CORONA - Hilfe für Unternehmen

Informationen über Maßnahmen für betroffene Unternehmen

Mit dem seit dem 01.08.2020 gültigen Programm erhalten kleinere und mittlere Unternehmen auf Antrag nicht rückzahlbare Zuschüsse, wenn sie trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten während der Pandemie (weiter) ausbilden.

Die Förderung umfasst

  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 € für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten und 3.000 € wenn sie ihr Ausbildungsniveau erhöhen.
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 75% der Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt
  • Übernahmeprämien in Höhe von 3.000€ an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Unternehmen übernehmen

Die Administration des Programms wurde der Bundesagentur für Arbeit übertragen. Die Antragsunterlagen für die Arbeitgeber sollen in Kürze auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de im Bereich für Unternehmen zur Verfügung stehen. Das Programm endet am 30.06.2021.

Weitere Informationen unter www.bundesregierung.de/breg-de/suche/ausbildung-corona-1763542

Am 15. Juli 2020 ist vom BMWi ein Eckpunktepapier zur „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ veröffentlicht worden. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten  im Zeitraum Juni bis August 2020 und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer. Die Antragsfrist wurde jetzt bis zum 30.09.2020 verlängert.

Weiterführende Informationen (antragsberechtigte Unternehmen, Höhe des Zuschusses, förderfähige Kosten etc.) können Sie dem Eckpunktepapier und auf der Seite Fragen und Antworten zum Bundesprogramm „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ des Hessischen Wirtschaftsministerium www.wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/ueberbrueckungshilfe-0 entnehmen.

Bitte nehmen Sie zeitnah Kontakt mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer auf und sprechen Sie mit ihm das Vorgehen ab.

Bosch stellt interessierten Unter­nehmen, speziell aus dem Odenwaldkreis, Konstruktionszeichnungen für Maschinen zur Herstellung von Behelfs-Mund-Nasen-Schutz-Masken kostenlos zur Verfügung. Die Maschinen bilden eine Fertigungsstraße, die voraussichtlich täglich mehr als 100.000 solcher Masken herstellen kann. Diese Masken können nach DIN EN 14683 qualifiziert werden.

Bundesweit haben bereits 35 Unternehmen Interesse gezeigt, dieses Angebot zu nutzen – entweder durch Bau der Maschinen und Errichtung der Fertigungsstraße oder weil sie selbst die Fertigung inklusive Vertrieb der Masken übernehmen wollen. Claus Lau, der Leiter des Bosch Rexroth-Werks in Erbach, würde sich ausdrücklich freuen, wenn Unternehmen aus dem Odenwaldkreis sich hierdurch neue Einnahmefelder erschließen könnten.

Weitere Informationen zu dem Angebot von Bosch und Ansprechpartner finden Sie hier www.hessenmetall.de/service-fuer-mitglieder/best-practice-bosch.html

Zur Abdeckung des Liquiditätsbedarfs in der für viele Einzel- und Kleinunternehmen existenzbedrohlichen Wirtschaftslage in der Corona-Krise, hat die WIBank Hessen in Kooperation mit dem Land Hessen das neue Förderprodukt Hessen-Mikroliquidität gestartet.

Die Antragstellung erfolgt nicht über Ihre Hausbank, sondern direkt über die WIBank https://www.wibank.de/wibank/hessen-mikroliquiditaet/hessen-mikroliquiditaet-522074

Hier finden Sie auch alle Informationen zu dem Programm, die Antragsunterlagen und eine Aufstellung, was zusätzlich zum Antrag einzureichen ist. 

Ein technischer Hinweis: Verwenden Sie bitte nicht den Internet-Explorer als Browser für Ihre Antragsstellung. Mit diesem Browser kann es zu Fehlermeldungen während der Antragsstellung kommen und Sie müssten ggf. Ihren Antrag mehrfach einstellen.

Zum Ablauf: Setzen Sie sich bitte mit uns als regionaler Kooperationspartner der WIBank vor Antragsstellung per Mail in Verbindung setzen (g.quanz@oreg.de). Schildern Sie uns kurz Ihre Situation (Geschäftsmodell/Branche, Umsatz und Gewinn der Jahre 2018 und 2019, aktuelle Umsatzentwicklung, bereits beantragte Unterstützungs-Programmen und Status deren Bewilligung), damit wir prüfen können, ob Sie antragsberechtigt sind, bzw. Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat.

Wählen Sie im Antrag selbst dann bitte uns (Regionaler Kooperationspartner Odenwaldkreis) als Kooperationspartner aus. Wenn Sie keinen Ansprechpartner auswählen, wird die WIBank Ihren Antrag der IHK oder der Handwerkskammer zur weiteren Bearbeitung zuweisen.

Bei „Hessen-Mikroliquidität“ handelt es sich um eine Variante des bereits etablierten Förderproduktes „Hessen-Mikrodarlehen“ (das zusätzlich unverändert weiter angeboten wird!), allerdings zu deutlich verbesserten Konditionen. Hessen-Mikroliquidität kann zusätzlich zum Zuschuss Corona-Soforthilfe (seit 30.03.2020) und innerhalb der De-minimis-Beihilfe-Grenzen zusätzlich zu bereits bestehenden Hessen-Mikrodarlehen beantragt werden.

  • Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen der antragstellenden Personen (z.B. GmbH) dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben.
  • Darlehensbetrag zwischen 3 TEUR und 35 TEUR.
  • Sollzinssatz 0,75 % p.a.für die gesamte Darlehenslaufzeit.
  • Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre. Die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.
  • Eine vorzeitigeteilweise oder vollständige Rückzahlung ist ohne weitere Kosten (z.B. Vorfälligkeitsentschädigung) möglich. Teilrückzahlungen müssen in Höhe von mindestens 20% der ursprünglichen Darlehenssumme erfolgen.
  • Die WIBank kann einen Verzicht auf Rückzahlung von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50% des ursprünglichen Darlehensbetrages aussprechen, sofern die Kreditnehmenden durch Vorlage ihrer Steuerbescheide für das Jahr 2020 Geschäftsunterbrechungen und Umsatzausfälle von nicht geringer Höhe/Dauer nachweisen und diese sich aus der Corona-Krise zwingend ergeben haben.

Bitte unbedingt beachten: Hessen-Mikroliquidität soll Ihren Liquiditätsbedarf für die nächsten 6 Monate (ab dem 13. März 2020) sichern. Folgender Berechnungslogik ist hier zu folgen:

Eingabe Antragsteller/in

Erläuterung für Eingabe Antragsteller/in

fehlender monatlicher Umsatz / fehlende Einnahmen

Welchen Umsatz benötige ich derzeit monatlich um mein Unternehmen aufrecht zu erhalten bzw. meine Kosten zu decken, unter Berücksichtigung der derzeit noch vorhandenen Einnahmen?

./. monatlich bereits eingesparte Kosten

Welche Kosten können Sie durch die aktuelle Corona-Krise bereits einsparen, (wie zum Beispiel: Personalkosteneinsparung durch Kurzarbeit, geringere Kosten für Treibstoff, geringere Materialkosten, Einsparungen bei Werbung etc.)?

=  zusätzlicher monatlicher Bedarf

 

=  Finanzierungsbedarf (* 6 Monate)

 

Wenn Sie bei der Berechnung Ihres Liquiditätsbedarfs Hilfestellung benötigen:

Kunden der Sparkasse Odenwaldkreis und der Volksbank Odenwald können sich an ihren jeweiligen Kundenbetreuer wenden. Beide Banken helfen mit, damit Sie schnell und sicher durch das Antragsverfahren kommen!

Das vom Bund über die bafa vergebene Programm „Perspektivberatung“, bei dem vom Coronavirus betroffene Unternehmen für konzeptionelle und individuelle Beratungen zu 100% über die Beratungsförderung gefördert werden konnten, ist nach unserem Kenntnisstand aktuell nicht verfügbar.

Unternehmen, die konkreten Beratungsbedarf haben (auch im Bereich der Sanierungsberatung), können auf andere Förderprogramme zugreifen. Hierunter zählt auch das Programm „Förderung für unternehmerisches Know-how“, bei dem Unternehmen in Schwierigkeiten bis zu 90% des Beraterhonorars erstattet bekommen. Eine vollständige Übersicht der möglichen Förderangebote finden Sie auf den Seiten des RKW Hessens unter www.rkw-hessen.de/beratungsfoerderung/bafa-foerderung.html

Das RKW Hessen unterstützt Sie bei Bedarf bei der Suche und Auswahl des richtigen Beraters und übernimmt in der Regel auch die Antragsstellung.

Ab Freitag, dem 1. Mai 2020 können Vereine eine Förderung zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ bei dem jeweils zuständigen Ministerium beantragen.

Antragsberechtigt sind Vereine mit bürgerschaftlichem Engagement, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und die im ideellen Bereich des Vereins aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind. Die Förderung wird in Form einer Billigkeitsleistung in Höhe von maximal 10.000 Euro ausgezahlt. Eine Gewährung der Förderung ist nur dann möglich, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Verein nicht mehr in der Lage ist, aus vorhandenen Eigenmitteln laufende Ausgaben zu decken.

Nähere Infos zur Antragsberechtigung und den förderfähigen Kosten können Sie in den Richtlinien der Förderprogramms nachlesen. 

Mit unserem Beratungs-Service, den wir in Kooperation mit der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises anbieten, möchten wir die Vereine des Odenwaldkreises in die Lage versetzen, ihren Antrag formal korrekt und möglichst zügig zu stellen, damit sie schon bald auf die Gelder zugreifen können. Die Erfahrungen mit den bisherigen Corona-Hilfen des Landes zeigen, dass die Programme gewisse „Anlaufschwierigkeiten“ haben und daher sehr früh gestellte Anträge nicht immer auch am schnellsten bearbeitet werden. Auch Änderungen im Antragsverfahren kurz nach dem Start sind nicht auszuschließen, die dann ggf. eine erneute Beantragung nötig machen. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihren Antrag erst rund eine Woche nach dem Start des Programms, also nicht vor dem 7. Mai 2020, zu stellen.

Zum Ablauf:  Melden Sie sich bitte zuerst über unser Online-Formular an. Wir rufen Sie dann zurück und füllen gemeinsam mit Ihnen die Antragsvorlage aus, welche Sie anschließend für die Antragstellung nutzen können. Den genauen Rückruf-Termin nennen wir Ihnen per Mail ab dem 4. Mai 2020.

Wichtig: Bitte bereiten Sie sich vorab auf das Gespräch vor. Hierfür steht Ihnen eine Checkliste zur Verfügung.

Wir füllen die Anträge mit den von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen nach bestem Wissen und Gewissen aus. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Haftung. Bitte überprüfen Sie die Angaben nochmals kritisch, bevor Sie den Antrag abschicken.

Bitte beachten Sie: Wir wollen mit diesem Beratungs-Service, den wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen mit Förderprogrammen allgemein und mit Corona-Unterstützungen im speziellen in den letzten Wochen gesammelt haben, den Vereinen im Odenwaldkreis situativ Hilfestellungen geben. Für Vereine bleibt auch in Zukunft die Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises die erste Anlaufstelle.  

Arbeitgeber und Selbstständige können über die Seite

https://ifsg-online.de/antrag-schul-und-kita-schliessung.html

eine Entschädigung für Verdienstausfall beantragen.

Wie läuft die Antragstellung ab?

  • Arbeitnehmer*innen erhalten die Entschädigung von ihren Arbeitgebern als Lohnfortzahlung.
  • Arbeitgeber können sich die Entschädigung anschließend über den Antrag erstatten lassen. Sie können Anträge für mehrere Arbeitnehmer*innen gemeinsam stellen.
  • Selbstständige und Heimarbeiter*innen können den Antrag selbst stellen.

Der Antrag kann online oder per PDF-Datei, welche handschriftlich ausgefüllt werden kann, beantragt werden.

Wer wegen der Corona-Krise einen Verdienstausfall nach  dem Infektionsschutzgesetz (IfsG) erleidet, kann seine Entschädigung künftig online beantragen. Arbeitgeber und Selbstständige können auf der Seite https://ifsg-online.de/index.html alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen können, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Das Verfahren wurde gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium entwickelt. Hessen hat sich angeschlossen. Ein Anrecht auf Entschädigung hat, wer unter Quarantäne gestellt wird oder wegen einer eigenen Infektion nicht arbeiten darf und deshalb einen Verdienstausfall erleidet. Seit Ende März gilt die Regelung auch für Menschen, die wegen Kita- oder Schulschließungen ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können.

Die WIBank (die Förderbank des Landes Hessen) bietet in Kooperation mit dem Land Hessen das Förderprogramm „Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (hessische KMU)“ an.
Es handelt sich um ein Nachrangdarlehen, bei dem die WIBank das volle Risiko übernimmt.

Die wesentlichen Programmbedingungen sind:

  • Antragsberechtigte: Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht), die die einschlägigen KMU-Kriterien erfüllen,
  • mit Sitz oder Betriebsstätte in Hessen
  • Darlehensbetrag zwischen EUR 5.000 bis maximal EUR 500.000,
  • Laufzeitvarianten: 2 Jahre mit endfälliger Tilgung oder 5 Jahre Ratentilgungsdarlehen (Quartalstilgung) mit 2 Tilgungsfreijahren,
  • Endkreditnehmersollzinssatz einheitlich bonitätsunabhängig aktuell ab 1,00 % p.a. nom. (Der Zinssatz wird am Tag der Ausfertigung des Darlehensvertrages durch die WIBank festgeschrieben. Der jeweils aktuell gültige Endkreditnehmersollzinssatz wird auf der Homepage der WIBank veröffentlicht.).
  • Bonitätseinstufung der Hausbank: 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit vor Eintritt des zusätzlichen Liquiditätsbedarfes maximal 6,70 %,
  • Nachrangdarlehen, für das vom Endkreditnehmer keine Sicherheiten gestellt werden müssen
  • kein Verwendungsnachweis, freie Verwendung
  • zusätzliche Kofinanzierung der Hausbank im eigenen Obligo in Höhe von mindestens 20 % des bei der WIBank beantragten Nachrangdarlehensbetrages
  • die Kofinanzierung der Hausbank kann weitgehend frei strukturiert werden und vorhandene Sicherheiten des Endkreditnehmers können voll für die Kofinanzierung verwendet werden,

Wir halten dieses Programm – auch nach Rücksprache mit unseren Banken vor Ort – als effektives und praxistaugliches Instrument für alle Unternehmen, die wenig Eigenkapital haben und/oder in 2020 durch eine absehbare Verlustsituation in die Überschuldung geraten könnten. Für Risikokapital ist der Zinssatz extrem günstig. Bitte nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hausbank auf und lassen Sie sich beraten.

Arbeitgeber können, wenn Sie in einer finanzielle Notlage wegen der Corona-Krise sind, zunächst für den Zeitraum März bis Juni keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Stellen Sie daher einen Antrag an alle (gesetzlichen) Krankenversicherungen, bei denen Ihre Mitarbeiter versichert sind. Sie müssen die Stundung glaubhaft und individuell begründen, z.B. durch den Verweis auf die Anordnung des Landes oder Wegbrechen von Kundenaufträgen durch die Corona-Krise. Wenn Sie bereits Hilfen aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung (Kurzarbeitergeld, Fördermittel, KfW-Kredite) beantragt haben, weisen Sie in Ihrem Antrag auch darauf hin – dies unterstützt den Nachweis auf Ihre Notsituation.

Nach Rücksprache mit der BARMER, Herrn Weiser, Geschäftsstelle Erbach, kann der Antrag auf Stundung formlos und per Mail erfolgen. Wir gehen davon aus, dass dies auch bei den anderen Krankenkassen in dieser Form möglich ist.

Handeln Sie bitte zeitnah, da turnusgemäß die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung  fällig werden.

Diese Stundungen können zunächst längstens bis Juni gewährt werden. Eine Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht. Ein zentraler Punkt ist auch, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

Wenn Sie als Unternehmer*in freiwillig in der Gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einer Privaten Krankenkasse versichert sind, setzen Sie sich bitte wegen möglicher Hilfen direkt mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung. Hier sind die aktuellen Regelungen noch unklar; es könnten aber auch für diesen Personenkreis in den nächsten Tagen Hilferegelungen getroffen werden.

(Wir danken an dieser Stelle unserem Wirtschaftsbeirats-Mitglied Tino Klinger, Steuerkanzlei Klinger & Partner, Reichelsheim/Bad König, für seine Unterstützung bei der Informationszusammenstellung)

Unternehmen die mit dem Begriff Sondervorauszahlungen für die Dauerfristverlängerung nichts anfangen können, brauchen diesen Beitrag nicht weiter zu lesen.

Dieses Verfahren betrifft größere Unternehmen, die im Jahr mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Diese leisten i.d.R. zu Beginn des Jahres eine Sondervorauszahlungen für diese Steuerart, um Dauerfristverlängerungen zu erhalten (was die Abrechnung deutlich erleichtert). 

Unternehmen, die diese Sondervorauszahlung leisten, können jetzt durch einen Antrag die in 2020 gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herabsetzen. Anschließend erhalten die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist. Das geht auch aus unserer Erfahrung ganz unbürokratisch über ELSTER mit dem Vordruck „USt 1 H“. Dort ist in Zeile 24 auf den Wert „0“ zu setzen. Die gewährte Dauerfristverlängerung soll dabei unverändert bestehen bleiben.

(Wir danken an dieser Stelle unserem Wirtschaftsbeirats-Mitglied Tino Klinger, Steuerkanzlei Klinger & Partner, Reichelsheim/Bad König, für seine Unterstützung bei der Informationszusammenstellung)

Das Hessische Ministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 19.03.2020 mitgeteilt, dass für die Abgabe von Jahressteuererklärungen (inkl. Gewinnermittlung) in allen durch Steuerberater bearbeiteten Vorgängen für den Veranlagungszeitraum 2018 eine Fristverlängerung bis zum 31. Mai 2020  eingeräumt wird.

Individuelle Fristverlängerungsanträge sind nicht erforderlich. Desgleichen ist auch die Festsetzung von Verspätungszuschlägen bei Abgabe der ausstehenden Erklärungen bis zum 31. Mai 2020 ausgesetzt.

Zudem weisen die Finanzämter darauf hin, dass eilige Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen sowie Stundungsanträge ausschließlich über das ELSTER-Portal an die Finanzämter gerichtet werden sollen. Es soll dazu das vorhandene Kontaktformular genutzt werden. Weitergehende Unterlagen müssen den Finanzämtern nur auf ausdrückliche Anforderung übersandt werden.

Die Finanzämter bitten zugleich, dass die ausstehenden Erklärungen weiterhin zügig und kontinuierlich elektronisch an sie übermittelt werden. 

Das Kommunale Job-Center des Odenwaldkreises weist darauf hin, dass Sie trotz Selbständigkeit ggf. einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben könnten. Diese Sozialleistung orientiert sich an den Einkommens- und Vermögensverhältnissen aller Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft und sichert das Existenzminium, das Ihre aktuellen Unterkunftskosten und finanzielle Mittel zum Lebensunterhalt – abzüglich der vorhandenen Einkommensarten – beinhaltet. Die Leistungen beinhalten auch eine Pflichtversicherung zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende ist grundsätzlich für Sie zugänglich, kann jedoch keine betrieblichen Verluste auffangen oder wirtschaftliche Hilfen bereitstellen.

Bevor diese Hilfen beantragt und genehmigt werden können, müssen vorrangig andere Finanzierungsmöglichkeiten (Bankdarlehen, eigenes Vermögen, Steuerstundung etc.) eingesetzt werden. Sollten keine Bankdarlehen möglich sein (bitte ggf. die Absage Ihrer Hausbank dokumentieren lassen) und auch kein eigenes Vermögen zur Verfügung stehen, stellen Sie bitte einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Die Mitarbeiter für Selbständige im Kommunalen Job-Center erreichen Sie wie folgt:

Herr Haffelder
(Wohnorte: Erbach, Michelstadt, Oberzent, Brombachtal):
Tel.  06062/70-1563;
E-Mail: m.haffelder@odenwaldkreis.de

Herr Tritsch
(Wohnorte: Höchst/Odw., Breuberg, Bad König, Brensbach, Reichelsheim, Fränkisch-Crumbach):
Tel. 06062/70-1281
E-Mail: m.tritsch@odenwaldkreis.de

Auf der Homepage des Odenwaldkreises stehen im Bedarfsfall die Antragsunterlagen zum Download bereit: https://www.odenwaldkreis.de/index.php?id=602

Das vereinfachte Verfahren zur Beantragung des Kurzarbeitergelds ist jetzt gültig.

So können Sie das Kurzarbeitergeld beantragen:

Sie müssen zuerst den erwarteten Arbeitsausfall der Agentur der Arbeit schriftlich anzeigen. Die Anzeige muss innerhalb des Kalendermonats, in dem die Kurzarbeit beginnen soll, in der Arbeitsagentur eingehen.

Wir empfehlen Ihnen folgende Seite der Agentur für Arbeit:

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Hier sind weitergehende Informationen und Videos verlinkt, z. B. zu den Voraussetzungen zur Kurzarbeit und welche Schritte zu unternehmen sind, um Kurzarbeit anzuzeigen oder zu beantragen. Im Merkblatt „Kurzarbeit“ sind alle Informationen zusammengefasst.

Das entsprechende Formular für die Anzeige finden Sie unter

https://www.arbeitsagentur.de/datei/Anzeige-Kug101_ba013134.pdf

Der Versand der Anzeige kann dann per E-Mail an die Agentur für Arbeit erfolgen. E-Mail Adresse: Frankfurt-Main.031-OS@arbeitsagentur.de

Falls Sie Fragen zum Kurzarbeitergeld haben, wenden Sie sich bitte an die Hotline der Agentur für Arbeit:
0800 45555 20

Damit die bereits von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Hilfen gerade im Mittelstand greifen, hat nun auch das Bundesjustizministerium reagiert und will das beschlossene Hilfspaket mit einer Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020 für die betroffenen Unternehmen flankieren. 

Voraussetzung für die Aussetzung soll laut Bundesjustizministerium nun sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen oder ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen „begründete Aussichten auf Sanierung bestehen“.  Wie dies rechtssicher gelingt, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater ab. Diese Regelung kann vielen Unternehmen in Form einer Kapitalgesellschaft für die nächsten Wochen etwas Luft verschaffen.

‚Soziale Distanz‘ ist das Schlagwort der aktuellen Situation, die durch die Corona-Pandemie herbeigeführt wurde. Nicht nur das soziale Leben wird sich den Umständen entsprechend verändern, auch der Büroalltag sollte für eine wirksame Eindämmung der Pandemie auf die aktuelle Lage angepasst werden. Wie soll das funktionieren? Ein Lösungsansatz ist die mobile Arbeit oder Home-Office.

Bei der Umsetzung gibt es technische, organisatorische und rechtliche Herausforderungen, die Sie mit unserer Hilfe schnell und sicher überwinden können. Für alle Fragen rund um die Umsetzung stehen wir Ihnen zur Verfügung:

Lisa Trumpfheller, l.trumpfheller@sv.oreg.de oder telefonisch 06062 9433-31

Die Förderung von Home-Office Odenwald erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms für Ländliche Entwicklung.

Was jetzt Odenwald?  ist eine Initiative der Jungunternehmer Theresa Bartmann und Sebastian Theobald aus Wald-Michelbach, die sich die Frage gestellt haben: Wie können wir trotz Corona dafür sorgen, dass unsere regionalen Unternehmen diese Zeit möglichst gut überstehen? Die Antwort: Das Internetportal www.wasjetzt-odenwald.de auf dem Odenwälder Unternehmen ihren Weg vorstellen, ihre Dienstleistungen und Produkte – ohne eine weitere Verbreitung des Corona Virus zu riskieren – anzubieten.

Alle Unternehmen aus dem Odenwald, die „ihren“ Weg zum ansteckungsfreien Kundenkontakt gefunden haben, können dort kostenfrei ihr Angebot einstellen und so in der ganzen Region gefunden werden.

Wir empfehlen dieses Portal ausdrücklich: Zum Einstellen Ihres Angebots, zum Lernen von anderen und als Einkaufsmöglichkeit!

Für Unternehmen aus der Oberzent bieten wir als Wirtschafts-Service noch zusätzlich an: Wir unterstützen die Unternehmen aus der Oberzent bei der Erstellung Ihres Portraits für wasjetzt-odenwald.de. Bitte nehmen Sie hierfür Kontakt zu Claudia Ulrich, c.ulrich@sv.oreg.de oder telefonisch unter 06062 9433-63