CORONA - Hilfe für Unternehmen

Informationen über Maßnahmen für betroffene Unternehmen

Hessen erweitert die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Digitalisierung: Neben den bereits bestehenden DIGI-Zuschuss tritt in diesem Jahr erstmals ein Angebot zur Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte. Der Sondercall zum „DIGI-Zuschuss Quali“ wird am 18.05.2021, voraussichtlich 9.00 Uhr veröffentlicht. Das Zeitfenster zur Anmeldung für diese Förderung beträgt nur 24 Stunden.

Wie auch bei dem bereits bestehenden Förderprogramm DIGI-Zuschuss, der Investitionen in Hard- und Software fördert, werden beim DIGI-Zuschuss Quali die geltend gemachten Ausgaben mit bis zu 50 % bezuschusst, bis zu einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Antrag. Antragsberechtigte sind kleine und mittlere Unternehmen inklusive Solo-Selbstständige und Freiberufler.

Die geförderten Qualifizierungsmaßnahmen sollen den Digitalisierungsfortschritt in den Bereichen Produktion und Verfahren, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, Strategie und Organisation und/oder IT-Sicherheit des Unternehmens unterstützen bzw. flankieren und müssen mindestens einem der fünf Kompetenzbereiche des europäischen Kompetenzrahmen DigComp zuzuordnen sein:

  1. Informations- und Datenkompetenz
  2. Kommunikation und Kooperation
  3. Erstellung digitaler Inhalte
  4. Sicherheit
  5. Problemlösung.

Nicht förderfähig sind Produkt- bzw. Herstellerschulungen.

Die Einsatzmöglichkeiten für die Förderung sind breit: Es können in einem Antrag verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen gebündelt werden, die unterschiedliche Qualifizierungsbedarfe verschiedener Beschäftigter bedienen und von unterschiedlichen Weiterbildungsanbietern durchgeführt werden. So können jeweils individuell benötigte Qualifizierungen für verschiedene Beschäftigte zusammen beantragt und damit ein passgenaues Qualifizierungskonzept für das Unternehmen entwickelt werden. Auch Qualifizierungen der Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber sind förderfähig. Die Qualifizierungsmaßnahmen im Umfang von bis zu 120 Unterrichtsstunden können extern oder inhouse durch externe Weiterbildungsanbieter durchgeführt werden – vor Ort, digital oder in hybriden Formaten mit Präsenz- und Onlineanteilen. Wichtig ist, dass die Weiterbildungsanbieter über eine einschlägige Qualitätstestierung verfügen.

Zum Ablauf: Nach Freischaltung des Calls am 18.05.2021 können die Unternehmen 24 Stunden lang eine Förderung anmelden. Voraussichtlich zum 21.05.2021 teilt die WIBank mit, ob ein formaler Antrag gestellt werden darf. Danach muss das Unternehmen innerhalb von vier Wochen seinen vollständigen Antrag mit Konzept und Begründung der geplanten Weiterbildungsmaßnahme(n) einreichen. Zu diesem Zeitpunkt muss auch ein verbindliches Angebot des Weiterbildungsanbieters vorgelegt werden. Es ist ausreichend, ein Angebot einzureichen (es müssen keine zusätzlichen Angebote eingereicht werden).

Alle Informationen zum neuen DIGI-Zuschuss Quali sind ab sofort abrufbar unter:

www.wibank.de/wibank/digi-zuschuss-quali/digi-zuschuss-quali-551910

Per Rechtsverordnung werden ab dem 19.04.2021 alle Unternehmen verpflichtet, ihre Mitarbeiter einmal pro Woche einen SARS-Covid19-Test anzubieten, die nicht vollständig im Homeoffice arbeiten. Bei Unternehmen, die einen hohen Publikumsverkehr haben und/oder in medizinischen/pflegerischen Berufen tätig sind, wird die Angebotspflicht auf mindestens zwei Tests je Woche ausgeweitet.

Zulässig sind: PCR-Test, Antigen-Test, Schnelltest oder ein Selbst-Schnelltest.

Die Gewerbeaufsicht kann und wird überprüfen, ob die Unternehmen ihre Mitarbeiter entsprechend der vorstehenden Verordnung Tests anbieten (Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden). Bitte stellen Sie sicher, dass Ihrem Unternehmen ausreichend Tests zur Verfügung stehen. Die Verordnung wird ab 19.04.2021 in Kraft treten. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, bis dahin die entsprechenden Testkapazitäten für Ihr Unternehmen zu beschaffen, so dokumentieren Sie bitte die Bestellung der Tests, damit Sie den Nachweis führen können, dass Sie rechtzeitig gehandelt haben, jedoch aufgrund der äußeren Umstände die Testpflicht nicht durchführen können.

Die Kosten für die Tests in Unternehmen müssen die Unternehmen selbst tragen, das heißt, dass keinerlei staatliche Zuschüsse hierfür gewährt werden.

Bitte beachten Sie zum Thema Kosten jedoch auch, dass die Testzentren einen kostenlosten Test in der Woche durchführen. Eine Übersicht der Testzentren im Odenwaldkreis und Bezugsquellen für die Tests finden Sie unter www.odenwaldkreis.de – Kachel „Corona-Tests“.

Bitte beachten Sie, dass Sie bei minderjährigen Mitarbeitern (bspw. Auszubildenden oder Aushilfen) eine schriftliche Einverständniserklärung für die Testung der Erziehungsberechtigten einholen müssen.

Zum Abschluss noch der Hinweis: Dokumentieren Sie bitte welcher Mitarbeiter wann getestet worden ist – nur so können Sie gegenüber der Gewerbeaufsicht den Nachweis führen. Wenn sich Mitarbeiter nicht testen lassen wollen, so können/dürfen Sie die Mitarbeiter nicht dazu zwingen, ABER: dokumentieren Sie ausführlich, dass Sie dem Mitarbeiter das Testangebot unterbreitet haben, dieser das Testangebot jedoch nicht angenommen hat. Im Idealfall lassen Sie den Arbeitnehmer unterschreiben, dass ihm/ihr ein Testangebot unterbreitet worden ist, er/sie dieses jedoch abgelehnt hat.

Mit herzlichen Dank an die Steuerkanzlei Ihrig, Erbach, deren Mandantenschreiben wir als Vorlage für diese wichtige Information genommen haben.

2. Förderaufruf: Kleinbeihilfe als Unterstützung für die hessische Gastronomie kann ab 01.04.2021 bis 09.04.2021 beantragt werden

Zahlreiche hessische Gaststätten befinden sich durch die Corona-Virus-Pandemie in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Die Hessische Landesregierung möchte dazu beitragen, gastronomische Betriebe zu unterstützen und bietet daher zum zweiten Mal ein Kleinbeihilfeprogramm aus dem Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ an. Die Frist für die zweite Ausschreibungsrunde endet am 09.04.2021.

Mit dem Programm werden Betriebe in Hessen gefördert, die sowohl Speisen als auch Getränke verabreichen (Gaststätten nach § 1 HGastG). Antragsberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens 10 Millionen Euro, die einen Gaststättenbetrieb führen.

Gefördert werden Neuanschaffungen von materiellen Wirtschaftsgütern des Gastronomiebedarfes. Hierzu zählen zum Beispiel: Kühltechnik, Spültechnik, Koch- und Küchengeräte, Desinfektionsständer oder Investitionen, die zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebes erforderlich oder geeignet sind oder die die gastronomische Nutzung von Außenbereichen unterstützen. Heizgeräte für den Außenbereich sind von der Förderung ausgenommen. Für Elektrogeräte ist eine gute Energieeffizienz oder gute Umwelteigenschaften beispielsweise durch eine Produktbeschreibung des Herstellers (Produktblatt) oder auf dem Kaufbeleg darzulegen. Der Anschaffungswert (d.h. inklusive eventueller Transport-, Montage- und Anschlusskosten) muss mindestens 2.000 Euro (stets ohne USt) betragen. Die Förderung beträgt einheitlich 1.500 Euro. Der verbleibende Betrag muss aus den Eigenmitteln des Betriebs erbracht werden.

Übersteigt das Antragsvolumen die zur Verfügung stehenden Mittel, entscheidet ein Losverfahren. Betriebe, die beim ersten Aufruf Ende letzten Jahres nicht zum Zuge kamen, können jetzt mit dem zweiten Aufruf erneut einen Antrag auf Zuwendung stellen.

Anträge können unter www.wibank.de/wibank/corona-soforthilfe-fuer-gastronomiebetriebe im Download-Bereich gestellt werden. Bitte beachten Sie, dass das Antragsformular erst am 01.04. um 9 Uhr zur Verfügung gestellt wird.

Zusammenfassung lokale Firmenverzeichnisse

Auflistung von lokalen Plattformen, über die Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen ihre Dienstleistungen auch während der Corona Pandemie anbieten können.

Hier die Auflistung. 

Zur Abdeckung des Liquiditätsbedarfs in der für viele Einzel- und Kleinunternehmen existenzbedrohlichen Wirtschaftslage in der Corona-Krise, bietet die WIBank Hessen in Kooperation mit dem Land Hessen voraussichtlich ab Anfang Februar 2021 bis zum 30.06.2021 eine neue Auflage des Förderprodukts Hessen-Mikroliquidität an.

Entgegen den Förderprodukten „Überbrückungshilfe“ und „November-/Dezemberhilfe“ dient Hessen-Mikroliquidität für die Unternehmen als Umsatzersatzfinanzierung und ist nicht ausschließlich auf eine Kostenermittlung in einem vorgegebenen Zeitraum beschränkt. Das Darlehen soll sich an dem Liquiditätsbedarf für einen Zeitraum von sechs Monaten nach dem 13. März 2020 bis spätestens 30. Juni 2021 orientieren. Somit kann die antragstellende Person frei wählen, für welchen 6-monatigen Zeitraum innerhalb dieses Zeitkorridors sie den Liquiditätsbedarf beantragt und finanziert haben möchte. Ein angemessener Unternehmerlohn kann ausdrücklich mit finanziert werden.

Die Antragsstellung erfolgt nicht über die Hausbank, sondern über das Antragsportal der WIBank (www.wibank.de/wibank/hessen-mikroliquiditaet)

Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen der antragstellenden Personen (z.B. GmbH) dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben. Der Sitz des Unternehmens oder der angemeldeten Betriebsstätte muss in Hessen liegen.

  • Darlehensbetrag zwischen 3 TEUR und 35 TEUR.
    · Sollzinssatz 0,75 % p.a. für die gesamte Darlehenslaufzeit.
    · Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre. Die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.
    · Eine vorzeitige teilweise oder vollständige Rückzahlung ist ohne weitere Kosten (z.B. Vorfälligkeitsentschädigung) möglich. Teilrückzahlungen müssen in Höhe von mindestens 20% der ursprünglichen Darlehenssumme erfolgen.

Details zu dem Programm finden Sie im Merkblatt der WIBank

Zum Ablauf: Setzen Sie sich bitte mit uns als regionaler Kooperationspartner der WIBank vor Antragsstellung per Mail in Verbindung setzen (g.quanz@oreg.de). Schildern Sie uns in diesem Mail kurz Ihre Situation (Geschäftsmodell/Branche, Umsatz und Gewinn der Jahre 2018 und 2019, aktuelle Umsatzentwicklung, bereits beantragte Unterstützungs-Programmen und Status deren Bewilligung), damit wir prüfen können, ob Sie antragsberechtigt sind, bzw. Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat.

Bitte beachten: Sie benötigen für den Antrag Ihre Steuerbescheide für die Jahre 2017 und 2018 oder falls bereits der Steuerbescheid für 2019 erstellt ist, die Steuerbescheide für 2018 und 2019. Beide Steuerbescheide müssen von Ihrem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer auf ihre Echtheit durch Stempel und Unterschrift des Steuerberaters/Wirtschaftsprüfers bestätigt werden. Zusätzlich müssen Sie Ihre Steuer-ID-Nummer nennen. Ohne diese Angaben können die Anträge nicht bearbeitet werden.

Die Notfallkasse Hessen soll Schäden und Nachteile hessischer Unternehmen, die die Folgen der COVID-19-Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen hat, abmildern. Die Notfallkasse ist für Unternehmen gedacht, die ihre Schäden und Nachteile nicht aus anderen Programmen ausgleichen konnten oder denen der vertretbare Einsatz eigener Mittel bzw. die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen nicht möglich ist.

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen und Betriebe und nichtöffentliche Institutionen aller Größenklassen mit Sitz in Hessen.
  • Eine sogenannte Billigkeitskommission mit Vertreterinnen und Vertretern der Staatskanzlei, des Wirtschafts-, des Finanz-, des Innen- und des Sozialministeriums wird die Prüfung übernehmen und über die Unterstützung durch die Notfallkasse Hessen im Einzelfall entscheiden.

Die Anträge können über ein Onlineportal auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel gestellt werden: https://rp-kassel.hessen.de/

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet.

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzesder auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt.

Die Neustarthilfe richtet sich an Soloselbständige aller Branchen, die

  • ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben,
  • weniger als eine Vollzeit-Angestellte oder einen Vollzeit-Angestellten beschäftigen,
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
  • keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend gemacht haben oder geltend machen und
  • ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen haben.

Derzeit können nur natürliche Personen einen Antrag auf Neustarthilfe stellen, die ihre selbständigen Umsätze als freiberuflich Tätige oder als Gewerbetreibende für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen. In einem zweiten, späteren Schritt wird das Antragsverfahren auch geöffnet für Soloselbständige, die anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen wollen oder die alleinige Gesellschafterinnen oder alleinige Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft (d.h. Antragstellung durch juristische Personen) sind.

Alle weiteren Informationen zur Neustarhilfe mit Link zum Antragsportal unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/neustarthilfe.html

 

Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro, Soloselbständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationendie zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnen mussten, erhalten über die Überbrückungshilfe III Fixkostenzuschüsse. Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden 40 Prozent, 60 Prozent oder 90 Prozent der Fixkosten erstattet – maximal aber 1,5 Millionen Euro (3 Millionen Euro für Verbundunternehmen). Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte. Den Antrag auf Überbrückungshilfe können nur zugelassene Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer stellen. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Alle Informationen zu dem Programm unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/ueberbrueckungshilfe-iii.html

Zur Abdeckung des Liquiditätsbedarfs in der für viele Einzel- und Kleinunternehmen existenzbedrohlichen Wirtschaftslage in der Corona-Krise, bietet die WIBank Hessen in Kooperation mit dem Land Hessen voraussichtlich ab Anfang Februar 2021 bis zum 30.06.2021 eine neue Auflage des Förderprodukts Hessen-Mikroliquidität an.

Entgegen den Förderprodukten „Überbrückungshilfe“ und „November-/Dezemberhilfe“ dient Hessen-Mikroliquidität für die Unternehmen als Umsatzersatzfinanzierung und ist nicht ausschließlich auf eine Kostenermittlung in einem vorgegebenen Zeitraum beschränkt. Das Darlehen soll sich an dem Liquiditätsbedarf für einen Zeitraum von sechs Monaten nach dem 13. März 2020 bis spätestens 30. Juni 2021 orientieren. Somit kann die antragstellende Person frei wählen, für welchen 6-monatigen Zeitraum innerhalb dieses Zeitkorridors sie den Liquiditätsbedarf beantragt und finanziert haben möchte. Ein angemessener Unternehmerlohn kann ausdrücklich mit finanziert werden.

Die Antragsstellung erfolgt nicht über die Hausbank, sondern über das Antragsportal der WIBank (Link hierzu wird noch bekannt gegeben)

Letzte Details des Programms werden aktuell noch von der WIBank Hessen ausgearbeitet. Was derzeit als relativ sicher gilt, ist:

  Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen der antragstellenden Personen (z.B. GmbH) dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben. Der Sitz des Unternehmens oder der angemeldeten Betriebsstätte muss in Hessen liegen.

  Darlehensbetrag zwischen 3 TEUR und 35 TEUR.

  Sollzinssatz 0,75 % p.a. für die gesamte Darlehenslaufzeit.

  Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre. Die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.

  Eine vorzeitige teilweise oder vollständige Rückzahlung ist ohne weitere Kosten (z.B. Vorfälligkeitsentschädigung) möglich. Teilrückzahlungen müssen in Höhe von mindestens 20% der ursprünglichen Darlehenssumme erfolgen.

Zum Ablauf: Setzen Sie sich bitte mit uns als regionaler Kooperationspartner der WIBank vor Antragsstellung per Mail in Verbindung setzen (g.quanz@oreg.de). Schildern Sie uns in diesem Mail kurz Ihre Situation (Geschäftsmodell/Branche, Umsatz und Gewinn der Jahre 2018 und 2019, aktuelle Umsatzentwicklung, bereits beantragte Unterstützungs-Programmen und Status deren Bewilligung), damit wir prüfen können, ob Sie antragsberechtigt sind, bzw. Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat.

Das Antragsportal für die Novemberhilfe ist heute geöffnet worden.

Für Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen und/oder ihre Steuererklärungen über einen Steuerberater erstellen lassen und/oder bereits Überbrückungshilfe beantragt haben, muss ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder ein sonstiger sog. prüfender Dritte mit der Antragsstellung beauftragt werden. Nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt zu Ihrem Steuerberater auf.

Soloselbstständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten den Antrag auf Novemberhilfe selbst stellen. Die Anträge können ausschließlich über das Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Es gibt keine Anträge in Papierform.

Aus den Erfahrungen der vorangegangenen Hilfsprogramme empfehlen wir, nicht als einer der Ersten/eine der Ersten den Antrag zu stellen, da die Systeme unter hohem Zeitdruck entwickelt wurden und daher noch nicht fehlerfrei laufen. Anträge für die Novemberhilfe können bis zum 31.01.2021 gestellt werden – warten Sie bis nächste Woche mit Ihrer Antragsstellung.

Sie können aber schon jetzt tätig werden und sich auf den Antrag sorgfältig vorbereiten:

Sie benötigen für den Antrag ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf elster.de. Das Zertifikat wird per Brief zugesandt, die Zustellung nimmt innerhalb Deutschlands etwa zwei bis drei Tage in Anspruch. Das Zertifikat sollte in den meisten Fällen bereits vorhanden sein, wenn nein: bitte zeitnah beantragen.

Im Antrag sind zusätzlich folgende Angaben zu machen:

  1. Name und ggf. Firma
  2. Steuernummer der antragstellenden Unternehmen und steuerliche Identifikationsnummer der betroffenen natürlichen Personen
  3. Geburtsdatum bei natürlichen Personen
  4. zuständiges Finanzamt,
  5. IBAN einer der beim unter d) angegebenen Finanzamt hinterlegten Kontoverbindungen
  6. Adresse des inländischen Sitzes der Geschäftsführung, oder, soweit kein inländischer Sitz der Geschäftsführung vorhanden ist, Adresse der inländischen Betriebsstätte
  7. Angabe der Branche des Antragstellers anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige 
  8. Umsatz im Vergleichszeitraum (Umsatz im November 2019 oder wahlweise en der durchschnittliche Monatsumsatz im Gesamtjahre 2019)
  9. Umsatz bzw. prognostizierter Umsatz für den November 2020
  10. Erklärung des Antragstellers, im Haupterwerb selbstständig tätig zu sein.

Wenn Sie bei der Antragsstellung Hilfe benötigen melden Sie sich bitte frühzeitig für unsere Beratungshotline an. Melden Sie sich hier an. 

Wir rufen Sie in der Woche ab dem 30.11.2020 zurück und helfen Ihnen, den Antrag sicher und zügig zu stellen.

Was wir aktuell sonst noch zur Novemberhilfe wissen (Stand 18.11.2020):

  1. Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU). Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission (Gespräche hierzu finden statt).
    Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden,
    Auch indirekt durch die Schließung betroffene Unternehmen können die Hilfe erhalten, wenn sie nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  2. Anrechnung erhaltener Leistungen: Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.
  3. Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.
    Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.
  4. Auch für Unternehmen, die nach dem November 2019 gegründet wurden, sollen diese „Novemberhilfe“ erhalten. In diesen Fällen kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Zahlreiche hessische Gaststätten befinden sich durch die Corona-Virus-Pandemie in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Die Hessische Landesregierung möchte dazu beitragen, gastronomische Betriebe zu unterstützen und bietet daher ab sofort ein Kleinbeihilfeprogramm aus dem Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ an. Die Frist für die erste Ausschreibungsrunde endet schon am 26.11.2020.

Mit dem Programm werden Betriebe in Hessen gefördert, die sowohl Speisen als auch Getränke verabreichen (Gaststätten nach § 1 HGastG). Antragsberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens 10 Millionen Euro, die einen Gaststättenbetrieb führen.

Gefördert werden Neuanschaffungen von materiellen Wirtschaftsgütern des Gastronomiebedarfes. Hierzu zählen zum Beispiel: Kühltechnik, Spültechnik, Koch- und Küchengeräte. Desinfektionsständer oder Investitionen, die zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebes erforderlich oder geeignet sind oder die die gastronomische Nutzung von Außenbereichen unterstützen (Heizgeräte für den Außenbereich sind von der Förderung ausgenommen). Für Elektrogeräte ist eine gute Energieeffizienz oder gute Umwelteigenschaften beispielsweise durch eine Produktbeschreibung des Herstellers (Produktblatt) oder auf dem Kaufbeleg darzulegen.

Je Antragsseller kann ein Festbetrag von 1.500 Euro bei einem Anschaffungswert von insgesamt mindestens 2.000 Euro netto als Zuschuss gefördert werden.

Anträge können unter  www.wibank.de/wibank/corona-soforthilfe-fuer-gastronomiebetriebe im Download-Bereich gestellt werden.

Insgesamt stehen in dem Programm 3,4 Millionen Euro zur Verfügung. Für das Jahr 2020 stehen 800.000 Euro, für das Jahr 2021 stehen 2,1 Mio. Euro und für 2022 stehen 500.000 Euro bereit. Es wird mindestens zwei Aufrufe zur Antragstellung geben. Der erste Aufruf startete mit Datum 23.11.2020, der zweite ist für das erste Quartal 2021 vorgesehen. Übersteigt das Antragsvolumen die zur Verfügung stehenden Mittel, entscheidet ein Losverfahren. Betriebe die beim ersten Aufruf nicht zum Zuge kamen, können mit dem zweiten Aufruf erneut einen Antrag auf Zuwendung stellen.

Das Verfahren für die vorgesehene Abschlagszahlung für die Novemberhilfe steht. Darauf haben sich Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium jetzt geeinigt. Die Novemberhilfe mit einem Umfang von mehr als 10 Mrd. Euro bietet eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe und Selbständige, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, werden Abschlagszahlungen ab Ende November erfolgen.

Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

  1. Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro.
  2. Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten (Elster-Zertifikat) direkt antragsberechtigt, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben.
  3. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  4. Die Antragstellung startet in der letzten November-Woche 2020 (voraussichtlich 25. November 2020).
  5. Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020.
  6. Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Wir werden von Seiten des Wirtschafts-Service in den nächsten Tagen auf unserer Homepage ein Anmeldeformular einrichten, in dem Sie sich als Unternehmen und Soloselbstständige aus dem Odenwaldkreis für eine telefonische Beratung zur Antragsstellung vormerken lassen können. Wir rufen Sie dann zurück, wenn die Antragsstellung möglich ist und leiten Sie sicher durch das Antragsverfahren.

Was wir aktuell sonst noch zur Novemberhilfe wissen (Stand 18.11.2020):

  1. Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU). Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission (Gespräche hierzu finden statt).
    Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden,
    Auch indirekt durch die Schließung betroffene Unternehmen können die Hilfe erhalten, wenn sie nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  2. Anrechnung erhaltener Leistungen:Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.
  3. Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.
    Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.
  4. Auch für Unternehmen, die nach dem November 2019 gegründet wurden, sollen diese „Novemberhilfe“ erhalten. In diesen Fällen kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.
  5. Die Antragsstellung erfolgt in der Regel über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder steuerberatenden Rechtsanwalt; Ausnahme hiervor: Solo-Selbstständige bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro, die noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben können direkt einen Antrag stellen.

 

Nach unserem Kenntnisstand wird die Überbrückungshilfe bis zum Jahresende 2020 verlängert. Der Zugang soll erleichtert und die Förderung ausgeweitet werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen bis 250 Mitarbeitern, die weiterhin stark von den behördlichen Einschränkungen oder Hygiene- und Abstandsregelungen betroffen sind. Folgende Änderungen zur Überbrückungshilfe I sind bekannt:

  1. Flexiblere Eintrittsschwelle

Unternehmen sind antragsberechtigt, wenn sie

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

hatten.

  1. Die Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw.15.000 Euro für kleine Unternehmen werden gestrichen.
  2. Erhöhte Fördersätze –

Künftig werden erstattet:

  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent der Fixkosten),
  • 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent (bisher 50 Prozent der Fixkosten) und
  • 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).
  1. Die Personalkostenpauschale von 10 Prozent der förderfähigen Kosten wird auf 20 Prozent erhöht.
  2. Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Wie auch in der 1. Phase erfolgt die Antragstellung durch einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Anträge können voraussichtlich ab Oktober 2020 gestellt werden. Bitte stimmen Sie sich jetzt schon mit Ihrem Steuerberater ab.

Das neue Förderprogramm des BMWI für Unternehmen (einschließlich Handwerksunternehmen und frei Berufe) mit 3 bis 499 Mitarbeiter startet am 07.09.2020: Unternehmen können im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie bis zu 50.000 Euro Zuschuss für Hard- und Software und/oder die Qualifizierung der Mitarbeitenden beantragen. Der Fördersatz für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter aus dem Odenwaldkreis beträgt 50% und kann sich im Einzelfall auf bis zu 60% erhöhen. Größere Unternehmen haben etwas niedrigere Förderquoten.

Unternehmen, die mit weiteren Unternehmen (Netzwerke) gemeinsam Digitalisierungsprojekte umsetzen wollen, können mit bis zu 100.000 Euro im Einzelfall gefördert werden.

Anträge können ab dem 07.09.2020 über

www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html

elektronisch gestellt werden. Hier befinden sich auch weitere Informationen zu dem Programm.

Interessierte Unternehmen können bereits jetzt entsprechende Vorbereitungen treffen, da sie für den Antrag einen Digitalisierungsplan vorlegen müssen. Die Bestandteile dieses Plans sind u.a.:

  • Beschreibung des gesamten Digitalisierungsvorhabens,
  • Erläuterung der Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • Aufzeigen des aktuellen Stands der Digitalisierung im Unternehmen und der Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen und
  • Darstellung, wie die Organisation beispielsweise effizienter gestaltet wird und wie neue Geschäftsfelder erschlossen werden.

Außerdem gilt:

  • Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt.
  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden.
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können.

Bei Bedarf unterstützen wir unsere Unternehmen bei der Antragsstellung.

Nehmen Sie hierfür bitte Kontakt mit uns unter g.quanz@oreg.de per Mail auf. Beschreiben Sie dabei kurz Ihr Unternehmen und skizzieren Sie, welches Digitalisierungsprojekt Sie vorhaben.

Mit dem seit dem 01.08.2020 gültigen Programm erhalten kleinere und mittlere Unternehmen auf Antrag nicht rückzahlbare Zuschüsse, wenn sie trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten während der Pandemie (weiter) ausbilden. Um die Ausbildungsprämie oder die Ausbildungsprämie oder Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:

  • Die Beschäftigten haben im Jahr 2020 mindestens in einem Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum entweder …
    … in 2 aufeinanderfolgenden Monaten um durchschnittlich 50 Prozent zurückgegangen oder
    … in 5 zusammenhängenden Monaten um durchschnittlich 30 Prozent zurückgegangen.

    Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.  

Die Förderung umfasst

  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 € für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten (Ausbildungsprämie) und 3.000 € wenn sie ihr Ausbildungsniveau erhöhen (Ausbildungsprämie plus).
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 75% der Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt
  • Übernahmeprämien in Höhe von 3.000€ an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Unternehmen übernehmen

Die Administration des Programms wurde der Bundesagentur für Arbeit übertragen. Weitere Informationen und Antragsstellung unter

www.arbeitsagentur.de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern/ausbildungspraemie

Am 15. Juli 2020 ist vom BMWi ein Eckpunktepapier zur „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ veröffentlicht worden. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten  im Zeitraum Juni bis August 2020 und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer. Die Antragsfrist wurde jetzt bis zum 30.09.2020 verlängert.

Weiterführende Informationen (antragsberechtigte Unternehmen, Höhe des Zuschusses, förderfähige Kosten etc.) können Sie dem Eckpunktepapier und auf der Seite Fragen und Antworten zum Bundesprogramm „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ des Hessischen Wirtschaftsministerium www.wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/ueberbrueckungshilfe-0 entnehmen.

Bitte nehmen Sie zeitnah Kontakt mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer auf und sprechen Sie mit ihm das Vorgehen ab.

Bosch stellt interessierten Unter­nehmen, speziell aus dem Odenwaldkreis, Konstruktionszeichnungen für Maschinen zur Herstellung von Behelfs-Mund-Nasen-Schutz-Masken kostenlos zur Verfügung. Die Maschinen bilden eine Fertigungsstraße, die voraussichtlich täglich mehr als 100.000 solcher Masken herstellen kann. Diese Masken können nach DIN EN 14683 qualifiziert werden.

Bundesweit haben bereits 35 Unternehmen Interesse gezeigt, dieses Angebot zu nutzen – entweder durch Bau der Maschinen und Errichtung der Fertigungsstraße oder weil sie selbst die Fertigung inklusive Vertrieb der Masken übernehmen wollen. Claus Lau, der Leiter des Bosch Rexroth-Werks in Erbach, würde sich ausdrücklich freuen, wenn Unternehmen aus dem Odenwaldkreis sich hierdurch neue Einnahmefelder erschließen könnten.

Weitere Informationen zu dem Angebot von Bosch und Ansprechpartner finden Sie hier www.hessenmetall.de/service-fuer-mitglieder/best-practice-bosch.html

Zur Abdeckung des Liquiditätsbedarfs in der für viele Einzel- und Kleinunternehmen existenzbedrohlichen Wirtschaftslage in der Corona-Krise, bietet die WIBank Hessen in Kooperation mit dem Land Hessen bis voraussichtlich 15.12.2020 das Förderprodukt Hessen-Mikroliquidität an.

Entgegen den Förderprodukten „Corona-Soforthilfe“ und  „Überbrückungshilfe“ dient Hessen-Mikroliquidität für die Unternehmen als Umsatzersatzfinanzierung und ist nicht ausschließlich auf eine Kostenermittlung in einem vorgegebenen Zeitraum beschränkt. Unternehmen, die die Förderbedingungen erfüllen, konnten bisher und können auch nach dem 12. September 2020 Umsatzausfälle mit diesem Förderprodukt finanzieren. Hierzu zählen aber ausschließlich Umsatzausfälle, die im Zeitraum vom 13.03.2020 bis 12.09.2020 entstanden sind.

Da der Zeitpunkt des Umsatzausfalls und der Zeitpunkt der Fälligkeit der Kosten – die eigentlich mit den ausgefallenen Umsätzen hätten finanzierten werden sollen – differieren, ist es möglich mit dem Förderprodukt Hessen-Mikroliquidität auch Kosten zu finanzieren, die nach dem 12.09.2020 entstehen bzw. anfallen. Z.B.: Das Unternehmen finanziert üblicherweise durch die Umsätze im Frühjahr und Sommer eines jeden Jahres einen Teil des Einkaufs der Waren für die Herbst- und Winterkollektion vor. Die weiteren Zahlungen für die Warenbestellungen sind in der Regel im IV. Quartal fällig. Durch den „Corona“ bedingten Wegfall eines Großteils dieser Umsätze sind dem Unternehmen weder die teilweise Vorfinanzierung noch die Zahlungen im IV. Quartal möglich.

Mit Hessen-Mikroliquidität kann dieses Unternehmen nachträglich sowohl die nicht ermöglichte Vorfinanzierung als auch die erst im IV. Quartal 2020 fällig werdenden Zahlungen, finanzieren. Hierbei ist aber aber zu beachten, dass ersparte Ausgaben sowie weitere Finanzierungshilfen (z.B. erhaltene Corona-Soforthilfen) bei der Berechnung des Liquiditätsbedarfes in Abzug zu bringen sind.

Die Antragstellung erfolgt nicht über Ihre Hausbank, sondern direkt über die WIBank https://www.wibank.de/wibank/hessen-mikroliquiditaet/hessen-mikroliquiditaet-522074

Hier finden Sie auch alle Informationen zu dem Programm, die Antragsunterlagen und eine Aufstellung, was zusätzlich zum Antrag einzureichen ist.

auch alle Informationen zu dem Programm, die Antragsunterlagen und eine Aufstellung, was zusätzlich zum Antrag einzureichen ist. 

Ein technischer Hinweis: Verwenden Sie bitte nicht den Internet-Explorer als Browser für Ihre Antragsstellung. Mit diesem Browser kann es zu Fehlermeldungen während der Antragsstellung kommen und Sie müssten ggf. Ihren Antrag mehrfach einstellen.

Zum Ablauf: Setzen Sie sich bitte mit uns als regionaler Kooperationspartner der WIBank vor Antragsstellung per Mail in Verbindung setzen (g.quanz@oreg.de). Schildern Sie uns kurz Ihre Situation (Geschäftsmodell/Branche, Umsatz und Gewinn der Jahre 2018 und 2019, aktuelle Umsatzentwicklung, bereits beantragte Unterstützungs-Programmen und Status deren Bewilligung), damit wir prüfen können, ob Sie antragsberechtigt sind, bzw. Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat.

Wählen Sie im Antrag selbst dann bitte uns (Regionaler Kooperationspartner Odenwaldkreis) als Kooperationspartner aus. Wenn Sie keinen Ansprechpartner auswählen, wird die WIBank Ihren Antrag der IHK oder der Handwerkskammer zur weiteren Bearbeitung zuweisen.

Bei „Hessen-Mikroliquidität“ handelt es sich um eine Variante des bereits etablierten Förderproduktes „Hessen-Mikrodarlehen“ (das zusätzlich unverändert weiter angeboten wird!), allerdings zu deutlich verbesserten Konditionen. Hessen-Mikroliquidität kann zusätzlich zum Zuschuss Corona-Soforthilfe (seit 30.03.2020) und innerhalb der De-minimis-Beihilfe-Grenzen zusätzlich zu bereits bestehenden Hessen-Mikrodarlehen beantragt werden.

  • Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen der antragstellenden Personen (z.B. GmbH) dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben.
  • Darlehensbetrag zwischen 3 TEUR und 35 TEUR.
  • Sollzinssatz 0,75 % p.a.für die gesamte Darlehenslaufzeit.
  • Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre. Die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.
  • Eine vorzeitigeteilweise oder vollständige Rückzahlung ist ohne weitere Kosten (z.B. Vorfälligkeitsentschädigung) möglich. Teilrückzahlungen müssen in Höhe von mindestens 20% der ursprünglichen Darlehenssumme erfolgen.
  • Die WIBank kann einen Verzicht auf Rückzahlung von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50% des ursprünglichen Darlehensbetrages aussprechen, sofern die Kreditnehmenden durch Vorlage ihrer Steuerbescheide für das Jahr 2020 Geschäftsunterbrechungen und Umsatzausfälle von nicht geringer Höhe/Dauer nachweisen und diese sich aus der Corona-Krise zwingend ergeben haben.

Bitte unbedingt beachten: Hessen-Mikroliquidität soll Ihren Liquiditätsbedarf für die nächsten 6 Monate (ab dem 13. März 2020) sichern. Folgender Berechnungslogik ist hier zu folgen:

Eingabe Antragsteller/in

Erläuterung für Eingabe Antragsteller/in

fehlender monatlicher Umsatz / fehlende Einnahmen

Welchen Umsatz benötige ich derzeit monatlich um mein Unternehmen aufrecht zu erhalten bzw. meine Kosten zu decken, unter Berücksichtigung der derzeit noch vorhandenen Einnahmen?

./. monatlich bereits eingesparte Kosten

Welche Kosten können Sie durch die aktuelle Corona-Krise bereits einsparen, (wie zum Beispiel: Personalkosteneinsparung durch Kurzarbeit, geringere Kosten für Treibstoff, geringere Materialkosten, Einsparungen bei Werbung etc.)?

=  zusätzlicher monatlicher Bedarf

 

=  Finanzierungsbedarf (* 6 Monate)

 

Wenn Sie bei der Berechnung Ihres Liquiditätsbedarfs Hilfestellung benötigen:

Kunden der Sparkasse Odenwaldkreis und der Volksbank Odenwald können sich an ihren jeweiligen Kundenbetreuer wenden. Beide Banken helfen mit, damit Sie schnell und sicher durch das Antragsverfahren kommen!

Das vom Bund über die bafa vergebene Programm „Perspektivberatung“, bei dem vom Coronavirus betroffene Unternehmen für konzeptionelle und individuelle Beratungen zu 100% über die Beratungsförderung gefördert werden konnten, ist nach unserem Kenntnisstand aktuell nicht verfügbar.

Unternehmen, die konkreten Beratungsbedarf haben (auch im Bereich der Sanierungsberatung), können auf andere Förderprogramme zugreifen. Hierunter zählt auch das Programm „Förderung für unternehmerisches Know-how“, bei dem Unternehmen in Schwierigkeiten bis zu 90% des Beraterhonorars erstattet bekommen. Eine vollständige Übersicht der möglichen Förderangebote finden Sie auf den Seiten des RKW Hessens unter www.rkw-hessen.de/beratungsfoerderung/bafa-foerderung.html

Das RKW Hessen unterstützt Sie bei Bedarf bei der Suche und Auswahl des richtigen Beraters und übernimmt in der Regel auch die Antragsstellung.

Ab Freitag, dem 1. Mai 2020 können Vereine eine Förderung zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ bei dem jeweils zuständigen Ministerium beantragen.

Antragsberechtigt sind Vereine mit bürgerschaftlichem Engagement, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und die im ideellen Bereich des Vereins aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind. Die Förderung wird in Form einer Billigkeitsleistung in Höhe von maximal 10.000 Euro ausgezahlt. Eine Gewährung der Förderung ist nur dann möglich, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Verein nicht mehr in der Lage ist, aus vorhandenen Eigenmitteln laufende Ausgaben zu decken.

Nähere Infos zur Antragsberechtigung und den förderfähigen Kosten können Sie in den Richtlinien der Förderprogramms nachlesen. 

Mit unserem Beratungs-Service, den wir in Kooperation mit der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises anbieten, möchten wir die Vereine des Odenwaldkreises in die Lage versetzen, ihren Antrag formal korrekt und möglichst zügig zu stellen, damit sie schon bald auf die Gelder zugreifen können. Die Erfahrungen mit den bisherigen Corona-Hilfen des Landes zeigen, dass die Programme gewisse „Anlaufschwierigkeiten“ haben und daher sehr früh gestellte Anträge nicht immer auch am schnellsten bearbeitet werden. Auch Änderungen im Antragsverfahren kurz nach dem Start sind nicht auszuschließen, die dann ggf. eine erneute Beantragung nötig machen. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihren Antrag erst rund eine Woche nach dem Start des Programms, also nicht vor dem 7. Mai 2020, zu stellen.

Zum Ablauf:  Melden Sie sich bitte zuerst über unser Online-Formular an. Wir rufen Sie dann zurück und füllen gemeinsam mit Ihnen die Antragsvorlage aus, welche Sie anschließend für die Antragstellung nutzen können. Den genauen Rückruf-Termin nennen wir Ihnen per Mail ab dem 4. Mai 2020.

Wichtig: Bitte bereiten Sie sich vorab auf das Gespräch vor. Hierfür steht Ihnen eine Checkliste zur Verfügung.

Wir füllen die Anträge mit den von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen nach bestem Wissen und Gewissen aus. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Haftung. Bitte überprüfen Sie die Angaben nochmals kritisch, bevor Sie den Antrag abschicken.

Bitte beachten Sie: Wir wollen mit diesem Beratungs-Service, den wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen mit Förderprogrammen allgemein und mit Corona-Unterstützungen im speziellen in den letzten Wochen gesammelt haben, den Vereinen im Odenwaldkreis situativ Hilfestellungen geben. Für Vereine bleibt auch in Zukunft die Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises die erste Anlaufstelle.  

Arbeitgeber und Selbstständige können über die Seite

https://ifsg-online.de/antrag-schul-und-kita-schliessung.html

eine Entschädigung für Verdienstausfall beantragen.

Wie läuft die Antragstellung ab?

  • Arbeitnehmer*innen erhalten die Entschädigung von ihren Arbeitgebern als Lohnfortzahlung.
  • Arbeitgeber können sich die Entschädigung anschließend über den Antrag erstatten lassen. Sie können Anträge für mehrere Arbeitnehmer*innen gemeinsam stellen.
  • Selbstständige und Heimarbeiter*innen können den Antrag selbst stellen.

Der Antrag kann online oder per PDF-Datei, welche handschriftlich ausgefüllt werden kann, beantragt werden.

Wer wegen der Corona-Krise einen Verdienstausfall nach  dem Infektionsschutzgesetz (IfsG) erleidet, kann seine Entschädigung künftig online beantragen. Arbeitgeber und Selbstständige können auf der Seite https://ifsg-online.de/index.html alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen können, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Das Verfahren wurde gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium entwickelt. Hessen hat sich angeschlossen. Ein Anrecht auf Entschädigung hat, wer unter Quarantäne gestellt wird oder wegen einer eigenen Infektion nicht arbeiten darf und deshalb einen Verdienstausfall erleidet. Seit Ende März gilt die Regelung auch für Menschen, die wegen Kita- oder Schulschließungen ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können.

Die WIBank (die Förderbank des Landes Hessen) bietet in Kooperation mit dem Land Hessen das Förderprogramm „Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (hessische KMU)“ an.
Es handelt sich um ein Nachrangdarlehen, bei dem die WIBank das volle Risiko übernimmt.

Die wesentlichen Programmbedingungen sind:

  • Antragsberechtigte: Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht), die die einschlägigen KMU-Kriterien erfüllen,
  • mit Sitz oder Betriebsstätte in Hessen
  • Darlehensbetrag zwischen EUR 5.000 bis maximal EUR 500.000,
  • Laufzeitvarianten: 2 Jahre mit endfälliger Tilgung oder 5 Jahre Ratentilgungsdarlehen (Quartalstilgung) mit 2 Tilgungsfreijahren,
  • Endkreditnehmersollzinssatz einheitlich bonitätsunabhängig aktuell ab 1,00 % p.a. nom. (Der Zinssatz wird am Tag der Ausfertigung des Darlehensvertrages durch die WIBank festgeschrieben. Der jeweils aktuell gültige Endkreditnehmersollzinssatz wird auf der Homepage der WIBank veröffentlicht.).
  • Bonitätseinstufung der Hausbank: 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit vor Eintritt des zusätzlichen Liquiditätsbedarfes maximal 6,70 %,
  • Nachrangdarlehen, für das vom Endkreditnehmer keine Sicherheiten gestellt werden müssen
  • kein Verwendungsnachweis, freie Verwendung
  • zusätzliche Kofinanzierung der Hausbank im eigenen Obligo in Höhe von mindestens 20 % des bei der WIBank beantragten Nachrangdarlehensbetrages
  • die Kofinanzierung der Hausbank kann weitgehend frei strukturiert werden und vorhandene Sicherheiten des Endkreditnehmers können voll für die Kofinanzierung verwendet werden,

Wir halten dieses Programm – auch nach Rücksprache mit unseren Banken vor Ort – als effektives und praxistaugliches Instrument für alle Unternehmen, die wenig Eigenkapital haben und/oder in 2020 durch eine absehbare Verlustsituation in die Überschuldung geraten könnten. Für Risikokapital ist der Zinssatz extrem günstig. Bitte nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hausbank auf und lassen Sie sich beraten.

Arbeitgeber können, wenn Sie in einer finanzielle Notlage wegen der Corona-Krise sind, zunächst für den Zeitraum März bis Juni keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Stellen Sie daher einen Antrag an alle (gesetzlichen) Krankenversicherungen, bei denen Ihre Mitarbeiter versichert sind. Sie müssen die Stundung glaubhaft und individuell begründen, z.B. durch den Verweis auf die Anordnung des Landes oder Wegbrechen von Kundenaufträgen durch die Corona-Krise. Wenn Sie bereits Hilfen aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung (Kurzarbeitergeld, Fördermittel, KfW-Kredite) beantragt haben, weisen Sie in Ihrem Antrag auch darauf hin – dies unterstützt den Nachweis auf Ihre Notsituation.

Nach Rücksprache mit der BARMER, Herrn Weiser, Geschäftsstelle Erbach, kann der Antrag auf Stundung formlos und per Mail erfolgen. Wir gehen davon aus, dass dies auch bei den anderen Krankenkassen in dieser Form möglich ist.

Handeln Sie bitte zeitnah, da turnusgemäß die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung  fällig werden.

Diese Stundungen können zunächst längstens bis Juni gewährt werden. Eine Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht. Ein zentraler Punkt ist auch, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

Wenn Sie als Unternehmer*in freiwillig in der Gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einer Privaten Krankenkasse versichert sind, setzen Sie sich bitte wegen möglicher Hilfen direkt mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung. Hier sind die aktuellen Regelungen noch unklar; es könnten aber auch für diesen Personenkreis in den nächsten Tagen Hilferegelungen getroffen werden.

(Wir danken an dieser Stelle unserem Wirtschaftsbeirats-Mitglied Tino Klinger, Steuerkanzlei Klinger & Partner, Reichelsheim/Bad König, für seine Unterstützung bei der Informationszusammenstellung)

Unternehmen die mit dem Begriff Sondervorauszahlungen für die Dauerfristverlängerung nichts anfangen können, brauchen diesen Beitrag nicht weiter zu lesen.

Dieses Verfahren betrifft größere Unternehmen, die im Jahr mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Diese leisten i.d.R. zu Beginn des Jahres eine Sondervorauszahlungen für diese Steuerart, um Dauerfristverlängerungen zu erhalten (was die Abrechnung deutlich erleichtert). 

Unternehmen, die diese Sondervorauszahlung leisten, können jetzt durch einen Antrag die in 2020 gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herabsetzen. Anschließend erhalten die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist. Das geht auch aus unserer Erfahrung ganz unbürokratisch über ELSTER mit dem Vordruck „USt 1 H“. Dort ist in Zeile 24 auf den Wert „0“ zu setzen. Die gewährte Dauerfristverlängerung soll dabei unverändert bestehen bleiben.

(Wir danken an dieser Stelle unserem Wirtschaftsbeirats-Mitglied Tino Klinger, Steuerkanzlei Klinger & Partner, Reichelsheim/Bad König, für seine Unterstützung bei der Informationszusammenstellung)

Das Hessische Ministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 19.03.2020 mitgeteilt, dass für die Abgabe von Jahressteuererklärungen (inkl. Gewinnermittlung) in allen durch Steuerberater bearbeiteten Vorgängen für den Veranlagungszeitraum 2018 eine Fristverlängerung bis zum 31. Mai 2020  eingeräumt wird.

Individuelle Fristverlängerungsanträge sind nicht erforderlich. Desgleichen ist auch die Festsetzung von Verspätungszuschlägen bei Abgabe der ausstehenden Erklärungen bis zum 31. Mai 2020 ausgesetzt.

Zudem weisen die Finanzämter darauf hin, dass eilige Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen sowie Stundungsanträge ausschließlich über das ELSTER-Portal an die Finanzämter gerichtet werden sollen. Es soll dazu das vorhandene Kontaktformular genutzt werden. Weitergehende Unterlagen müssen den Finanzämtern nur auf ausdrückliche Anforderung übersandt werden.

Die Finanzämter bitten zugleich, dass die ausstehenden Erklärungen weiterhin zügig und kontinuierlich elektronisch an sie übermittelt werden. 

Das Kommunale Job-Center des Odenwaldkreises weist darauf hin, dass Sie trotz Selbständigkeit ggf. einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben könnten. Diese Sozialleistung orientiert sich an den Einkommens- und Vermögensverhältnissen aller Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft und sichert das Existenzminium, das Ihre aktuellen Unterkunftskosten und finanzielle Mittel zum Lebensunterhalt – abzüglich der vorhandenen Einkommensarten – beinhaltet. Die Leistungen beinhalten auch eine Pflichtversicherung zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende ist grundsätzlich für Sie zugänglich, kann jedoch keine betrieblichen Verluste auffangen oder wirtschaftliche Hilfen bereitstellen.

Bevor diese Hilfen beantragt und genehmigt werden können, müssen vorrangig andere Finanzierungsmöglichkeiten (Bankdarlehen, eigenes Vermögen, Steuerstundung etc.) eingesetzt werden. Sollten keine Bankdarlehen möglich sein (bitte ggf. die Absage Ihrer Hausbank dokumentieren lassen) und auch kein eigenes Vermögen zur Verfügung stehen, stellen Sie bitte einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Die Mitarbeiter für Selbständige im Kommunalen Job-Center erreichen Sie wie folgt:

Herr Haffelder
(Wohnorte: Erbach, Michelstadt, Oberzent, Brombachtal):
Tel.  06062/70-1563;
E-Mail: m.haffelder@odenwaldkreis.de

Herr Tritsch
(Wohnorte: Höchst/Odw., Breuberg, Bad König, Brensbach, Reichelsheim, Fränkisch-Crumbach):
Tel. 06062/70-1281
E-Mail: m.tritsch@odenwaldkreis.de

Auf der Homepage des Odenwaldkreises stehen im Bedarfsfall die Antragsunterlagen zum Download bereit: https://www.odenwaldkreis.de/index.php?id=602

Das vereinfachte Verfahren zur Beantragung des Kurzarbeitergelds ist jetzt gültig.

So können Sie das Kurzarbeitergeld beantragen:

Sie müssen zuerst den erwarteten Arbeitsausfall der Agentur der Arbeit schriftlich anzeigen. Die Anzeige muss innerhalb des Kalendermonats, in dem die Kurzarbeit beginnen soll, in der Arbeitsagentur eingehen.

Wir empfehlen Ihnen folgende Seite der Agentur für Arbeit:

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Hier sind weitergehende Informationen und Videos verlinkt, z. B. zu den Voraussetzungen zur Kurzarbeit und welche Schritte zu unternehmen sind, um Kurzarbeit anzuzeigen oder zu beantragen. Im Merkblatt „Kurzarbeit“ sind alle Informationen zusammengefasst.

Das entsprechende Formular für die Anzeige finden Sie unter

https://www.arbeitsagentur.de/datei/Anzeige-Kug101_ba013134.pdf

Der Versand der Anzeige kann dann per E-Mail an die Agentur für Arbeit erfolgen. E-Mail Adresse: Frankfurt-Main.031-OS@arbeitsagentur.de

Falls Sie Fragen zum Kurzarbeitergeld haben, wenden Sie sich bitte an die Hotline der Agentur für Arbeit:
0800 45555 20

Damit die bereits von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Hilfen gerade im Mittelstand greifen, hat nun auch das Bundesjustizministerium reagiert und will das beschlossene Hilfspaket mit einer Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020 für die betroffenen Unternehmen flankieren. 

Voraussetzung für die Aussetzung soll laut Bundesjustizministerium nun sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen oder ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen „begründete Aussichten auf Sanierung bestehen“.  Wie dies rechtssicher gelingt, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater ab. Diese Regelung kann vielen Unternehmen in Form einer Kapitalgesellschaft für die nächsten Wochen etwas Luft verschaffen.

‚Soziale Distanz‘ ist das Schlagwort der aktuellen Situation, die durch die Corona-Pandemie herbeigeführt wurde. Nicht nur das soziale Leben wird sich den Umständen entsprechend verändern, auch der Büroalltag sollte für eine wirksame Eindämmung der Pandemie auf die aktuelle Lage angepasst werden. Wie soll das funktionieren? Ein Lösungsansatz ist die mobile Arbeit oder Home-Office.

Bei der Umsetzung gibt es technische, organisatorische und rechtliche Herausforderungen, die Sie mit unserer Hilfe schnell und sicher überwinden können. Für alle Fragen rund um die Umsetzung stehen wir Ihnen zur Verfügung:

Lisa Trumpfheller, l.trumpfheller@sv.oreg.de oder telefonisch 06062 9433-31

Die Förderung von Home-Office Odenwald erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms für Ländliche Entwicklung.

Was jetzt Odenwald?  ist eine Initiative der Jungunternehmer Theresa Bartmann und Sebastian Theobald aus Wald-Michelbach, die sich die Frage gestellt haben: Wie können wir trotz Corona dafür sorgen, dass unsere regionalen Unternehmen diese Zeit möglichst gut überstehen? Die Antwort: Das Internetportal www.wasjetzt-odenwald.de auf dem Odenwälder Unternehmen ihren Weg vorstellen, ihre Dienstleistungen und Produkte – ohne eine weitere Verbreitung des Corona Virus zu riskieren – anzubieten.

Alle Unternehmen aus dem Odenwald, die „ihren“ Weg zum ansteckungsfreien Kundenkontakt gefunden haben, können dort kostenfrei ihr Angebot einstellen und so in der ganzen Region gefunden werden.

Wir empfehlen dieses Portal ausdrücklich: Zum Einstellen Ihres Angebots, zum Lernen von anderen und als Einkaufsmöglichkeit!

Für Unternehmen aus der Oberzent bieten wir als Wirtschafts-Service noch zusätzlich an: Wir unterstützen die Unternehmen aus der Oberzent bei der Erstellung Ihres Portraits für wasjetzt-odenwald.de. Bitte nehmen Sie hierfür Kontakt zu Claudia Ulrich, c.ulrich@sv.oreg.de oder telefonisch unter 06062 9433-63