereits sechsten Mal rund 60 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik im Hüttenwerk in Michelstadt zum „Macher-Dinner“, um die Preisträger „Macher 2010/2011“ und „Ausbildungs-Macher“ auszuzeichnen.


Die „Macher 2010/2011“ (v.l.n.r.): Jürgen Walther und Gabriele Seubert, OREG mbH/ Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis,, Loni Emig, Kurt Haag und Franz Röchner von der Bosch Rexroth AG, Erbach, Martin und Christina Schlingmann, Schreinerei Schlingmann aus Bad König, Landrat Dietrich Kübler, Andrea Armbrüster-Hohenstein und Uwe Hohenstein von der ITG-Management GmbH & Co. KG aus Erbach, Günther Schubert, Herbert Mantel und Ingmar Pfarre von der Trelleborg Automotive Germany GmbH, Breuberg.


Landrat Dietrich Kübler hob als Gastgeber in seiner Begrüßungsrede hervor, dass der Odenwaldkreis als Wirtschaftsstandort in den letzten Monaten eine dynamische Entwicklung vollzogen hat. Insbesondere das bundesweit einmalige Breitbandprojekt Odenwaldkreis, nach dessen Abschluss Anfang 2012 nahezu alle Haushalte und Gewerbebetriebe im Kreis Zugang zur Breitbandtechnologie erhalten, ist ein zentraler Standortfaktor, der den Oden-waldkreis wettbewerbs- und zukunftsfähig macht. Weiter berichtete Kübler über eine weitere bundesweit einmalige Maßnahme des Odenwaldkreises: Die Einrichtung einer Wirtschaftskommission, in der den Vertretern aus der Wirtschaft ein wesentliches Mitsprache- und Mitgestaltungs-recht bei wirtschaftspolitischen Entscheidungen eingeräumt wird. Gleichzeitig wies der Landrat darauf hin, dass aufgrund der prekären Haushaltslage der Kommunen und des Kreises nicht alles auch finanzierbar ist, was zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts wünschenswert wäre.

Als zweiter Gastgeber und Begrüßender erläuterte Jürgen Walther, Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH, warum der Ausbildungs-Macher, bislang in einer separaten, kleineren Veranstaltung verliehen, erstmalig im Rahmen des Macher-Dinners vergeben wurde: Die Preisverleihung im Rahmen des Macher-Dinners soll den Stellenwert, den die Kreisspitze und die Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis dem Thema Ausbildung und Fachkräfte-sicherung zumessen, zum Ausdruck bringen. Auch wenn Unternehmen und Wirtschaftsförderung bereits mit der Qualifizierungsoffensive, den Odenwälder Berufs-informationstagen (OBIT) oder einer für den 23.11.2011 geplanten Veranstaltung zum Thema Duales Studium schon erfolgreiche Maßnahmen im Bereich betrieblicher Aus- und Weiterbildung entwickelt haben, bedarf es zukünftig erheblicher Anstrengungen aller Beteiligten, um sich gegen
den drohenden Fachkräftemangel zu stemmen.

Auch Gastredner Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, wies auf den Stellenwert von gut ausgebildeten Fachkräften für die Handwerksbetriebe hin. Aufgrund der aktuell außerordentlich guten Auftragslage des regionalen Handwerks, ist der Fachkräftemangel bereits heute in den Betrieben deutlich spürbar. Die breit angelegte Imagekampagne „Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“ zielt daher auch darauf ab, junge Menschen für einen Einstieg in das Handwerk zu begeistern. Dass es sich beim Handwerk tatsächlich um eine Wirtschaftsmacht handelt, verdeutlichte Bernd Ehinger eindrucksvoll an konkreten Beispielen und Zahlen.

Bei der anschließenden Würdigung der „Macher 2010/2011“ durch Landrat Dietrich Kübler, Jürgen Walther und Gabriele Seubert, Leiterin der Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis unter dem Dach der OREG, wurde das besondere Engagement von zwei Unternehmen für deren Leistungen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und von zwei Unternehmen für das Engagement in der betrieblichen Ausbildung gewürdigt. Neben der „Macher-Urkunde“ erhielten die Preisträger ein süßes Präsent aus einem bekannten Café überreicht.

Würdigungen

Andrea Armbrüster-Hohenstein und Uwe Hohenstein, ITG-Management, Erbach, als Macher 2010/2011 in der Kategorie „Kleines Unternehmen“.
Nominiert vom Kommunalen Job-Center Odenwaldkreis.
Das Unternehmen mit derzeit 12 Mitarbeitern, davon vier Auszubildende, hat in den letzten vier Jahren ca. eine Million Euro in den Neubau am jetzigen Standort an der Carl-Benz-Straße in Erbach investiert. Weitere Investitionen in Höhe von 300.000 Euro sind für die nächsten 24 Monate geplant. Die Mitarbeiterzahl ist seit 1997 von zwei auf jetzt 12 Mitarbeiter gewachsen. Dabei zeigt die Firma eindrucksvoll, wie auch kleine Unternehmen dem Fachkräftemangel entgegen treten können: Gleich zwei langzeitarbeitslose Jugendliche mit problematischem Hintergrund und fehlender Ausbildungsreife hat das Ehepaar Hohenstein in eine Einstiegsqualifizierung und später in eine Ausbildung übernommen. Außerdem hat es einem langzeitarbeitslosen Kunden des Kommunalen Job-Centers mit 56 Jahren noch eine Chance auf ein Praktikum gegeben und ihn nach drei Wochen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Günther Schuberth, Geschäftsführer der Trelleborg Automotive Germany GmbH, Breuberg, in Vertretung von Präsident Henrique Fischer, als Macher 2010/2011 in der Kategorie „Großes Unternehmen“.

Nominiert von der Stadt Breuberg und Landrat Dietrich Kübler
Mit der Umsiedlung des Europäischen Entwicklungszentrums und Headquarters von Hörgrenzhausen nach Breuberg, wobei das Werk in Breuberg mit mehreren anderen europäischen Standorten im Wettbewerb stand, gingen Investitionen in Höhe von ca. sechs Millionen Euro einher. Über 150 neue Arbeitsplätze entstanden durch diese Betriebsverlagerung. Die Entscheidung dafür traf die Konzernzentrale in Trelleborg, Schweden.

Christina und Martin Schlingmann, Schreinerei Schlingmann, Bad König als Ausbildungs-Macher 2010/2011 in der Kategorie „Kleines Unternehmen“.
Nominiert von Eltern der Auszubildenden.
Die Schreinerei Schlingmann zeichnet sich durch eine Ausbildungsquote von 50 Prozent aus – auf drei angestellte Schreinergesellen und -meister kommen ebenso viele Azubis. In den letzten 12 Jahren wurden acht junge Menschen in diesem kleinen Unternehmen – auch dank umfangreicher inner- und außerbetrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen - erfolgreich ausgebildet. Auch für das vor wenigen Wochen gestartete Ausbildungsjahr hat das Unternehmen wieder zwei neue Azubis unter Vertrag genommen.

Kurt Haag, Fertigungsleiter der Bosch Rexroth AG Erbach, als Ausbildungs-Macher 2010/2011 in der Kategorie „Großes Unternehmen“.
Nominiert von: IHK Darmstadt sowie von 24 Mitarbeitern und Auszubildenden.
Das Unternehmen hat in den letzten zwei Jahrzehnten ein beeindruckendes Personalentwicklungskonzept aufgebaut, das Maßstäbe in der betrieblichen Ausbildung setzt – von Hauptschulabgängern bis hin zu Absolventen in Dualen Studiengängen. Jahr für Jahr zählen die Azubis aus dem Hause Bosch-Rexroth in Erbach bei den Abschlussprüfungen zu den Besten. In der Prüfung 2009/2010 stellte Bosch-Rexroth den besten Elektroniker für Systeme und Geräte im Bezirk der IHK Darmstadt.

05.10.2011

In Bullau sind die Leit so froh…

Auf dem Höhenplateau reiht sich Baustelle an Baustelle –
Bürger freuen sich auf das schnelles Internet




Mit einem Spülbohrgerät werden die Leerrohre für die Glasfaserkabel verlegt.

VON RAINER KAFFENBERGER

Erbach-Bullau. Wenn man die letzten Tage durch den Erbacher Stadtteil Bullau und in den Eutergrund fuhr, wurde es bei manchen Straßenabschnitten ganz schön eng. Baustelle reiht sich an Baustelle und sorgt für manchen Verkehrsstau in den eh schon engen Straßen. Besonders die Zufahrt in den Eutergrund gestaltete sich schwierig. Gegenseitige Rücksicht-nahme war angebracht. Die dort tätigen Bauarbeiter regelten diese Verkehrsbehinderungen mit Routine und per Handzeichen wurde der Verkehrsteilnehmer zur Weiterfahrt aufgefordert. Alle Baustellen waren ordnungsgemäß gesichert. Lange musste man auch nicht warten, dann war die Straße auch schon wieder für den Verkehr frei. Bei der Weiterfahrt war trotzdem ein gewisses Fahrgefühl von Nöten, klaffte doch am linken Straßenrand ein langer tiefer Graben. Dort liegen die Leerrohre für das neue Glasfaserkabel des Breitbandprojektes Odenwaldkreis welches von der Brenergo – ein Tochterunter-nehmen der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH – gebaut wird. Bauausführendes Unternehmen ist die Firma Klenk und Sohn GmbH aus dem Modautal.

Die Bullauer sehen die Verkehrsbehinderungen gelassen und freuen sich jetzt schon auf das neue schnelle Internet, welches per Glasfaser in das Höhendorf kommt und in der ersten Ausbaustufe bis zu 50 Mbit/s (50.000 Kbit/s) ermöglicht.

Das Höhendorf Bullau (500m - 560m über N.N) ist nicht nur für seine langen schneereichen Wintermonate bekannt, sondern auch für seine „lange Leitung“. Wer für das Internet über eine lahme Bandbreite von 384 kbit/s (DSL-Light, also ein winziger Bruchteil gegenüber den neuen Glasfaserverbindungen) verfügte, konnte sich schon glücklich sch ätzen und war für Bullauer Verhältnisse „Echt trendy“.

Umfassende Kommunikation und schneller Datenaustausch war bei den 16 ansässigen Firmen kaum möglich – und wenn – dann nur mit langen Wartezeiten. Wenn ein Ingenieurbüro oder ein Handwerksbetrieb morgens um 10:00 Uhr umfangreiches Datenmaterial an seine Kunden verschickte, dann konnte er am späten Nachmittag mal nachschauen ob die Daten wirklich versendet wurden.

Der „ganz alltägliche Wahnsinn“ im Erbacher Stadtteil Bullau, der bis dato nicht an der schnellen Kommunikationswelt teilhaben konnte. Vom schnellen Internet und überhaupt von der Außenwelt fast abgeschnitten. Ein Video downloaden: Ja, zwischen Frühstück und Abendessen!

Aber die Tage der „Eieruhr“ auf den Rechnern der Bürger sind gezählt. Und nicht nur in Bullau – versorgt doch das neue Breitbandnetz im Odenwald nahezu 44.300 Haushalte in allen Städten und Gemeinden im Odenwaldkreis – vorausgesetzt die Bürgerinnen und Bürger stellen einen entsprechenden Antrag beim Netzbetreiber HSE Medianet um in den Genuss des schnellen Internets zu kommen.

Der Ortsbeirat von Bullau und deren Bevölkerung sind auf das neue und schnelle Internet gespannt und fragen bereits die entsprechenden Angebote beim Netzbetreiber HSE-Medianet GmbH nach. „Wir sind echt froh, dass wir jetzt unser neues Breitband-Netz bekommen“, erläutert Ortsvorsteherin Inge Maleikat-Kredel und betont den Begriff „unser neues Breitband-Netz“. Diese Aussage zeugt von einer absoluten Identifikation zum Odenwälder Modellprojekt, das landes- und bundesweit für Aufsehen sorgte. „Wir wurden ja immer umfangreich und aktuell über das Magazin Odenwaldregional zum Thema Breitbandprojekt Odenwaldkreis informiert“, erläutert Inge Maleikat-Kredel abschließend.

Und die Bullauer sind schon einen Schritt weiter: Sie haben jetzt schon die ersten Anschlüsse bestellt.

Und wenn am 16. März 2012 der Startschuss für das schnelle Internet in Bullau fällt, können die Bürger beim nächsten Fest oder Kirchweih singen: „Des Bullemer Netz, des Bullemer Netz, des Bullemer Netz ist do, woas sinn die Leit so froh, woas sinn die Leit so froh!“

Informationen:

Der Wechsel zum Breitbandan­schluss ist einfach: Der Kunde muss lediglich einen Antrag bei der HSE Medianet ausfüllen, die kümmert sich dann um alle Wechselformalitäten – so auch um die Kündigung beim bisherigen Anbieter.
Wer so lange nicht warten möchte, kann sich heute schon online registrie­ren lassen – sobald das jeweilige Orts­netz fertig gestellt ist, wird der Kunde benachrichtigt. Netzbetreiber für das Glasfasernetz und Telekommunikati­onsanbieter im Odenwaldkreis ist die in Darmstadt ansässige HSE Medianet GmbH – ein Tochterunternehmen derHSE AG.

Interessierte erhalten ausschließlich über die HSE Medianet GmbH Infor­mationen für einen breitbandigen Anschluss von bis zu 50 Mbit/s. un­ter der Service-Nr.: 06151 709-2900 oder im Internet unter www.hse-medianet.de

Informationen zum aktuellen Stand des Ausbaus der flächendeckenden Breitbandversorgung im Odenwaldkreis gibt es unter www.odenwaldbreitband.de



27.09.2011


Falscher Eindruck erweckt

Derzeitige Werbeaktionen stehen nicht in Verbindung mit dem Breitbandprojekt Odenwaldkreis

VON RAINER KAFFENBERGER

Odenwaldkreis. Aus aktuellem Anlass möchten wir die Bevölkerung der Odenwälder Städte und Gemeinden darauf aufmerksam machen, dass die derzeitigen Werbeaktionen von Telekommunikationsunternehmen nicht in Verbindung mit der Erschließung des Breitbandnetzes Odenwaldkreis stehen.

„Die derzeitigen Werbemaßnahmen verschiedener Anbieter zum Akquirieren von Verträgen, sind keine Werbemaßnahmen für die Vermarktung des Odenwälder Breitbandnetzes wie dies bereits mehrfach falsch den Bürgerinnen und Bürgern auf deren Nachfrage kommuniziert wurde. Hier wird mit falschen Argumenten den Bürgern glaubhaft gemacht, dass der jetzt
zu verlängernde Vertrag (oder ein Neuvertrag) schon der Vertragsabschluss für das neue schnelle Breitbandnetz
sei. Unser Netz ist so konzipiert, dass prinzipiell jeder Telekommunikationsanbieter und deren Kunden unser Netz nutzen kann. Hierzu schließen die Telekommunikations-anbieter mit der HSE Medianet eine Kooperation. Bis dato hat dies kein Telekommunikationsunternehmen getan. Daher ist momentan eine Nutzung ausschließlich über die HSE Medianet möglich“, so Brenergo-Geschäftsführer
Jürgen Walther.

Informationen:
Netzbetreiber für das neue Glasfasernetz und der entsprechende Telekommunikationsanbieter im Odenwaldkreis ist die in Darmstadt ansässige HSE Medianet GmbH – ein Tochterunternehmen der HSE AG. Interessierte erhalten ausschließlich über die HSE Medianet GmbH Informationen für einen breitbandigen Anschluss im Odenwaldkreis von bis zu 50 Mbit/s. Service-Nr.:
06151 709-2900 oder im Internet unter www.hse-medianet.de

Informationen zum aktuellen Stand des Ausbaus der flächendeckenden Breitbandversorgung im Odenwaldkreis
gibt es unter www.odenwaldbreitband.de

20.09.2011

Voller Druck auf allen zwölf Röhren

Arbeiten für das Breitbandprojekt Odenwaldkreis waren nicht Ursache für den Druckverlust des Zwölfröhrenbrunnens in Beerfelden - Fa. Klenk und Sohn GmbH schafft Abhilfe und sorgt für weitere Funktionsweise

VON RAINER KAFFENBERGER



Machten sich ein Bild von der Lage: Bürgermeister Gottfried Görig, Rainer Heetmeyer (Klenk und Sohn GmbH), Wolfgang Nicklas (Brenergo) und Markus von der Aue, zuständig für die Wasserversorgung der Stadt Beerfelden (v.l.n.r.).


Beerfelden.
In Bezug auf den veröffentlichten Artikel im Odenwälder Echo vom 10. August 2011 „Vier Löwen geht die Spucke aus - Schnelles Internet gräbt Brunnen das Wasser ab - Missgeschick: Bei Vorarbeiten für Anschluss ans schnelle Internet wird Quellführung des Zwölf-Röhren-Brunnens beschädigt“ erfordert eine redaktionelle Nachbericht-erstattung, welche die wahren Umstände und Ereignisse für den Druck- und Wasserverlust der Mümlingquelle in Beerfelden darstellt.

Die Mümlingquelle in Beerfelden welche im Nachlauf in den Zwölfröhrenbrunnen mündet, weist im Inneren ein großes Quellfassungsbecken auf. Dort sammelt sich das Quellwasser und wird anschließend in ein kleines Sammelbecken übergeleitet. Im vorderen Bereich der Quellkammer des Zwölf-Röhrenbrunnens weißt das Mauerwerk im Inneren poröse Stellen auf, wodurch das Quellwasser durch das Mauerwerk nach außen tritt und im Erdreich versickert.

Durch die Bohrarbeiten für die Verlegung der Leerrohre für die Breitbandkabel welche in der Nähe der Quellkammer stattfanden, sammelte sich im Bohrkanal das versickernde Quellwasser und trat am Bohrloch an die Oberfläche. Auf Grund des hierdurch beschleunigten Abflusses sank der Wasserstand in der Quellkammer schneller und führte zu dem Druckverlust. Damit konnten vier der zwölf Röhren nicht mehr mit Wasser versorgt werden. Aufgrund einer Untersuchung der Quellkammer durch die Firma Klenk und Sohn GmbH, erhärtete sich der o.g. Sachverhalt. Die Bohrarbeiten für die Verlegung der Glasfaserkabel haben also die Quellführung des Zwölf-Röhren-Brunnens nicht beschädigt.

„Um der Stadt Beerfelden kurzfristig bei der Mängelbeseitigung behilflich zu sein, haben wir von der bauausführenden Firma Klenk und Sohn GmbH aus Modautal schnell reagiert und die entsprechenden Abdichtungsarbeiten kostenlos durchgeführt. Allerdings muss die Quellkammer einer grundhaften Sanierung unterzogen werden.“ erläutert Bauleiter Rainer Heetmeyer.

Informationen:

Netzbetreiber für das neue Glasfasernetz und der entsprechende Telekommunikationsanbieter im Odenwaldkreis ist die in Darmstadt ansässige HSE Medianet GmbH – ein Tochterunternehmen der HSE AG. Interessierte erhalten ausschließlich über die HSE Medianet GmbH Informationen für einen breitbandigen Anschluss im Odenwaldkreis von bis zu 50 Mbit/s. Service-Nr.: 06151 709-2900 oder im Internet unter www.hse-medianet.de

Informationen zum aktuellen Stand des Ausbaus der flächendeckenden Breitbandversorgung im Odenwaldkreis gibt es unter www.odenwald-breitband.de <<

20.09.2011

CLEO besuchte Energiemesse in Brensbach


Zukunft - Energie - Region Odenwald




Der Odenwald ist eine zukunftsorientierte Region, welche die Branche der regenerativen Energien, der nachwachsenden Rohstoffe und der Energie-Effizienz als einen entscheidenden Wachstumsbereich der regionalen Wirtschaft erkannt hat. Die ländlich geprägte und weitläufige Landschaft sowie die direkte Nähe zu den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar bieten hierbei einmalige Standortfaktoren. Durch die Nutzung von regionalen Ressourcen wie Biomasse, Wind, Sonne und Geothermie können Produkte, Dienstleistungen und know-how generiert werden, um lokale Wertschöpfungskreisläufe zu stärken sowie um die umliegenden Zentren als Absatzmärkte zu erschließen.

Neben den geografischen Faktoren hat der Odenwald auch hervorragend aufgestellte gesellschaftliche Strukturen, um Innovationen zu generieren, zu fördern und in eine wirt-schaftliche Nutzung zu bringen. Mit einer engen Verzahnung aller Institutionen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik Verwaltung und Bildung ist es in einem breiten gesellschaftlichen Konsens gelungen, den Odenwald als Kompetenzregion für eine Zukunftsfähige Energiewirtschaft aufzustellen.

Der Odenwaldkreis hat sich daher das Ziel gesetzt, die regionale Energieversorgung langfristig bilanziell zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen zu decken. Mit dieser wichtigen zukunftsorientierten Entscheidung will der Odenwaldkreis nicht nur den Zielen im nationalen und internationalen Klimaschutz gerecht werden, die Kreispolitik sieht hierin auch eine bedeutende Chance die regionalen Wirtschaftskreisläufe nachhaltig zu beleben und in Zeiten schwerer Finanz- und Wirtschafts-Krisen Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region zu halten.

Die Kreisverwaltung erkennt hierbei ihre Vorbildfunktion an und schafft über Modellprojekte in öffentlichen Liegenschaften erste Marktpotentiale für regionale Firmen sowie Folgeaufträge über Multiplikationseffekte im privaten und gewerblichen Bereich. Zudem sind der Kreis und die Region schon mehrfach in Landes- und Bundeswettbewerben für seine Initiativen im Klimaschutz, zu regenerativen Energien sowie zur Energie-Effizienz ausgezeichnet worden. Hierdurch konnte sich der Odenwald als Kompetenzregion für eine zukunftsfähige Energiewirtschaft etablieren und seine innovativen Unternehmen als gefragte Know-how-Träger profilieren.

CLEO begleitete die 6. Energie-Messe in Brensbach mit einem Kooperations-Messestand von HeRo (Kompetenz-zentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V.), Hessen-Forst und dem Odenwaldkreis.


20.09.2011

Europäisches WAVE-Elektroautorennen

Michelstadt ist Etappenziel




Am 15. September 2011 gegen 16:00 Uhr hat ein Tross von mehr als zwanzig Elektrofahrzeugen Zwischenstation auf dem Michelstädter Marktplatz gemacht. Teams aus Europa, der USA und Indien demonstrieren ausgereifte Lösungen, wie Mobilität alltagstauglich, sauber und ohne fossile Treibstoffe möglich ist.
Das Europarennen wurde am 11. September in Paris gestartet und führt die elektrisch betriebenen Autos und Motorräder über 2.800 km in den Zielort Prag. Am 15. Septmber starteten zwanzig Teams von der IAA in Frankfurt aus in Richtung Odenwald. Die Vorstellung des Projektes, das erneuerbare Energien und elektrisch betriebene Fahrzeuge zum Durchbruch verhelfen möchte, erfolgte bei freiem Eintritt durch den Veranstalter Louis Palmer gegen 17:00 Uhr am historischen Rathaus.

Der Schweizer Louis Palmer, Spezialist in Sachen Elektromobilität, hatte bereits im August 2010 mit dem Zero Race, einem Rennen rund um mehrere Kontinente, in Michelstadt hohe Aufmerksamkeit erzielt. "Wer zehn Quadratmeter Solarzellen auf einem Dach montiert, produziert adäquate Menge Strom, um in den kommenden zwanzig Jahren gut 300.000 km zu 100 % sauber zurückzulegen," so Louis Palmer über den Sinn und Zweck des Projektes. "Wer aber für die gleichen Kosten Benzin kauft, kommt weniger als 50.000 km weit!", stellt der Träger des UNO Umweltpreies fest.
CLEO unterstützte die Veranstaltung und gab Hilfestellung bei der Organisation.

Teilnehmer des Energieeffizienz-Netzwerks Südhessen wollen Energieverbrauch um 7,5 Prozent reduzieren

Die Unternehmen des Energieeffizienz-Netzwerks Südhessen unterzeichnen im Beisein von Dietrich Kübler, Landrat des Odenwaldkreises (hintere Reihe, 5.vl.), eine Vereinbarung, nach der sie in den nächsten Monaten 7,5 Prozent ihre Energiekosten durch Effizienzmaßnahmen einsparen wollen.

Am 1. Juni 2010 startete das Energieeffizienz-Netzwerk Südhessen, ein Netzwerk von zehn Unternehmen mit hohem Energieverbrauch aus der Region. Die Initiatoren und Projektpartner sind die Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH/ Wirtschaftsregion Bergstraße, HEAG Südhessische Energie AG, Quint sdi GmbH und Arqum GmbH.
Die Energieverantwortlichen der Betriebe haben sich nach der Initialberatungs-phase des Energieeffizienz-Netzwerkes auf das gemeinsame Einsparungsziel von 7,5 Prozent beim Verbrauch von Energie, sowie eine dementsprechende 6,2 Prozentige CO2-Reduktion bis Ende 2013 geeinigt.
Die öffentliche Unterzeichnung dieser freiwilligen Zielvereinbarung fand am 13. September 2011 im Rahmen einer Presseveranstaltung in den Räumen der Sparkasse Bensheim statt, die von Dietrich Kübler, Landrat des Odenwaldkreises sowie Herrn Dr. Carl-Christian Beckmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH/Wirtschaftsregion Bergstraße mit Begrüßungsworten eröffnet wurde. Landrat Dietrich Kübler machte in seiner Rede deutlich, welchen Stellenwert Energie-Effizienz im gewerblichen Bereich für die Energiewende einnimmt. Rund 75 Prozent des Strom- und rund 50 Prozent des Wärmeverbrauchs werden im Odenwaldkreis von Unternehmen verursacht – hier liegen enorme Einsparpotenziale. Dietrich Kübler dankte den beteiligten Unternehmen, die durch ihre Geschäftsführer und Standortleiter vertreten waren, für ihr Mitwirken im Netzwerk und ihrer damit verbundenen Vorreiterrolle.
Der Stand der Zielerreichung, der von den Unternehmen durch Unterschrift auf der Vereinbarung verbindlich vereinbart wurde, wird durch ein jährliches Monitoring geprüft. Dabei werden zum einen die Einsparungen berechnet, die durch umgesetzte Maßnahmen entstanden sind, zum anderen wird die Entwicklung des Gesamtenergieverbrauchs (bezogen auf unterschiedliche Werte wie Produktionsmenge, Tonnage oder Umsatz) betrachtet.

Um möglichst viele Energieeffizienzpotentiale aufzudecken, erhielten die teilnehmenden Unternehmen eine umfassende Initialberatung von der Quint sdi GmbH und können von einem praxisorientierten Erfahrungsaustausch und Expertenvorträgen profitieren.


Hintergrundinformation „Energieeffizienz-Netzwerk“

Hauptziel des von der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH initiierten Energieeffizienz-Netzwerks Südhessen ist, in den teilnehmenden Unternehmen wirtschaftliche Energieeinsparpotenziale aufzudecken und umzusetzen. Ein wichtiger Aspekt der Netzwerke ist der moderierte Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern. Diese gegenseitige Weitergabe von positiven wie auch negativen Erfahrungen im Bereich der Energieeffizienz hilft den Energieverantwortlichen dabei, Energieeinsparmaßnahmen leichter bewerten und mit geringerem Aufwand und geringeren Kosten umsetzen zu können. Hierdurch können nicht nur betriebliche Energiekosten gesenkt, sondern auch CO2-Emissionen reduziert und so ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. In den bereits durchgeführten Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland wurden Effizienzsteigerungen ermittelt, die mehr als das Doppelte über dem der restlichen Industrie lagen.
Das Energieeffizienz-Netzwerk Südhessen wird, wie alle 30 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Netzwerke, auf Bundesebene vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung wissenschaftlich begleitet. Die Projektmoderation für das Netzwerk Südhessen hat Arqum übernommen.
Die Auswahl der Themen für die Energieeffizienztische wird nach den Interessen der Unternehmen gestaltet und betrifft größtenteils Querschnittstechnologien wie z.B. Lüftung, Kühlung, Wärmeversorgung, elektrische Antriebe oder auch die Einbindung von Nutzern. In einem begleiteten wissenschaftlichen Monitoring werden die erzielten Erfolge erfasst und eine neutrale Bewertung der erreichten Kosteneinsparungen und vermiedenen Treibhausgasemissionen gewährleistet.

Am Energieeffizienz-Netzwerk Südhessen nehmen folgende Unternehmen teil:

  • Erlenbacher Backwaren GmbH
  • Feudenberg Spezialdichtungsprodukte GmbH & Co. KG
  • Integra GmbH
  • Karl-H. Mühlhäuser GmbH & Co. KG
  • Nalco Deutschland Manufacturing GmbH & Co. KG
  • Pedex GmbH
  • Procter & Gamble Manufacturing GmbH
  • Röchling Oertl Kunststofftechnik GmbH
  • Sparkasse Bensheim
  • Unilever Deutschland Produktions GmbH & Co. KG

29.08.2011

VON PRESSESTELLE HSE

Breitbandprojekt
geht in entscheidende Phase


Ausbau im Zeitplan - Teilnetze werden fertiggestellt – Haushalte können sich jetzt online registrieren lassen

Odenwaldkreis. Der Ausbau des Breitbandnetzes im Odenwaldkreis ist in vollem Gange. Derzeit erfolgt in Teilbereichen des Odenwaldkreises bereits der technische Ausbau für die jeweiligen Endkunden-Anschlüsse. Es werden Glasfaserkabel in die Leerrohre eingezogen und in den Multifunktionsgehäusen die entsprechende Technik für die Anschlüsse installiert. Bis Mitte März 2012 sind dann alle Arbeiten abgeschlossen. Die geplante Gesamtbauzeit von 18 Monaten wird damit eingehalten. Der Odenwaldkreis ist dann der erste Landkreis in Hessen bzw. bundesweit, der über eine flächendeckende Breitbandversorgung mit bis zu 50 Mbit/s verfügt. Gegenüber den bisherigen Anschlussmöglichkeiten
im ländlichen Raum entspricht dies einer 50-mal schnelleren Datenübertragung. Dies macht sich besonders bei Multimediaanwendungen bemerkbar. Viele Experten sehen
im Breitbandnetz einen wichtigen Motor für die gesamt-wirtschaftliche Entwicklung einer Region.

Die nachfolgende Auflistung zeigt die Endtermine für die Netzfertigstellung. Ab diesen Terminen stehen die Anschlüsse für die jeweiligen Endkunden zur Verfügung und können beim Netzbetreiber HSE Medianet bestellt werden. Der Wechsel zum Breitbandanschluss ab den angegebenen Terminen ist einfach. Der Kunde muss lediglich einen Antrag bei der HSE Medianet ausfüllen, die kümmert sich dann um alle Wechselformalitäten – so auch um die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Wer so lange nicht warten möchte, kann sich heute schon online registrieren lassen – sobald das jeweilige Ortsnetz fertiggestellt ist, wird der Kunde benachrichtigt.

Brensbach                             
28.10.2011

Fränkisch-Crumbach            
28.10.2011

Breuberg                               
18.11.2011

Lützelbach                             
18.11.2011

Reichelsheim                        
09.12.2011                 (voraussichtlich)

Bad König                             
13.01.2012

Brombachtal                         
13.01.2012

Beerfelden                            
03.02.2012

Hesseneck                            
03.02.2012

Rothenberg                           
03.02.2012

Sensbachtal                          
03.02.2012

Höchst i. Odw.                      
24.02.2012                 (voraussichtlich)

Michelstadt                            
02.03.2012

Mossautal                              
16.03.2012

Erbach                              
16.03.2012

Netzbetreiber für das Glasfasernetz und Telekommunikations-anbieter im Odenwaldkreis ist die in Darmstadt ansässige HSE Medianet GmbH – ein Tochterunternehmen der HSE AG. Interessierte erhalten ausschließlichüber die HSE Medianet GmbH Informationen für einen breitbandigen Anschluss von bis zu 50 Mbit/s. Service-Nr.: 06151 709-2900 oder im Internet unter www.hse-medianet.de

Informationen zum aktuellen Stand des Ausbaus der flächendeckenden Breitbandversorgung im Odenwaldkreis
gibt es unter www.odenwald-breitband.de

18.07.2011

Wersau erhält schnellen Anschluss

Im Brensbacher Ortsteil werden die ersten Glasfaserkabel eingezogen

Steffen Rothe steht die Freude im Gesicht. Er zieht die ersten Glasfaserkabel in die neuen Multifunktionsgehäuse ein.

VON RAINER KAFFENBERGER

Brensbach-Wersau. Steffen Rothe hat allen Grund zum Grinsen. Als Mitarbeiter der Firma Klenk und Sohn GmbH aus Modautal läutet er am 14.07.2011 ein neues Zeitalter der Informationstechnologie im Odenwaldkreis ein. Zumindest rein technisch gesehen. Bis zum finalen Anschluss mit einem Breitband-Internetanschluss in diesem Ortsteil und dessen Haushalte, muss allerdings noch einiges getan werden.

Ganz unbemerkt in einer Seitenstraße im Brensbacher Ortsteil Wersau zieht er die ersten Glasfaserkabel in die neu aufgestellten Multifunktionsgehäuse ein und verbindet diese mit der umfangreichen Technik im Inneren des Gehäuses. Ein Meilenstein in der Geschichte des Odenwaldkreises, bedenkt man, dass das Breitbandprojekt im Kreis alle 44.000 Haushalte mit der neuen Breitband-Technologie versorgen wird.

Am 31.12.2011 wird das Breitbandnetz flächendeckend im Odenwaldkreis fertig sein. Einzelne Teilnetze werden im September 2011 schon an den Darmstädter Netzbetreiber HEAG MediaNet GmbH (ein Tochterunternehme der HSE AG) übergeben.

Derzeit wird mit Hochdruck am Ausbau des Netzes gearbeitet und rund 100 Mitarbeiter in acht Bohr-Kolonnen, drei Pflug-Kolonnen, 20 Tiefbau-Kolonnen und zwei Kabel-Kolonnen sind im Odenwaldkreis unterwegs. Seit Baubeginn am 18. Oktober 2010 wurden ca. 57 Prozent der Leerrohre verlegt. Tendenz massiv steigend. Die ersten Haushalte können im 3. Quartal 2011 angeschlossen werden.

Zurück zur Technik: Nach dem Einziehen und Auflegen der Glasfaserkabel in die Multifunktionsgehäuse muss Steffen Rothe noch die Stromversorgung für das Gehäuse herstellen. Für die Kühlung des Gehäuses werden spezielle Lüfter eingesetzt. Anschließend erfolgt die Konfiguration der aktiven Netzwerkkarten (DSLAMs). Alles in Allem eine hochkomplexe Angelegenheit, die der junge Mann aber vollkommen beherrscht. „Je nach Anzahl der entsprechenden Glasfaseranschlüsse benötige ich zwischen einer und vier Stunden für einen Schaltkasten“, erläutert Steffen Rothe.

Das Einziehen der Glasfaserkabel in die Gehäuse ist Grundlage für die weitere Verbindung mit den jeweiligen Kabelverzeigern (KVZ) der Deutschen Telekom. Von diesen grauen Kästen am Straßenrand aus gehen dann die Telefonanschlüsse in die jeweiligen Häuser.

Die verlegten Glasfaserkabel haben hauchdünne durchsichtige farbige Fasern, aufgeteilt in mehrere Teilröhrchen. Je nach Anzahl der anzuschießenden Haushalte benötigt man aber weniger Fasern als für die Verteilungen von den Hauptleitungen über weite Strecken. Eine Faser hat eine Übertragungsbandbreite von einem Gigabit/s, also 1.000 Mbit/s. So können zum Beispiel 20 Teilnehmer oder angeschlossene Haushalte gleichzeitig 50 Mbit/s empfangen.

Mit dem Einziehen der Glasfaserkabel haben die Bürger des Brensbacher Ortsteils Wersau aber noch keinen schnellen Breitband-Internetanschluss. Eine wichtige Hürde ist noch zu nehmen und die heißt Deutsche Telekom.

Für den Anschluss von dem schon genannten Multifunktionsgehäuse an den Kabelverzweiger der Deutschen Telekom muss ein entsprechendes Antragsverfahren für die Bestellung von Anschlussleistungen durchgeführt werden. Von der Beantragung der Anschlussleistungen – also die Verbindung zwischen dem KVZ und dem MFG und deren technischen Prüfung und Netzeinmessungen vor Ort – vergehen gut 10 Wochen. Die Deutsche Telekom ist hier nicht der Bremsklotz bei diesem Projekt sondern vielmehr sind es die Regulierungsvorgaben der Bundesnetzagentur die die Telekom zwingt, verschiedene Arbeitsabläufe und Richtlinien genauestens einzuhalten.

OREG-Geschäftsführer Jürgen Walther und Udo Klenk von der Firma Klenk und Sohn GmbH haben in einem Gespräch mit Vertretern der Deutschen Telekom AG sich
auf eine termingerechte und schnelle Regulierung der entsprechenden Maßnahmen im Antragsverfahren verständigt, so dass eine termingerechte Ausführung der Arbeiten für den flächendeckende Anschluss an die Kabelverzweiger und dementsprechend an alle Haushalte für den 31.12. 2011 gewährleistet wird.

Informationen:

Informationen für einen breitbandigen Anschluss von bis zu 50 Mbit/s erhalten Interessierte beim Netzbetreiber HEAG MediaNet GmbH unter der Service-Nr.: 06151 709-2900 oder
im Internet unter www.heagmedianet.de

Weitere Informationen zum Ausbau der flächendeckenden Breitbandversorgung im Odenwaldkreis gibt es unter www.odenwald-breitband.de



18.07.2011

Auf dem richtigen Weg

Hessischer Energiegipfel: Im Wald sollen mehr Windräder wachsen - OREG sieht sich beim Odenwälder Windkraft-Modell bestätigt



Derzeit sind vier Windenergie-Anlagen am ehemaligen Munitionslager Hainhaus in Betrieb. Zwei weitere Anlagen für diesen Standort sind genehmigt und noch drei Anlagen im Antragsverfahren.


VON RAINER KAFFENBERGER

Odenwaldkreis. Bei der dritten Sitzung des Hessischen Energiegipfels dieser Tage in Wiesbaden zeigte man sich einig, dass künftig mehr Windenergie-Anlagen in Hessen entstehen sollen und hierfür auch Wälder als Standorte gebraucht würden.

Und die Vertreter der Regierungsfraktionen zeigten sich ebenfalls offen dafür, dass zukünftig die Kommunen sich stärker wirtschaftlich betätigen sollen um dadurch eine größere Rolle bei der Energieerzeugung spielen zu können. Die derzeit gültige Rechtslage des Paragraphen 121 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) erschwert dies, weil sie die wirtschaftliche Betätigung der Kreise, Städte und Gemeinden einschränkt. CDU- und FDP-Fraktion lehnten bisher die dafür notwenige Änderung der Hessischen Gemeindeordnung ab.

Jetzt kommt doch noch Bewegung in das Thema Windkraft und es zeichnet sich eine Wende zu Gunsten einer stärkeren wirtschaftlichen Betätigung der Kommunen ab.

In Bezug auf den Artikel „Im Wald sollen Windräder wachsen“ im Odenwälder Echo vom 12. Juli 2011 sieht sich Jürgen Walther als Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH mit dem von ihr initiierten Odenwälder Windenergie-Modell bestätigt, dass Kreisen, Städten und Gemeinden in Hessen es offen stehen muss, vor Ort Strom aus regenerativen Energiequellen zu erzeugen, einzusetzen und anzubieten: Die angestrebte Energiewende und der Ausstieg aus der Atomenergie könnten nur mit breiter Unterstützung vor Ort, das heißt in den Kommunen erreicht werden. Und dies gilt insbesondere im Bereich der Nutzung von Windenergie. Da dieses Modellprojekt gerade im diesjährigen Kommunalwahlkampf politisch in Frage gestellt wurde, zeigt sich Jürgen Walther erfreut über die
jetzigen Ankündigungen der Regierungskoalition aus Wiesbaden. 

Derzeit sind vier Windenergie-Anlagen am ehemaligen Munitionsdepot Hainhaus in Betrieb. Zwei weitere Anlagen für diesen Standort sind genehmigt und noch drei Anlagen im Antrags-verfahren.

Alle vier Windräder haben eine Gemeinsamkeit: Die Investoren und Betreiber stehen in keinerlei ursprünglichen oder weiteren Verbindungen zum Odenwaldkreis. Die Gewinne aus der Projektierung und dem Betrieb der Anlagen fließen aus Odenwaldkreis ab.

Beteiligungen

Das Odenwälder Windenergie-Modell sieht zukünftig vor, dass sich die jeweiligen Standortgemeinden - wo eine  Windenergie-Anlage geplant ist - gemeinsam mit der OREG (kommunale Beteiligung) und der Energie-Genossenschaft Odenwald (bürgerliche Beteiligung) mit diesem Modell an Projektierung und Betrieb der Windenergie-Anlagen beteiligen und aus den Erlösen der Einspeisevergütung Einnahmen für sich generieren. Somit kann die regionale Wertschöpfung im Odenwaldkreis gehalten werden und der Kreis sowie die Gemeinden profitieren davon.

Bei dieser Kooperationsform können auch Bürgerinnen und Bürger aus dem Odenwaldkreis in die Windenergie investieren. „Mit diesem Modell sind wir auf dem richtigen Weg“, sagt OREG-Geschäftsführer Jürgen Walther und verweist auf Anfragen aus anderen Landkreisen und vom Hessischen Städte- und Gemeindetag.

Bis zur Umsetzung des Windenergie-Modells muss jedoch noch auf die Vorlage des gemeinsamen Flächennutzungsplans der Städte und Gemeinden des Odenwald-kreises gewartet werden, dessen Offenlegung Anfang für 2012 geplant ist. Innerhalb eines Gemeindegebietes muss mindestens eine Vorrangzone für Windkraft ausgewiesen werden, es sei denn, mehrere Gemeinden stellen einen gemeinsamen Flächennutzungsplan auf und suchen für das gemeinsame Gebiet die für Windkraft am besten geeigneten Standorte aus.

 

05.07.2011

Modell-Region in Sachen Breitband
im Blickpunkt

Vizepräsident des Hessischen Landtages informiert sich über den Netz-Ausbau im Odenwaldkreis



Beim Breitband Hand angelegt – so lässt sich der Besuch des Vizepräsidenten des Hessischen Landtages Lothar Quanz (zweiter von links) symbolisch skizzieren. Der Politiker informierte sich vor Ort über das Projekt der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet im Odenwald beim Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG), Jürgen Walther (links). Der neue Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis (rechts) und Kreisbeigeordneter Dr. Michael Reuter (MdL) hatten Quanz in Erbach begrüßt.

Dass der Odenwaldkreis mit seinem Modellprojekt zum Ausbau der Breitband-Versorgung auf der Überholspur fährt, war zuletzt in zahlreichen Presseveröffentlichungen nachzulesen. Die Tatsache selbst wiederum rief den Vizepräsidenten des Hessischen Landtages Lothar Quanz auf den Plan, der sich ein Bild von dem inzwischen bundesweit bekannten Pilotprojekt zur Errichtung eines glasfasergestützten Breitbandnetzes im ländlichen Raum machen wollte.

Der Politiker erfuhr in Erbach durch den Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft Jürgen Walther, dass derzeit flächendeckend im Odenwaldkreis die Leerrohre für die Glasfaserkabel verlegt werden und in manchen Städten und Gemeinden schon Glasfaserkabel in die Leerrohre gezogen worden sind. Mit dem rund 300 Kilometer umfassenden Netz werden dann schon in der ersten Ausbaustufe Anschlüsse mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Die ersten Haushalte sollen im dritten Quartal 2011 angeschlossen sein. So ist der Odenwaldkreis der erste Landkreis in Hessen, der bereits drei Jahre früher sein Hochgeschwindigkeitsnetz in Betrieb nehmen wird als in der Breitbandstrategie des Landes Hessen vorgesehen.
Mit dem kommunalen Glasfasernetz können Möglichkeiten der Datenübertragung angeboten werden, wie sie in Ballungs--raum-Regionen längst üblich sind. Der vormals bestehende Rückstand des ländlichen Raumes Odenwald wird dann weitgehend aufgeholt sein.

Kreisbeigeordneter und Beauftragter für Europa-Angelegenheiten Dr. Michael Reuter (MdL) sowie Erster Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis stellten in ausführlichen Gesprächen mit dem Landtagsvizepräsidenten heraus, dass der Odenwaldkreis mit dieser Technik einen erheblichen Entwicklungs- und Standortvorsprung gegenüber vielen anderen ländlichen Regionen erhält. Das Breitbandprojekt wird dem Odenwaldkreis insbesondere in seiner wirtschaftlichen Entwicklung einen beträchtlichen Schub geben – in dieser Einschätzung waren sich die Beteiligten und der Besucher sicher.

 

05.07.2011

Breitbandprojekt liegt voll im Zeitplan

52 Prozent der Leerrohre für die Glasfaserkabel im Odenwaldkreis bereits verlegt

Kabeltrommel mit Leerrohren für die Verlegung von Glasfaserkabeln. Auf einer Trommel befinden sich 1.250 Meter Leerrohr.

VON RAINER KAFFENBERGER

Odenwaldkreis. Es läuft rund im Odenwaldkreis. Überall wird gebaggert, gepflügt gebohrt und zig Tiefbauunternehmen verlegen die Leerrohre für die Glasfaserkabel.

Über 100 Mitarbeiter in acht Bohrkolonnen, drei Pflug-Kolonnen, 20 Tiefbau-Kolonnen und zwei Kabelkolonnen sind derzeit im Odenwaldkreis unterwegs. Seit Baubeginn am 18. Oktober 2010 wurden ca. 52 Prozent der Leerrohre verlegt. Hierzu finden spezielle Kabeltrommeln Verwendung, auf denen 1.250 Meter Leerrohr mit einem Durchmesser von 50 mm aufgewickelt sind.

Und manch ein Bürger im Odenwaldkreis wundert sich über begonnene Baumaßnahmen auf Gehwegen und anderen Bauabschnitten, wo im Zuge der Kabelverlegung eine Baustelle eingerichtet wurde und nach Wochen sich dann aber nichts mehr tut. Vielerorts ragen die Leerrohre aus dem Boden, rot-weiße Absperrschilder sind an vielen Stellen in den Städten und Gemeinden zu finden.

„Dass diese Baustellen (Bohrgruben) nach dem Einziehen der Leerrohre nicht gleich wieder beseitigt werden liegt an der Verfahrenstechnik für das Verlegen von Glasfaserkabeln. Im ersten Arbeitsschritt wird der Tiefbau durchgeführt. In die geöffneten Bohrgruben die zwischen den Bohrstrecken liegen, werden zuerst die Leerrohre verlegt und entsprechend verbunden. In den letzten Bohrgruben werden dann Sockelfundamente für die neuen Multifunktionsgeräte gesetzt. Nach der Montage der neuen Gehäuse werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre eingezogen und in die aufgestellten Multifunktionsgehäuse angeschlossen. Dann erfolgt die Verbindung mit dem jeweiligen Kabelverzweiger (KVZ) der deutschen Telekom. In diesen Montagegruben findet auch das Anschließen der Technik an das öffentliche Stromnetz statt. Nach dem Abschluss des Tiefbaus wird die Oberfläche wieder entsprechend den Vorgaben hergestellt und eine Abnahme mit allen Baulastträgern (Kommune, ASV Bensheim u.a.) durchgeführt“, erläutert Wolfgang Nicklas, zuständiger Projektleiter der Brenergo GmbH, eines Tochterunternehmen der OREG. 

In einem Arbeitsgang können rund 1.200 Meter Glasfaserkabel in einem speziellen Verfahren in die Leerrohre gezogen werden. Nach dem Verlegen der Leerrohre geht dann das Einziehen der Glasfaserkabel ziemlich schnell voran. Derzeit werden in verschiedenen Kommunen bereits die Glasfaserkabel eingezogen. Nach Fertigstellung der entsprechenden Teilnetze werden die Städte und Gemeinden dann an das Glasfasernetz angeschlossen. Dies wird im 3. Quartal dieses Jahres erfolgen. „Das Projekt liegt damit voll im Zeitplan“, wie Jürgen Walther, Geschäftsführer der Brenergo, abschließend erklärt.

Informationen:

Informationen für einen breitbandigen Anschluss von bis zu 50 Mbit/s erhalten Interessierte beim Netzbetreiber HEAG MediaNet GmbH unter der Service-Nr.: 06151 709-2900 oder im Internet unter www.heagmedianet.de
Weitere Informationen zum Ausbau der Breitbandversorgung im Odenwaldkreis gibt es unter www.odenwald-breitband.de

 

27.06.2011

Groß-Bieberau hängt sich an Projekt des Odenwaldkreises

Groß-Bieberau trat spontan dem Breitbandprojekt der Odenwälder Gesellschaft „Brenergo“ bei, nachdem sich die Stadt über Jahre vergeblich um eine finanzierbare DSL-Versorgung bemüht hatte




VON RAINER KAFFENBERGER

So schnell kann’s gehen: Innerhalb von knapp 90 Minuten hat sich Groß-Bieberau über den Odenwaldkreis den Weg zum schnellen Internet geöffnet. Die Stadtverordneten ergriffen in der Sitzung in großer Einmütigkeit die Chance und traten spontan dem Breitbandprojekt der Odenwälder Gesellschaft „Brenergo“ bei, nachdem sich die Stadt über Jahre vergeblich um eine finanzierbare DSL-Versorgung bemüht hatte. Mit ins Boot sollen die Nachbargemeinden Fischbachtal und Modautal.
Auch das Fischbachtaler Parlament fasste zeitgleich mit der Sitzung in Groß-Bieberau den Beschluss, dem Breitbandprojekt des Odenwaldkreises beizutreten, beauftragte aber den Haupt- und Finanzausschuss mit der Umsetzung. Diesen Weg sparte man sich in Groß-Bieberau, wo die Stadtverordneten sofort entschieden. Einstimmig sprachen sich die Modautaler Gemeindevertreter für den Beitritt aus. Allerdings soll im nächsten Haupt- und Finanzausschuss noch über die genauen Möglichkeiten der Beteiligung gesprochen werden.

Der Abstimmung vorausgegangen waren Vorträge der beiden Geschäftsführer Jürgen Walther (Oreg/Brenergo) und Jürgen Klenk vom Asbacher Unternehmen, das für die Brenergo im Odenwald das Glasfasernetz verlegt, das die Heag-MediaNet betreibt. Beide überzeugten mit ihren Argumenten für das Projekt „Breitband für alle“, das Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit/Sekunde ermöglichen soll. Das Investitionsvolumen aller drei Kommunen liegt nach Aussagen von Klenk und Walther voraussichtlich bei 3,5 Millionen Euro, die Arbeiten könnten bis Sommer 2012 abgeschlossen sein.

Für Managementaufgaben verlangt die Odenwälder Breitbandgesellschaft einen Anteil von 1,8 Euro pro Einwohner und Jahr. Ziel sei es, eine Hundertprozentversorgung zu gewährleisten. Wenn es mit der Finanzierung klappe, an der sich auch Sparkasse und Volksbank beteiligen, könne noch in diesem Herbst der Spatenstich für die Erschließung Bieberaus erfolgen, versicherte Klenk dem ECHO.

Handelseinig wurde man sich im Bieberauer Parlament auch deshalb, weil die SPD-Fraktion einen Antrag vorbereitet hatte, dem CDU, Freie Wähler, FDP und auch Grüne zustimmen konnten. Darin wird der Beitritt unter den Vorbehalt der Abdeckung aller Risiken durch eine Landesbürgschaft gestellt. Diese Mittelvergabe erfordere eine schnelle Entscheidung, denn sie erfolge nach dem Windhundprinzip.

Eingefädelt hatte den Coup zur DSL-Versorgung Bürgermeister Edgar Buchwald (SPD), der vor einem halben Jahr im Weiler Hippelsbach über die Infrastrukturverbesserung durch die Breitbandversorgung aufmerksam wurde und erstmals mit der Oreg/Brenergo und Jürgen Walther Kontakt aufnahm. Der Groß-Bieberauer Stadtteil liegt zur Hälfte auf Odenwälder Gemarkung. Dort verlegte die Gesellschaft das Kabel, und Buchwald fragte, ob nicht der ganze Weiler ans Odenwälder Netz angeschlossen werden könne.

In einem Gespräch sei man schließlich überein gekommen, den Anschluss der gesamten Stadt Groß-Bieberau zu überprüfen, sagte Buchwald. Allerdings schied eine Kostenübernahme in Millionenhöhe durch die Stadt ebenso aus wie eine Bürgerschaft des Landkreises, der sich eine flächendeckende Versorgung auf die Fahnen geschrieben hat. Beim Breitbandgipfel in Wiesbaden Ende Mai wurden schließlich die Weichen für eine Absicherung des Landes Hessen über eine Landesbürgschaft gestellt.

Quelle: Echo Zeitungen

22.06.2011

CLEO Fachkompetenz zum Thema EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)


Diskussionsrunde mit Dr. Michael Meister und Prof. Rolf Katzenbach in Reichelsheim



Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach (Direktor der Technischen Universität Darmstad, Energy Center) und Dr. Michael Meister (stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion des Bundestages) während der Diskussionsrunde mit den Besuchern des CLEO-Diskussionsforums zum Thema EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Reichelsheim. Am 15. Juni 2011 fand in der Reichenberghalle in Reichelsheim ein Diskussionsforum zum Thema EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) statt. Zur Veranstaltung eingeladen hatte das CLEO-Netzwerk (Cluster Erneuerbare Energien Odenwald) unter Federführung der Brenergo GmbH, einer Tochtergesellschaft der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH. Dr. Michael Meister, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion des Bundestages, und Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach, Direktor der Technischen Universität Darmstadt Energy Center, konnten als Referenten gewonnen werden. Schwerpunkt des Vortrages mit anschließender Diskussion war das neue Energiekonzept der Bundesregierung und die Novellierung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Nach den Grußworten von Florian Voigt (Bereichsleiter Brenergo GmbH), Michael Vetter (Kreisbei-geordneter des Odenwaldkreises), Jürgen Walther (Geschäftsführer Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH) und Dr. Matthias Zürker (stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Bergstraße) begann Dr. Michael Meister mit der Vorstellung des neuen EEG. Die regionalen Politiker und Geschäftsführer versprachen sich durch die Veranstaltung eine gewisse Einflussnahme auf das Gesetz, das voraussichtlich am 9. Juli verabschiedet werden wird.

Schrittweiser Ausstieg aus
der Kernenergie bis Ende 2022

Nach der Nuklear-Katastrophe in Fukushima hat Deutschland die gesellschaftliche Entscheidung getroffen, seine Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu decken. Der Ausstieg aus der Atomenergie bedarf einer systemischen Neuausrichtung, welche mit Kosten und Risiken behaftet ist, aber auch die Gelegenheit für einen nachhaltigen energiewirtschaftlichen Strukturwandel bietet. Deutschland ist Vorreiter auf dem Weg in die Energieversorgung der Zukunft und hat die Chance, als erste Industrienation die Wende zu einem hocheffizienten, erneuerbaren Energiesystem zu schaffen. Die Bürger und auch die Industrienation Deutschland bauen auf die Zuverlässigkeit, dass Strom zu jeder Tages- und Nachtzeit, in jeder Menge und zu bezahlbarem Preis vorhanden ist. So sieht Dr. Michael Meister die vorrangigen Ziele bei der Novellierung des EEG in der Versorgungs-sicherheit, der Bezahlbarkeit und der Umweltfreundlichkeit.

In seinem Impuls-Referat skizziert Herr Dr. Meister, dass das Risiko eines Black-outs so gering wie möglich gehalten werden soll. Durch das Abschalten von derzeit acht der siebzehn in Deutschland existierenden Atommeiler, verzichte man auf Energiereserven, die bislang besondere Verbrauchsspitzen gedeckt haben. Diese Reserven werden fehlen, bis in etwas zwei Jahren mit dem Ausbau von regenerativen Energien und durch den Ausbau von konventionellen Kraftwerken, wie z.B. Kohlekraftwerken, Ersatz geschaffen ist. Sollte dieser Weg den Strombedarf deutschlandweit nicht ausreichend decken,
behält sich die Bundesregierung auch vor, stillgelegte Atomkraftwerke wieder ans Netz zu nehmen. Schnellere Wege beim Netzausbau erhofft man sich durch das Netzausbaube-schleunigungsgesetz, welches zukünftig zentral auf Bundesebene gesteuert wird. Bisher lag die Verantwortung
bei den Ländern. Auf diesem Weg erhofft man sich, die Genehmigungsverfahren für den Netzausbau um die Hälfte, also auf etwa fünf Jahre zu minimieren. Immerhin ist für den Umstieg auf regenerative Energien eine Trassenerweiterung um rund 4.000 Kilometer erforderlich.

Dabei soll laut Herrn Dr. Meister die Bezahlbarkeit des Stroms im Fokus bleiben. Letztendlich werden Preissteigerungen an den Verbraucher weitergegeben werden müssen. Kosteneffizienz strebt man durch intelligente Netze an, die die Verbraucherprofile kennen und auch steuern können. Erzeuger sollen ihren Strom dann ins Netz stellen, wenn er gebraucht wird. Man arbeitet hierzu an einem vernünftigen Management an neuen, effizienten System zur Stromspeicherung.

Ein weiterer Faktor bei der Novellierung des EEG ist die Klima- und Umweltverträglichkeit. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll von heute gut 17 % bis 2020 auf 35 % verdoppelt werden. Hierbei setzt man – sehr zum Leidwesen der Odenwälder Unternehmensvertretern – verstärkt auf Offshore-Parks. Erlöse aus den Auktionen der Emissionszertifikate werden für Förderprogramme und unterstützende Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Aus diesem und anderen Finanztöpfen können beispielsweise energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen unterstützt werden. Besondere Anreize werden daneben für den Handel von Öko-Strom an freien Börsen geschaffen.

Weiterer Weg

Die Bundesregierung wird die geplanten Maßnahmen mit einem konsequenten Monitoring-Prozess begleiten. Man plant eine übergeordnete und unabhängige Stelle einzurichten, die sich mit dem Erreichen der energiewirtschaftlichen Ziele Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit auseinandersetzt und kontrolliert. Der europaweite Atomausstieg wäre ein wünschenswert nächster Schritt, allerdings ist dieser kurzfristig nicht in Sicht.

Dr. Michael Meister und  Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach waren sich einig, dass viel Potenzial im Bereich der Geothermie liegt. Hierzu bedarf es allerdings noch einiger Forschungsarbeit um diese unerschöpfliche Energiereserve aus dem Erdinneren effizient für die Stromversorgung nutzen zu können.

Der Odenwald ist mit den bereits gestarteten Maßnahmen und seinem Ziel eine 100%-Erneuerbare Energie-Region zu werden auf dem richtigen Weg. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Region ist die Entstehung des „Haus der Energien“, welches derzeit durch die Energiegenossenschaft Odenwald e.G. auf dem ehemaligen Gelände der Erbacher Brauerei entsteht. Diese Einrichtung wird zukünftig der regionale Knotenpunkt für alle Strukturen und Akteure rund um das Thema zukunftsorientierte Energiewirtschaft werden.

06.06.2011

Tag der Gründung am 28.05.11

Wirtschaftsförderung positioniert den Odenwaldkreis als attraktiven Standort für Gründer


Nach der offiziellen Eröffnung des „Tags der Gründung“ stattete auch Michael Vetter (links), Kreisbeigeordneter des Odenwaldkreises, dem Messestand der Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis einen Besuch ab und informierte sich bei Gabriele Seubert (Mitte) und Alfred Guntschnigg (rechts) über das Informationsangebot für Gründer.

Weiterstadt. Chef eines eigenen Unternehmens zu werden kann eine attraktive Option sein – gerade in Zeiten des Konjunktur-aufschwungs.

Da eine Selbstständigkeit neben Chancen aber auch Risiken birgt und vieles beachtet werden muss, sind vorherige Informationen und Beratung sehr wichtig. Beides bot die Gründermesse „Tag der Gründung“ am 28.05.11 im Berufs-bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerks-kammer Rhein-Main in Weiterstadt.

Etwa 500 Gründungsinteressierte, Gründer und Jungunternehmer besuchten die Messe und nutzten die Gelegenheit, Kontakt zu den über 40 Ausstellern aufzunehmen und ihren Wissensstand im Rahmen von 21 Kurzvorträgen zu erweitern. Ausgerichtet wurde der „Tag der Gründung“ vom Kompetenznetz Gründungsberatung Darmstadt Rhein Main Neckar – einem Zusammenschluss regionaler nicht-kommerzieller Akteure, die in der Gründungsförderung aktiv sind. Die Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis unter dem Dach der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH ist bereits seit langen Jahren Mitglied des Netzwerkes und war auch an der Organisation des „Tags der Gründung“ wesentlich beteiligt.

An ihrem Messestand informierte die Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis über ihren Service für Gründer und Unternehmen und nutzte die Gelegenheit, den Odenwaldkreis als attraktiven Standort für Gründer aus dem Bereich Informationstechnologie, Handwerk, zukunftsorientierte Energiewirtschaft und dem Gesundheitswesen zu positionieren. Daneben informierten Gabriele Seubert, Geschäftsbereichsleiterin Wirtschaftsförderung, sowie Alfred Guntschnigg, Existenzgründungsberater der Wirtschaftsförderung über die Gründungsoffensive Bergstraße-Odenwald und den dazugehörigen Gründerwettbewerb, dessen dritte Runde soeben gestartet wurde. Noch bis zum 15.01.2012 können Gründer aus dem Odenwaldkreis sich an diesem Wettbewerb beteiligen und ihre Businesspläne bei der Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis einreichen, um einen der attraktiven Preise in den nachfolgenden Kategorien zu gewinnen:

  • klassische Gründer und Unternehmensübernehmer

  • Sonderpreis Gründer im Handwerk, zur Verfügung gestellt von der Handwerkskammer Rhein-Main

  • Sonderpreis „Internet/E-Commerce“, zur Verfügung gestellt von Design.3000.de, Erbach.

Speziell der Sonderpreis „Internet/E-Commerce“ stieß in Verbindung mit dem Breitbrandprojekt Odenwaldkreis auf besonderes Interesse der Standbesucher. Da aber heute kaum noch ein Geschäftsmodell auf die Nutzung des Internets verzichten kann, ist die Gewährleistung eines bezahlbaren Breitbandanschlusses auch für Gründer aus anderen Geschäftsfeldern ein wesentliches Kriterium bei ihrer Standortwahl.

26.05.2011

Zukünftige Energiepolitik im Blickpunkt

Unternehmen diskutieren am 15.06.11 in Reichelsheim mit Dr. Michael Meister (MdB) über die zukünftige Energiepolitik der Bundesregierung - Veranstaltung des Cluster Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO)

Reichelsheim. Mit der Natur- und Nuklear-Katastrophe in Japan ist eine öffentliche Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland neu entflammt und die Bundesregierung sucht derzeit mit einem neuen Energiekonzept und der Novellierung des Energieeffizienzgesetzes (EEG) nach Wegen zum Atomausstieg.

Die Neuausrichtung des EEGs hat – positiv wie negativ – direkte Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand und kann gerade in ländlichen Räumen wie dem Odenwald erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der zukunftsorientierten Wachstumsbranche im Bereich der Erneuerbaren Energien und Energie-Effizienz-Technologien haben. Aber auch auf Unternehmen aus energieintensiven Branchen werden sich nach der EEN-Novellierung auf neue Rahmenbedingungen einstellen müssen.

Um diese entscheidende Weichenstellung aktiv zu begleiten, bietet das Cluster Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO) seinen Mitgliedsfirmen – aber auch allen anderen interessierten Unternehmen in der Region – am 15.06.11 in Reichelsheim ab 15.00 Uhr ein Forum an, in dem sie die aktuellen Entwicklungen mit Dr. Michael Meister, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied der Koalitions-arbeitsgruppe „Energie“ sowie Vertretern der regionalen Politik diskutieren können. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach, Direktor des Energy Centers der TU Darmstadt.

Mit diesem Forum will das Cluster Erneuerbare Energien (CLEO) den Unternehmen aus der Region aktuelle Informationen zur EEG-Entwicklung an die Hand zu geben, damit diese ihre strategische Ausrichtung und Entscheidungen auf die zu erwartenden Regelungen in der Energiepolitik abstimmen können. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen und weitere Informationen :

Cluster Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO)
Brenergo GmbH
Corinna Jöckel
Telefon: 06062 9433-80
Mail: joeckel@oreg.de

Hintergrundinformationen zum Cluster Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO):

CLEO ist ein Kompetenznetzwerk unter der Führung der Brenergo einer Tochtergesellschaft der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH, das sich zu Aufgabe gemacht hat, die Interessen seiner aktuell rund 45 Netzwerkpartner zu bündeln und Synergieeffekte zu erzielen. Die Mitglieder erhalten Unterstützung:

- bei der Suche nach Kooperationspartnern
- durch Weiterbildungsmaßnahmen
- beim Wissens- und Technologietransfer
- durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch und Fachinformationen
- bei der Projektanbahnung und -initiierung
- beim Akquirieren von Fördermitteln
- im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

CLEO versteht sich damit als Impulsgeber, der die aktive Zusammenarbeit innerhalb des Clusters Erneuerbare Energien Odenwald fördert und damit für den Wirtschaftsstandort Südhessen erreicht, dass die Entwicklung von innovativen Energietechnologien und Know how „made in Südhesssen" forciert und der technologische Vorsprung im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energie-Effizienz weiter ausgebaut wird. Eine Mitarbeit im CLEO steht allen Einrichtungen und Unternehmen aus Südhessen, die auf dem Gebiet der regenerativen Energien, nachwachsenden Rohstoffen oder Energie-Effizienz tätig sind, offen. Das Cluster Erneuerbare Energie Odenwald (CLEO) wird vom Land Hessen und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Weitere Informationen unter: www.odenwald-cleo.de

20.05.2011

Gründerwettbewerb Bergstraße-Odenwald
Ausschreibung zur 3. Wettbewerbsrunde

Gemeinsam haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaften des Odenwaldkreises und des Kreises Bergstraße die Gründungsoffensive Bergstraße-Odenwald gestartet. Profitieren Sie als künftiger Gründer oder junger Unternehmer beispielsweise von erweiterter Beratung, Coachingangeboten und gewinnen Sie Geld und Sachpreise im Gründerwett-
bewerb der Gründungsoffensive.




Info-Flyer gibt es >> hier

>> Anmeldeunterlagen


Informationen zum Sonderpreis Internet/E-Commerce

In Kooperation mit dd





16.05.2011


Gewerbeflächendatenbank

Wirtschaftsförderung des Odenwaldkreises weist auf
die kostenfreie Einstellung von Immobilien in diese Datenbank hin

VON GABI SEUBERT

Odenwaldkreis. Unter www.hessen-flaecheninfo.de, der offiziellen Gewerbeflächen- und Gewerbeimmobiliendatenbank des Landes Hessen, können auch private Besitzer von Gewerbeimmobilien kostenfrei ihre Objekte einstellen. Diese Datenbank wird nicht nur von Gewerbeflächensuchenden aus Hessen genutzt, sondern auch von Investoren auf überregionaler und internationaler Ebene.

In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bürgermeistern hat die Wirtschaftsförderung des Odenwaldkreises unter dem Dach der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH bereits alle verfügbaren Gewerbeflächen im Kreis erfasst. Zusätzlich sind für fast alle Städte und Gemeinden im Kreis, die Gewerbeflächen ausweisen können, auch die sogenannten Kommunalinformationen hinterlegt, in dem sich Ansiedlungsinteressierte über wichtige Standortbedingungen, wie Logistikdaten, Angaben zu kommunalen Abgaben und Bevölkerungszahlen aber auch über Kinderbetreuungs- sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen kompakt informieren können. Bei den noch fehlenden Gemeinden werden diese Informationen in den nächsten Wochen noch eingestellt.

Um auch die regionale Suche nach Gewerbeflächen und –immobilien zu unterstützen, hat die Wirtschaftsförderung des Odenwaldkreises unter www.oreg.de (Menüpunkt Gewerbeflächen oder Gewerbeimmobilien) eine regionale Variante dieser Gewerbeflächen- und Gewerbeimmobilien-Datenbank eingerichtet, in der ausschließlich Objekte aus dem Odenwaldkreis angezeigt werden. „Denn: Gerade kleinere Gewerbeobjekte, wie Ladengeschäfte in den Innenstädten oder Büro- und Praxisflächen werden eher von Unternehmern und Existenzgründern aus der Region gesucht und diese wollen eine bündige Darstellung der Angebote vor Ort“,
erläutert Gabriele Seubert, Leiterin des Geschäftsbereichs Wirtschaftsförderung den Grund für diese regionale Variante.

Eintragen müssen Immobilienbesitzer ihre Angebote nur einmal unter www.hessen-flaecheninfo.de. Die Ersteinträge und auch alle Aktualisierungen, die vielleicht später noch vorgenommen werden, werden automatisch auch in die Regionalversion übernommen. Diesen für sie kostenfreien Service sollten alle Besitzer von freistehenden gewerblichen Immobilien nutzen – nicht nur im eigenen Interesse, sondern sie unterstützen damit auch das überregionale Standortmarketing für den Odenwaldkreis. <<

Kontakt:

Wirtschaftsförderung Odenwaldkreis
Odenwald-Regional-
Gesellschaft (OREG) mbH
Yvonne Uhrig
Marktplatz 1
64711 Erbach
Tel.: 06062 9433-65
Mail: uhrig@oreg.de
Internet: www.oreg.de


10.05.2011

Meinungsaustausch gewünscht

Cluster Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO) eröffnet Diskussionsforum zum Thema regenerative Energien im Odenwald

VON ANITA DICKHAUT

Das Thema regenerative Energien im Odenwald gewinnt immer mehr an Bedeutung. Auch das Interesse der Bürger zu diesem Thema nimmt stets zu. Nicht nur durch die Atomkatastrophe in Fukushima steht ein Umdenken bei der Deckung unseres
Energiebedarfes an. Bereits 2010 wurde im Kreistag der Beschluss gefasst, den Odenwaldkreis zu einer 100%-Erneuerbaren Energie-Region auszubauen. Jetzt heißt
es: Neue Wege zu gehen und die daraus resultierenden Chancen für den Odenwald zu nutzen, ihn als Energieproduktionsstandort zu entwickeln und die damit verbundenen Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

Ziel ist, die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort zu verbessern. Um robuste Energieversorgungssysteme zu etablieren, muss ein Mix aller erneuerbaren Energien erreicht werden. Die größten Potenziale liegen im Odenwaldkreis im Bereich der Biomasse und der Wind- und Sonnenenergie. Es gibt viel Ideen und Meinungen, wie zukünftig
die Energieversorgung im Odenwald aussehen kann. Diskutieren Sie mit, sagen Sie Ihre Meinung oder geben vielleicht sogar ganz neue Anregungen. Auf der Homepage
des Clusters Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO) www.odenwald-cleo.de wurde ein Diskussionsforum eingerichtet, an dem sich alle interessierten Unternehmen (auch wenn sie kein Mitglied des Clusters sind) sowie Mitbürgerinnen und Mitbürger beteiligen können.


10.05.2011

Marketing für den Standort Odenwaldkreis

Investition: Odenwaldkreis erhält vom Land Hessen fast 140.000 Euro für ein Standortkonzept

VON RAINER KAFFENBERGER

Odenwaldkreis. „Der Odenwaldkreis soll mehr als bisher von der Dynamik der wirtschaftsstarken Region Rhein-Main-Neckar, deren Teil er ist, partizipieren. Deshalb beteiligt sich das Land mit 137. 900 Euro an der Entwicklung eines Konzepts zur Standortvermarktung“, teilte der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch vergangene Woche mit.

Das Land trägt damit die Hälfte der Gesamtkosten des zukünftigen Standortmarketings, das vorerst bis 2013 befristet ist. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und gehen, ergänzt um Mittel des Odenwaldkreises, an die Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH.

Stärken der Region

Als Stärken des Odenwaldkreises sieht Minister Posch das Reservoir an gut ausgebildeten Fachkräften, niedrige Grundstückspreise und ein günstiges Finanzierungsumfeld. Diese sollen durch ein Marketingkonzept, das in den nächsten Wochen entwickelt wird, herausgearbeitet werden.

Bei der Vermarktung des Wirtschaftsstandorts werden auch die Verkehrsinfrastruktur, die sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat und besonders das im Aufbau
befindliche Hochgeschwindigkeits-Datennetz, kommuniziert.

Maßnahmen

„Das wichtigste inhaltliche Ziel des zukünftigen Standort-marketings ist daher, den Odenwaldkreis als attraktiven, leistungsstarken und zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort zu positionieren, der speziell für entwicklungs- und wissens-intensive Branchen sowie als Kompetenzregion in den Branchen Kunststoffverarbeitung, Erneuerbare Energien/
Energie-Effizienz-Technologien und Gesundheitswesen erhebliche Standortvorteile für Unternehmen aus diesen Bereichen besitzt. Zusätzlich soll anhand des Pilotprojekts „Schnelles Internet für den Odenwaldkreis“ deutlich gemacht werden, dass der Kreis und seine Wirtschaftsförderungs-gesellschaft bereit und in der Lage sind, Standortnachteile entschlossen anzugehen und unkonventionelle Lösungen zu finden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der ansässigen Unternehmen zu sichern und zu steigern, erläutert Gabriele Seubert, die Leiterin des Geschäftsbereichs Wirtschaftsförderung der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH.




24.03.2011

Modellprojekt KlimaRegio „Darmstadt-Dieburg – Odenwaldkreis“ startet durch

Darmstadt-Dieburg/Odenwaldkreis. Bei der Auftaktveranstaltung diskutierten Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus beiden Landkreisen über zukünftige Klimaschutzmaßnahmen vor Ort

Dr. Peter Moser, deENet (Projekt begleitende Fachbetreuung), 1.KB Christel Fleischmann (LaDaDi), Landrat Dietrich Kübler (ODW), Rüdiger Schweer, HMUELV Referatsleiter Klimaschutz und Klimawandel (v.l.)

Die KlimaRegio-Auftaktveranstaltung im Kreishaus Kranichstein war ein weiterer wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in Südhessen. Nachdem im Januar 2011 die beiden Landkreise Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis für ihre Bemühungen im Klimaschutz als KlimaRegio vom Hessischen Umweltministerium ausgezeichnet wurden, starten nun die Erarbeitung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen vor Ort. Zunächst stehen investive Maßnahmen im Schul- und Gebäudebereich im Vordergrund. So sollen mit dem Umbau des Lüftungssystems im Kreishaus in Kranichstein rund 350 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Im Odenwaldkreis steht die Sanierung von Heizungsanlagen in Schulgebäuden im Vordergrund. So werden Ölkessel aus den 1980er Jahren durch innovative Pellet- und Holzhackschnitzelanlagen ersetzt. Dadurch können an der Rodensteinschule in Fränkisch-Crumbach sowie an der Carl-Weyprecht-Schule in Bad König und weiteren Maßnahmen etwa 500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
Rüdiger Schweer vom hessischen Umweltministerium verdeutlichte die Intention des Förderprogramms: „Mit dem Modellvorhaben KlimaRegio wird gemeinsam mit den beteiligten Landkreisen ein neuer Förderansatz für den Klimaschutz erprobt. Die CO2-basierte Förderung ist ein Novum in Hessen. So sollen Maßnahmen aufgespürt werden, die mit überschaubaren Investitionen und niedrigen Kosten eine möglichst hohe CO2-Einsparung erzielen. Damit soll ein Beitrag für die Wertschöpfung vor Ort geleistet und die Vorbildfunktion der Landkreise gestärkt werden.“

Der Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Klaus Peter Schellhaas, betont, dass der Kreis sich seiner Verantwortung für den Klimaschutz stellt und sich aktiv die Einsparung von CO2 engagiert. „Investitionen in die energetische Sanierung sind Investitionen in die Zukunft, sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht“, so der Landrat.

Der Umweltdezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann, ergänzt: „Um den Klimawandel zu bremsen und den CO2-Ausstoß zu verringern, sind Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien ein Gebot der Stunde. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg geht hier mit gutem Beispiel voran. Wir orientieren uns bei unseren Neubauten und bei den Sanierungen kreiseigener Gebäude insbesondere auch den Schulen am Passivhaus-Standard.“

Landrat Dietrich Kübler erkennt hier die Chancen: „Gerade die ländliche Struktur des Odenwaldkreises kann uns helfen, im Klimaschutz auch ambitionierte Zielsetzungen wie die bilanzielle Eigenversorgung des Kreisgebietes mit Strom und Wärmeenergie zu erreichen. Mit den angestoßenen Maßnahmen der Kreisverwaltung sowie privatwirtschaftlichen Initiativen zu  erneuerbaren Energien und Energie-Effizienz kann sich die Region als Kompetenzstandort etablieren und regionale Wertschöpfung in dieser jungen Branche sichern.“
Dr. Peter Moser vom Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet), welches das KlimaRegio-Projekt fachlich begleitet, verdeutlichte den umfassenden Charakter von Klimaschutzprojekten: „Klimaschutz erschöpft sich nicht in der Umsetzung von einzelnen technischen Maßnahmen. Wenn es uns ernst ist, müssen wir an einer umfassenden Reduktion der Treibhausgase arbeiten. In der Konsequenz sind alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche auf ihren Beitrag zum Klimaschutz zu überprüfen. Die Landkreise können hierbei Impulsgeber und Moderator von Veränderungsprozessen in Gesellschaft und Wirtschaft sein.“

Hintergrund: KlimaRegio - Leuchttürme für den Klimaschutz
Mit dem hessischen Modellvorhaben "KlimaRegio - Leuchttürme für den Klimaschutz" soll der aktive Klimaschutz durch vorbildliche kommunale Anwendungsfälle, so genannte KlimaRegio-Projekte, in zunächst zwei KlimaRegionen unterstützt werden. Im Januar 2011 hatte Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die beiden Landkreise Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis als eine von zwei KlimaRegionen ausgezeichnet. Bei den KlimaRegio-Projekten sollen innovative Maßnahmen und Systemlösungen mit einem hohen CO2-Einsparpotenzial zur Anwendung kommen. Bis zu einer Million Euro an Fördermitteln stehen in den kommenden zwei Jahren bereit.

Bei Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Landkreis Darmstadt-Dieburg
Roswitha Flemming, Umweltreferentin, Büro Kreisbeigeordneter,
Telefon 06151-881-1503, r.flemming@ladadi.de

Holger Gehbauer, technischer Betriebsleiter, Gebäudemanagement, Eigenbetrieb Da-Di-Werk,
Telefon 06151-881-2451, h.gehbauer@ladadi.de

Odenwaldkreis
Florian Voigt, Bereichsleiter BRENERGO (Gesellschaft für Breitband und regenerative Energien mbH),
Telefon 06062-9433-82, voigt@brenergo.de

23.03.2011

Preisverleihung des Gründerwettbewerbs Bergstraße-Odenwald am 22.03.2011

Gewinner der zweiten Runde des Businessplan-Wettbewerbs in Wald-Michelbach ausgezeichnet –
dritte Runde beginnt im Spätsommer


Gewinner des Odenwaldkreises:
Von links nach rechts: Jürgen Walther (Geschäftsführer der OREG), Alexander Schäfer (Volksbank Odenwald eG), Anja Hofmann-Thielsch (Suitsuit Deutschland, 3. Platzierte), Staatssekretär Steffen Saebisch, Armin Arras (Hardthof-Eis, Sonderpreis „Handwerk“) Günter Hanst (Sparkasse Odenwaldkreis), Thomas Storck (ZAK Türen GmbH, 2. Platzierter), Dietrich Kübler (Landrat des Odenwaldkreises), Gabriele Seubert (Geschäftsbereichsleiterin Wirtschaftsförderung/OREG), Dr. Matthias Wiemers (Geschäftsführer Handwerkskammer Rhein-Main), Florian Hirschmann (Forstunternehmen Hirschmann GbR, Gewinner des Gründerwettbewerbs)

Im Februar endete die Einreichungsfrist für die zweite Runde des Gründerwettbewerbs der Gründungsoffensive Bergstraße-Odenwald und nun feierten am 22.03.2011 die Initiatoren, die Odenwald Regional-Gesellschaft (OREG) mbH und die Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) die Preisverleihung in Wald-Michelbach in den Räumlichkeiten der Sparkasse Starkenburg.

Nach dem Entscheid der Jury, in der namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft vertreten sind, belegen im Odenwaldkreis Sascha und Florian Hirschmann mit ihrem Forstunternehmen FSH GbR aus Michelstadt/Vielbrunn, Thomas Storck für die Übernahme der ZAK Türen GmbH Bad-König/Zell sowie Anja Hofmann-Thielsch aus Erbach mit ihrem Unternehmen Suitsuit Deutschland die ersten drei Plätze. Der Kreis Bergstraße vergibt seine ersten drei Plätze getrennt. Der Sonderpreis zum Thema „Gründung im Handwerk“, geht im Odenwaldkreis an Armin Arras, dem Inhaber von Hardhof-Eis aus Reichelsheim. „Insgesamt wurden 32 Wettbewerbs-beiträge in die Juryauswahl genommen, der große Zuspruch lag deutlich über unseren Erwartungen“, erläutert WFB-Geschäftsführer Dr. Carl-Christian Beckmann. „Über 20.000 Euro bekommen die Gewinner aus beiden Kreisen als Geld- und Sachpreise für ihre viel versprechenden Geschäftsideen“, fügt OREG-Geschäftsführer Jürgen Walther hinzu.

Die Gäste begrüßten Matthias Wilkes, Landrat Kreis Bergstraße, Dietrich Kübler, Landrat des Odenwaldkreises sowie der Gastgeber, Jürgen Schüdde, Direktor der Sparkasse Starkenburg. Die Laudatio für die Gewinner sprach Staatssekretär Steffen Saebisch vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Die Preise wurde von Dr. Carl-Christian Beckmann und Jürgen Walther übergeben.

Ab Spätsommer 2011 startet die dritte Runde des Gründerwettbewerbs. Den Grundstein hierfür wurde kurz vor der Preisverleihung gelegt, als Staatssekretär Saebisch den Förderbescheid über rund 200.000 Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Weiterführung der Gründungsoffensive bis 2013 an die beiden Landräte und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaften übergab.





Übergabe des Fördermittelbescheids zur Verlängerung der Gründungsoffensive Bergstraße-Odenwald bis 2013 durch Herrn Staatssekretär Steffen Saebisch, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (3. v.l.) an (v. l. n. r.) Dr. Carl-Christian Beckmann, Geschäftsführer der Wirtschafts-region Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, Matthias Wilkes, Landrat des Kreises Bergstraße, Dietrich Kübler, Landrat des Odenwaldkreises und Jürgen Walther, Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH.




25.02.2011

Leistungen für Unternehmen aus einer Hand

Wirtschaftsförderung im Odenwaldkreis neu aufgestellt – Einrichtung einer Kommission folgt

Erbach. Seit Beginn dieses Jahres steht den Unternehmen im Odenwaldkreis für alle ihre Anliegen der Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung – ehemals Wirtschaftsservice - im Hause der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung. Diese Fokussierung folgt einem Beschluss des Kreistags vom Dezember 2010, der zwischenzeitlich in die Tat umgesetzt worden ist.
Die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik des Landkreises sowie die Aufgaben der Regionalentwicklung und das Controlling verbleiben - direkt dem Landrat unterstellt - in der Kreisverwaltung. Die regionalen Unternehmen bekommen durch die Neuaufstellung zukünftig ein institutionelles Recht des Mitwirkens auf Kreisebene: Im Frühsommer wird, als offizielles Gremium nach der Hessischen Landkreisordnung, eine Wirtschaftskommission unter Leitung von Landrat Dietrich Kübler einberufen, in der Mitglieder der Kreistagsfraktionen gemeinsam mit Vertretern der regionalen Wirtschaft regelmäßig über Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Odenwaldkreis beraten. Sie geben Empfehlungen gegenüber dem Kreisausschuss und damit letztlich auch dem Kreistag. Die politisch Verantwortlichen versprechen sich dadurch einen starken Impuls für die heimische Wirtschaft und einen Schub für den Wirtschaftsstandort Odenwaldkreis.

Auf Anregung der IVO gingen der Neuordnung der Wirtschafts-förderung intensive Gespräche mit der Kreisverwaltung und dem Wirtschaftsservice der OREG voraus. Als der Odenwaldkreis 2002 erstmalig eine Wirtschaftsförderung einrichtete, wurden die Aufgabenbereiche zwischen der Abteilung Wirtschaftsplanung in der Kreisverwaltung und Wirtschaftsservice bei der OREG aufgeteilt. Die Verantwortung für die strategischen Teile der Wirtschaftsförderung lag bei der Wirtschaftsplanung, um die unternehmensnahen Belange kümmerte sich der Wirtschaftsservice. Diese Aufteilung bewährte sich etliche Jahre gut, erschien Außenstehenden im Laufe der Zeit aber nicht mehr ausreichend transparent. Zudem führten neu hinzukommende Aufgaben öfter zu kaum vermeidbaren Überschneidungen zwischen beiden Stellen.
Unter Federführung von Landrat Dietrich Kübler wurde mittlerweile ein Konzept zur Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung mit dem Ziel erstellt, alle Aufgaben im ehemaligen Wirtschaftsservice zu bündeln und hier die zentrale Anlaufstelle für die Betriebe zu verankern.
Unter der Leitung von OREG-Geschäftsführer Jürgen Walther und der für den Geschäftsbereich verantwortlichen Gabriele Seubert wird sich die Wirtschaftsförderung nach wie vor die Bestandspflege mit Betriebs- und Fördermittelberatung sowie der Vermittlung von Kontakten zu anderen Unternehmen, Hochschulen oder Einrichtungen der überregionalen Wirtschaftsförderung annehmen. Weitergeführt werden unverändert auch der Bereich Existenzgründungsförderung sowie der Bereich Fachkräftesicherung mit der Qualifizierungsoffensive und dem Arbeitgeberservice im Auftrag des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis.
Neu hinzu gekommen ist im Januar dieses Jahres auch die Verantwortung für das gesamte Standortmarketing, das in enger Zusammenarbeit mit allen Städten und Gemeinden des Kreises sowie den Vertretern der regionalen Wirtschaft entwickelt wird. Dazu zählen die Gewerbeflächenvermarktung und die Betreuung von Investoren.

Die Verwaltung des Odenwaldkreises nimmt unter Leitung von Thomas Möschner die Aufgaben der strategischen Planung, Regional- und Kreisentwicklung und Europa sowie die Geschäftsführung der Wirtschaftskommission wahr. Möschner ist auch Ansprechpartner für die Odenwald-Akademie, die für den Odenwaldkreis die Verbindung zur Technischen Universität in Darmstadt pflegt.

Kontakt:

Wirtschaftsförderung
 Odenwaldkreis
c/o OREG mbH
Gabriele Seubert
Marktplatz 1
64711 Erbach
Tel.: 06062 9433-62
Fax: 06062 9433-66
E -Mail: seubert@oreg.de

Kontakt:

Kreisausschuss des Odenwaldkreises
Strategische Planung, Regionalentwicklung und Europa
Thomas Möschner
Michelstädter Str. 12
64711 Erbach
Tel.: 06062 70-387
Fax: 06062 70111-387
E-Mail: t.moeschner@odenwaldkreis.de


17.02.2011

Erinnerung an Nominierungsfrist für „Ausbildungs-Macher”

Vorschläge noch bis Montag, 28. Februar, bei der Oreg einzureichen

Der Kreisausschuss erinnert gemeinsam mit der Wirtschafts-förderung der Odenwald-Regional-Gesellschaft (Oreg) mbH an den Bewerbungsschluss für die Auszeichnung „Ausbildungs-Macher“, der für Montag, 28. Februar 2011, festgelegt ist. Bis dahin können nicht nur Firmen, sondern auch Auszubildende selbst sowie deren Eltern Odenwälder Firmen nominieren, die besonders engagiert ausbilden. Auch der Wirtschaftsbeirat des Odenwaldkreises kann Nominierungen aussprechen, dagegen sind Eigenbenennungen nicht möglich.

Die Auszeichnung, früher als „Ausbildungs-Sigi“ bekannt, wird an Unternehmen vergeben, die Ausbildungsplätze in Anzahl (Ausbildungsquote) und Qualität (Prüfungsergebnisse) über das vergleichbare Niveau hinaus geschaffen haben, Auszubildende durch spezifische und innerbetriebliche Ausbildung (Schulung, Seminare) fordern und fördern, im Verbund mit anderen Betrieben zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten oder andere Firmen anregen, selbst Ausbildungsstellen zu schaffen.

Vorschläge können bei der Oreg eingereicht werden; der dafür erstellte Nominierungsbogen kann bei Gabriele Seubert, Marktplatz 1, 64711 Erbach, Telefon 06062 943362, E-Mail: seubert@oreg.de angefordert, aber auch im Internet abgerufen werden: www.odenwaldkreis.de / Rubrik „Verwaltung“ – „Ausbildungs-Macher 2011“.

01.02.2011

Zuverlässiger Partner für das schnelle Internet

HEAG MediaNet GmbH wird Betreiber für das Breitbandnetz im Odenwaldkreis



Strahlende Gesichter: Udo Klenk (Geschäftsführer des bauausführenden Unternehmens Klenk und Sohn GmbH), Brenergo-Geschäftsführer Jürgen Walther, Friedebert Helfrich (Vorsitzender der Geschäftsleitung der HEAG MediaNet GmbH) und Dipl. Ing. Markus Nickel (Geschäftsführer der HEAG
MediaNet GmbH)

VON RAINER KAFFENBERGER

Modautal/Erbach. Nach einer europaweiten Ausschreibung für den Betrieb des Breitbandnetzes im Odenwaldkreis, erhielt
nun die in Darmstadt ansässige HEAG MediaNet GmbH den Zuschlag. Damit werden das gesamte Leitungsnetz und die entsprechende Infrastruktur an die HEAG MediaNet GmbH als Carrier (Netzbetreiber) vermietet. Die Dauer der Vermietung des Netzes ist vertraglich auf 20 Jahre festgelegt. Die HEAG MediaNet betreibt seit dem Jahr 2000 bereits das im Odenwaldkreis vorhandene „Behörden-Intranet-
Odenwaldkreis“.

Bei der Vertragsunterzeichnung am 28. Januar, zeigte sich Friedebert Helfrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der HEAG MediaNet GmbH, sichtlich erfreut über die Vergabe des Breitbandnetzes im Odenwaldkreis an sein Unternehmen: „Wir freuen uns, dass wir, die HEAG MediaNet GmbH, als zukünftiger Netzbetreiber den Zuschlag erhalten haben. Mit dem Betrieb dieses Netzes werden innovative Dienstleistungsangebote im Bereich Internet- und Sprachdienste im Privat- und Businessbereich den regional ansässigen Firmen, Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern im Odenwaldkreis angeboten. Mit flexiblen, sicheren und kosteneffizienten Lösungskonzepten im Bereich der Telekommunikation und Internet sind wir bereits seit Firmengründung erfolgreich am Markt tätig“.

Standortvorteil Breitband

„Mit der HEAG MediaNet GmbH haben wir den richtigen Partner im Boot um den Bürgern im Odenwaldkreis ein hochmodernes Breitbandnetz auf der Basis der Glasfasertechnologie zur Verfügung stellen zu können. Das zukunftsfähige Daten-leitungsnetz, mit einer Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit/Sekunde, wird sich positiv auf die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Odenwaldkreis und die wichtigen Bereiche Wirtschaft, Gesundheitswesen/Pflege, Bildung, Forschung, Verwaltung, Bürger, Immobilen und öffent-
liche Sicherheit auswirken. Der flächendeckende Ausbau des Breitbandnetzes ist neben der Modernisierung der Odenwaldbahn die wichtigste Investition in die Zukunfts-fähigkeit des Odenwaldkreises. Damit ist das Breitbandprojekt Odenwaldkreis der Faktor im Bereich Standortmarketing für die
Region. Das Breitbandprojekt Odenwaldkreis ist Modellprojekt des Landes Hessen und sorgt auch bundesweit für enormes Aufsehen und Anerkennung, wie viele Nachfragen aus anderen Landkreisen bestätigen“, erläutert Brenergo-Geschäftsführer Jürgen Walther.

Die Einnahmen zur Projektfinanzierung des Glasfasernetzes werden durch die Vermietung an die HEAG MediaNet GmbH generiert. Dabei wird die Brenergo, ein Tochterunternehmen der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG mbH), stets im
Besitz des Netzes bleiben und damit die Einflussmöglichkeit haben, die Infrastruktur den stetig wachsenden Anforder-ungen der Zukunft anzupassen und diesen gerecht zu werden. Die HEAG MediaNet GmbH findet ein flächendeckendes Netz vor, das ihr den Zugang in alle Haushalte ermöglicht. Damit hält sie mit der Entwicklung Schritt und kann somit den Kunden die notwendigen Datenübertragungsraten, auch bei Steigerungen von zu erwartenden 500 bis 800 Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren, anbieten.

Zügiger Ausbau

Zum flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes werden, im Bereich der vorhandenen Kabelverzweiger der Deutschen Telekom AG, Multifunktionsgehäuse (MFG) gesetzt, welche mit Glasfaserkabel angesteuert und über Kupferkabel mit dem Telekom-Verteiler verbunden werden. Über das so entstehende Netz sind dann Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit/Sekunde möglich. Vorgesehen ist, dass im Sommer 2011 die ersten Breitbandanschlüsse für Haushalte zur Verfügung stehen. Welche Haushalte dann angeschlossen werden können, erfahren Interessierte beim Netzbetreiber HEAG MediaNet GmbH. Ab Ende 2011 haben dann alle 44.300 Haushalte im Odenwaldkreis die Möglichkeit, das auf Glasfasertechonolgie basierende Netz mit den angebotenen Diensten zu nutzen.

HEAG MediaNet

Die HEAG MediaNet ist ein Unternehmen der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE AG). Seit der Gründung im Jahre 1996 hat sich die HEAG MediaNet vom Infrastruktur- und Service-Provider zum Lösungsanbieter für alle Fragen der Unternehmenskommunikation entwickelt. Sie konzipiert für ihre Kunden flexible, sichere und kosteneffiziente Lösungs-konzepte. Ziel der HEAG MediaNet ist es, den Kunden bei der
stetigen Weiterentwicklung ihrer geschäftlichen Anforderungen und Visionen zu unterstützen.

Das Produktportfolio reicht von Internet- und Sprachdiensten für den Privat- und Businessbereich, Bereitstellung und Wartung von Telefonanlagen jeder Größenordnung über gemanagte Services und Netzwerktechnologien (VPN) mit integrierten Sicherheitskonzepten, Virtualisierungskonzepten bis hin zu Hosting-, Colocations- und Rechenzentrums-dienstleistungen. Die Infrastruktur und die drei Firmenstand-orte bilden die Basis für die ITK-Dienstleistungen der HEAG MediaNet. Zu den Kunden gehören kleine bis mittelständische Unternehmen bis hin zu namhaften, überregional sowie international operierenden Unternehmensnetzwerken. Mit dabei sind u.a. das Elisabethenstift Darmstadt, der Pharmakonzern Merck und das Klinikum Darmstadt, sowie die Volksbank Odenwald e.G. und die Sparkasse Odenwaldkreis.

Informationen:

Informationen über den zukünftigen schnellen Internetzugang im Odenwaldkreis, finden Interessierte im Internet unter www.heagmedianet.de

Weitere aktuelle Informationen zum Ausbau der flächen-deckenden Breitbandversorgung gibt es im Internet unter www.odenwald-breitband.de



01.02.2011

Der Odenwaldkreis zählt zu den
ausgewählten Klima-Regionen in Hessen

Landesregierung: Umweltministerin Lucia Puttrich ernennt Zusammenschluss der Landkreise Odenwald und Darmstadt-Dieburg

PRESSESTELLE LANDRATSAMT



Die Ernennung des Odenwaldkreises zur ausgewählten Klima-Region in Hessen erfolgte dieser Tage in Wiesbaden. Landes-Umweltministerin Lucia Puttrich überreichte die entsprechende Urkunde an Landrat Dietrich Kübler.


Wiesbaden / Odenwaldkreis.
Die Hessische Landesregierung unterstützt hessische Landkreise beim Klimaschutz. Umweltministerin Lucia Puttrich hat den Landkreis Gießen und den Zusammenschluss der Landkreise Odenwald und Darmstadt-Dieburg am 25. Januar 2011 in Wiesbaden zu „Klima-Regionen“ ernannt. „Jede eingesparte Tonne Kohlendioxid macht sich für diese Landkreise zukünftig bezahlt“, sagte die Ministerin. Bis zu einer Million Euro an Fördermitteln stehen in den kommenden zwei Jahren bereit, um diesen Landkreisen bei eigenen investiven Vorhaben jede eingesparte Tonne Kohlendioxid zu „vergüten“.

Wie das Umweltministerium berichtet, folgt die Förderung der beiden Klima-Regionen einem innovativem Ansatz: Gefördert wird nicht ein Anteil der Investitionskosten, sondern die Klimaeffizienz der Vorhaben. Für die Förderung der einzelnen Projekte der beiden Klima-Regionen wird die nachgewiesene CO2-Minderung über fünf Jahre errechnet. Für die ersten 100 Tonnen CO2-Vermeidung pro Jahr erhält der Landkreis dann jeweils 100 Euro pro Tonne. Für jede weitere Tonne bis zu 500 Tonnen vermiedenes CO2 gibt es 50 Euro. Für jede CO2-Vermeidung über 500 Tonnen pro Jahr werden 25 Euro gezahlt. Klimaschutz sei nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Teilnehmer finanziell attraktiv, merkte Puttrich an. Das Umweltministerium stelle beiden Regionen eine Fachstelle zur Seite, die sie bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Vorhaben unterstützt.

Aktiver Klimaschutz

Wichtig sei, den Klimaschutz nicht nur global, sondern vor allem lokal voranzubringen, so die Ministerin. „Die drei Landkreise haben sich mit der Teilnahme im Modellvorhaben ,Klima-Regio’ vorgenommen, lokalen Klimaschutz aktiv durchzuführen. Sie haben sich dazu bekannt, innerhalb eines langfristigen Klima-Aktionsplans investive Vorhaben mit optimierter Technik zu planen und umzusetzen“, fügte Puttrich hinzu. Beispiele zeigten, dass es möglich sei, mit der Umstellung des Heizungsmanagements in Schulen rechnerisch bis zu 2.000 Tonnen Kohlendioxid in fünf Jahren einzusparen oder auch bei der energetischen Modernisierung von großen Wohnhäusern erhebliche Einsparpotenziale zu realisieren.

„Durch die KlimaRegio wollen die Kreise ihrer Verantwortung im internationalen Klimaschutz gerecht werden, denn dieses globale Problem kann nur durch lokale Maßnahmen gelöst werden. Zudem sehe ich große Chancen für den ländlichen Raum, mit einem beherzten Engagement für Klimaschutz, Energieeinsparungen und regenerative Energien regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu generieren“, erklärte Landrat Dietrich Kübler bei der Ernennung und Überreichung der Urkunden in Wiesbaden. Das Projekt „KlimaRegio“ ist eine von 55 Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts Hessen 2012. Weitere sind beispielsweise die „BioRegios Holz“, der Energiesparwettbewerb „BioEffizienz-Dorf Hessen“ des Umweltministeriums oder das Projekt „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz.<<



 
 
 

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