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04.06.2010

Macher des Jahres 2009/2010

Acht Unternehmen aus dem Odenwaldkreis erfahren Würdigung für besondere unternehmerische Leistungen
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V.l.n.r.: Landrat Dietrich Kübler, Herr Hanst (Sparkasse Odenwaldkreis) Staatssekretär Steffen Saebisch, Rainer Eckert von der Volksbank Odenwald, Andrea Fritz , Firma Möbel und Raum, Stefan Scharmann von der Jacob Maul GmbH, Gabriele Seubert von der OREG, Till Alvermann, Odenwald-Früchte GmbH, Irmtraut Germann, German GmbH, Daniel Graulich vom Edeka Aktivmarkt, Werner Germann, Germann GmbH, Ralf Beisel und Thomas Reeg von der Firma Möbel und Raum.

VON RAINER KAFFENBERGER

Erbach. Am Montag, den 31.05.2010 war es wieder soweit. Rund 80 Gäste aus dem Odenwälder Wirtschaftsleben und der regionalen Politik fanden sich im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis in Erbach ein, um die Auszeichnung der Macher 2009/2010 mit zu erleben. So konnte Landrat Dietrich Kübler die Ehrengäste Staatssekretär Steffen Saebisch, Rüdiger Holschuh (Vorsitzender des Kreistags), Horst Schnur Landrat a.D., Herrn Heckwolf, Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Südhessen in Vertretung für Birgit Förster, die Mitglieder des Wirtschaftsbeirats und Jürgen Walther als neuer Vorsitzender der IVO (Industrie-vereinigung Odenwald e.V.) auf das Herzlichste begrüßen.

Wie Landrat Dietrich Kübler in seiner Eröffnungsrede erläuterte, werden die „Macher“ durch den Wirtschaftsbeirat der OREG sowie den 15 Bürgermeistern des Odenwald-kreises für diese Auszeichnung vorgeschlagen. Mit dem „Macher des Jahres“ werden innovative Unternehmen,
die sich erfolgreich gegen Abwanderungstendenzen und Personalabbau behaupten und sich dank kluger Ent-scheidungen und frühzeitige Weichenstellungen sowie mit besonderem sozialen Engagement bewähren, ausge-zeichnet.

Tradition

Die Tradition des Macher-Dinners, welches seit 2005 bereits jährlich stattfindet, wird auch unter Landrat Dietrich Kübler fortgesetzt, ist sie doch die bedeutendste Veranstaltung der Wirtschaftsförderung des Odenwaldkreises für die unternehmerischen Leistungsträger des Kreises. Ab nächstem Jahr wird allerdings das Nominierungsverfahren geändert, so dass nur noch ein weiteres Unternehmen in den Kreis der bestehenden „Macher“ neu aufgenommen. Dafür werden zukünftig im Rahmen des Macher-Dinners dann auch die Unternehmen geehrt, die mit dem Ausbildungs-Sigi und dem geplanten neuen Wettbewerb „Unternehmen mit Weitblick“ aus dem Perspektive 50+-Projekt ausgezeichnet wurden. Die Ehrungen von unternehmerischen Leistungsträgern im Kreis werden damit gebündelt.

Im Anschluss an die Begrüßung dankte Landrat Dietrich Kübler Andreas Schwab als Hausherr für die Bereitstellung der Räumlichkeiten im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis.

Andreas Schwab in seiner Funktion als Geschäftsführer des Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH lies es sich daher auch nicht nehmen, über das Gesundheitszentrum Odenwaldkreis, dessen Entwicklung in den letzten Jahren und die weiteren Planungen kurz zu berichten.

Umfassende Versorgung

„Als einziges Akutkrankenhaus im Odenwaldkreis versorgt das Kreiskrankenhaus in Erbach sowohl die über 100 000 Einwohner des Landkreises als auch Bewohner der benachbarten Regionen wohnortnah mit stationären und ambulanten Leistungen. Als ausgewiesener Notfallstandort stellen die Mitarbeiter des Krankenhauses gemeinsam mit dem Rettungsdienst die Notfallversorgung der Region sicher. Das Kreiskrankenhaus Erbach ist eine leistungsstarke Einrichtung, die umfassende medizinische Möglichkeiten bereithält und in der sich bestens ausgebildetes Personal für die Wiederherstellung der gesundheitlichen Lebensqualität der Patienten einsetzt. Die Gesundheitszentrum Oden-waldkreis GmbH besteht aus den Betriebsteilen Kreis-krankenhaus Erbach, Alten- und Pflegeheim sowie einer Kranken- und einer Altenpflegeschule. Im Jahr 2006 wurden die Tochtergesellschaften PhysioZentrum Odenwaldkreis GmbH und MedInvest GmbH – eine Service- und Dienst-leistungsgesellschaft – gegründet. Anfang 2009 wurde ein Medizinisches Versorgungszentrum am Gesundheitszentrum mit den Fachrichtungen Chirurgie und Labormedizin gegründet, das Patienten ambulant versorgt. Räumlich integriert sind die Hausärztliche Notdienstzentrale, eine Radiologie mit CT, MRT, Mammographie und Nuklearmedizin sowie ein Dialysezentrum.

Siebenhundert Beschäftigte

Mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Gesamtunternehmen „Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH“ ihren Arbeitsplatz, davon rund 500 im Krankenhaus. Das Gesundheitszentrum hat derzeit 120 Auszubildende. Durch permanente Sanierungs- und Neubaumaßnahmen entwickelt sich das Krankenhaus zum modernen, leistungsfähigen Zentrum für Gesundheitsdienstleistungen weiter, das sich den Anforderungen der Zukunft stellt und Arbeitsplätze in der Region sichert. Derzeit werden der zweite Bauabschnitt des Funktionstrakts und das neue Parkhaus gebaut. Auf dem Weg zum Gesundheitszentrum wird die Vernetzung mit anderen Gesundheitsanbietern weiterentwickelt und die Forderungen des Gesetzgebers werden aufgegriffen und innovativ umgesetzt. Messbar gemacht wird der hohe Standard durch die Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagements, das die Zertifizierung der verschiedenen Bereiche nach DIN ISO 2000:9001 beinhaltet und die Grundlage für den hohen Qualitäts-standard der Einrichtung bildet“, erläuterte Andreas Schwab

Schnelle Umsetzung

Im Anschluss an die Ausführungen von Andreas Schwab hob Staatssekretär Steffen Saebisch in seiner Gastrede die Investitions- und Konjunkturprogramme der Hessischen Landesregierung vor. „Die schnelle Umsetzung war gut für das Handwerk und die mittelständigen Betriebe und dies ist wichtig für den Erhalt und die Neuschaffung von Arbeits-plätzen. Hessen hat in den letzten Monaten unter allen Flächenländern die niedrigste Arbeitslosensteigerung. Und mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 6,1 Prozent hat auch der Odenwaldkreis die Finanz- und Konjunkturkrise gut
gemeistert.

Breitbandversorgung

Damit Hessen seine wirtschaftliche Spitzenposition behält, sind weitere Anstrengungen und Investitionen in die Infrastruktur notwendig, insbesondere in die fächen-deckende Breitbandversorgung. „In den vergangenen Monaten, insbesondere im Rahmen der Landtagsanhörung im Hessischen Landtag am 14. Januar 2010, ist deutlich geworden, dass der von Politik und Wirtschaft geforderte flächendeckende Breitbandausbau nur erfolgen kann, wenn alle Verantwortlichen gemeinsam daran arbeiten. Deshalb wurde die Geschäftsstelle Breitband vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung als zentrale Anlaufstelle für die Breitbandversorgung in Hessen mit dem Ziel der Anbindung möglichst aller hessischen Regionen an das Breitbandnetz eingerichtet“, erläuterte Staatssekretär Saebisch die Strategie der Landesregierung. Bis zum Jahr 2011 sollen möglichst alle Regionen in Hessen mit einer bedarfsgerechten Breitband-versorgung ausgestattet sein. Denn gerade für Unter-nehmen wie Institutionen, die tagtäglich mit großen Datenmengen umgehen müssen, sei eine schnelle Breitbandversorgung ein entscheidender technischer Vorteil. Zwar seien über 90 Prozent der hessischen Haushalte mit dem weltweiten Datennetz verbunden - dies jedoch an vielen Stellen nur mit einer Grundversorgung von 1 MBit/s, die oftmals nicht mehr ausreiche, große Datenmengen wie Zeichnungen oder Graphiken schnell auszutauschen. „Deshalb ist die Bereitschaft der Landesregierung in die Breitbandversorgung 5,2 Millionen Euro zu investieren der richtige Weg.

Modellprojekt

„Der Odenwaldkreis hat hier mit seinem Modellprojekt einer flächendeckenden Breitbandversorgung in Hessen für viel Aufsehen gesorgt und sich Anerkennung erworben. Die derzeitigen Verhandlungen mit dem Land Hessen und der Europäischen Union sind in der Abschlussphase und lassen eine baldige Umsetzung dieses Vorhabens in greifbare Nähe rücken. Wir sind hier auf einem guten gemeinsamen Weg.“ so Staatssekretär Steffen Saebisch abschießend.

Landrat Dietrich Kübler betonte im Anschluss der Gastrede von Staatssekretär Steffen Saebisch nochmals die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Umsetzung dieses modellhaften Projektes im Odenwaldkreis und bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Land Hessen. Zwar verzögerte sich das Projekt in der Vergangenheit durch gesetzliche und behördliche Hürden und die Notifizierung der ganzen Maßnahme bei der EU. Aber er sei zuversichtlich dass wir nach der Sommerpause den Spatenstich für eine flächendeckende Breitbandversorgung im Odenwaldkreis durchführen können.

ss

Mit einem Gastgeschenk - einem Pralinen-Sortiment „Das Beste aus dem Weltmeister-Cafè Siefert“ mit dem Relief des Stammhauses des Cafès an Staatssekretär Andreas Saebisch und einem symbolischen „Breitband“- Modell in Form eines echten Breitbandkabels bedankte sich Landrat Kübler bei Staatssekretär Saebisch.

Bei der anschließenden Würdigung der „Macher 2009/2010“ durch Landrat Dietrich Kübler und Gabriele Seubert,
Geschäftsbereichsleiterin Wirtschaftsservice der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) wurde das besondere Engagement von acht Unternehmen aus dem Odenwaldkreis auf dem sozialen und wirtschaftlichen Sektor sowie für außergewöhnliche Innovationen gewürdigt. Neben der
„Macher-Urkunde“ wurde ein kleines Sortiment der
„Hessenpralinen“ aus dem Cafè Siefert, Michelstadt überreicht.

Würdigungen

Daniel Graulich vom Edeka Aktivmarkt Graulich, Reichelsheim. Nominiert von der Gemeinde Reichelsheim. Edeka Aktivmarkt Graulich mit 53 Mitarbeitern und 3 Auszubildenden hat vor drei Jahren insgesamt 1,2 Mio Euro in seine neuen Geschäftsräume investiert. Das Unternehmen beschäftigt regelmäßig Praktikanten/Praktikantinnen und Azubis, die als schwer vermittelbar eingestuft werde und bietet vielerlei Unterstützung für regionale Jugendver-anstaltungen und -Initiativen. Vor einem Jahr wurde eine spezielle Behinderten-Kasse eingerichtet und dabei auch einen Arbeitsplatz für einen Behinderten eingerichtet. Die Azubi-Auswahl wird oft nach sozialen Gesichtspunkten getroffen. Der Edeka Aktivmarkt Graulich hat als einer der ersten welche die sog. Landmarkt-Produkte ins Sortiment genommen und führt diese bis heute erfolgreich. Graulich
hat sich mit sieben weiteren Edeka-Kaufleuten zusammen-geschlossen, um Projekte in der Region (z.B. Suche nach regionalen Lieferanten und sozialen Projekten) zu verwirklichen. Der Vater von Daniel Graulich Vater betreibt einen weiteren Edeka-Markt in Mörlenbach mit weiteren 54 Mitarbeitern.

Werner Germann, Germann GmbH, Brensbach, nominiert von der Volksbank Odenwald, fördert die Weiterentwicklung der Heizungstechnik im Bereich der Erneuerbaren Energien in besonderem Maße (z.B. durch Anbau von Miscanthus) und trägt so zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei. 1879 durch Philipp Germann in Fränkisch Crumbach gegründet, wurde die Firma 1908 nach Brensbach verlegt. 1995 übernahm Werner Germann die Geschäfts-führung in der 4. Generation. 1996 erfolgte der Umzug in die jetzigen Geschäftsräume. Hier wurde eine Gesamtinvestition von rund 1,2 Millionen DM getätigt. 2007 wurde gemeinsam mit sieben Landwirten die Miscanthus Gersprenztal GmbH gegründet. Ziel der Gesellschaft ist eine autarke und regionale Energieversorgung auf Basis nachwachsender Rohstoffe aufzubauen. 2007/2008 erfolgte die Erweiterung des Firmengebäudes mit dem Anbau des Energiezentrums für Biomasse, einer Lagerflächen-erweiterung und der Neubau einer Scheune für die Lagerung von Miscanthus-Gras) sowie der Bau eines Energie-Lehrpfads mit einem Gesamtinvestition von weiteren 240.000,- Euro. Die Firma Germann GmbH beschäftigt 24 Mitarbeiter und zwei Auszubildende. Werner Germann ist Veranstalter der Energiemesse Gersprenztal, die seit diesem Jahr abwechselnd auch in der Gemeinde Reichelsheim stattfindet.

Nominiert von der Industrievereinigung Odenwald wurde Berthold Brentrup, Inhaber und Geschäftsführer der HI-Kabelkonfektionierung GmbH aus Beerfelden. Die innovative Firma beschäftigt 140 Mitarbeiter. Es fand eine gelungene Unternehmensübernahme durch das Ehepaar Brentrup statt, die eine weitere Schaffung neuer Arbeitsplätze vorsieht. Das Ehepaar konnte leider nicht persönlich am diesjährigen Macher-Dinner teilnehmen, so dass die Auszeichnung im nächsten Jahr nachgeholt wird.

Nominiert von der Sparkasse Odenwaldkreis wurde Stefan Scharmann von der Jacob Maul GmbH aus Bad König. Die Firma beschäftigt an zwei Firmenstandorten 200 Mitarbeiter und bildet zehn junge Menschen aus. Jakob Maul gilt in der Entwicklung besonders innovativer Produkte als Vorreiter in der Büroartikel-Branche. Bei den eigenentwickelten und gefertigten solarbetriebenen Elektronikwaagen ist MAUL weltweit Marktführer. 1912 gegründet, wird das Familien-unternehmen mittlerweile in der 4. Generation geführt. Seit 2001 gehört auch die Marke Hebel aus Kirchen zum Unternehmen. Am Standort Kirchen werden die Kunst-stoffprodukte produziert, am Standort Zell die Produkte aus Metall. Weit über 1.000 innovative Büroartikel zählt das Sortiment, das sich aus Produkten rund um den Schreibtisch, wie z.B. Brief- u. Paketwaagen, Schreibplatten, Whiteboards, Planungstafeln, Flipcharts u.v.m. zusammensetzt. Regelmäßig gewinnt das Unternehmen Preise, z.B.: 2009: Schreibtisch-Set MAULacro ausgezeichnet als Produkt des Jahres 2009 vom PBS - Industrieverband. 2010: Die Leuchte „Primus“ wird als Produkt des Jahres 2010 mit dem ISPA-Award ausgezeichnet. Das Unternehmen engagiert sich sehr aktiv im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und unterstützt regelmäßig Schulen bei der Berufsorientierung ihrer Schüler.

Thomas Reeg und Andrea Fritz von der Firma Möbel und Raum GmbH, Michelstadt (Nominiert von vom Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis). Begründet wird die Nominierung für das besondere soziale Engagement
durch die Förderung von Frauen in der Ausbildung und Beschäftigung. Möbel und Raum GmbH ist Marktführer im Bereich besonders gestalteter Möbel und innovativer Produkte. Gegründet 1983 von Andrea Fritz mit zwei weiteren Absolventen der Berufsfachschule für Holz und Elfenbein in Michelstadt; ihre erste Werkstatt lag in Beerfelden. Das gemeinsame Ziel der „drei Holzwürmer“, wie sie sich selbst gerne nannten: Schöne Möbel zu bauen und davon leben zu können. 1993 erfolgt die Umwandlung in eine GmbH und Umzug nach Michelstadt. 1994 tritt Thomas Reeg – ehemaliger Mitarbeiter der BienZenker - in die Firma ein. Thomas Reeg übernimmt die Werkstattleitung und 1998 wird er Mitinhaber. Dabei war der Berufseinstieg für Andrea Fritz alles andere als einfach: Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz musste sie sich von einem Schreinermeister sagen lassen, sie solle lieber heiraten, beim Schreinern verliere man schnell mal einen Finger! Gut, dass sie davon nicht abbringen lässt, denn: Heute ist sie nicht nur Schreinermeisterin, sondern auch Innenarchitektin. Und genau diese Kombination aus Schreinerhandwerk und Innenarchitektur ist ein Erfolgsbaustein des Unternehmens: Möbel & Raum wird zu einer anerkannten Branchengröße weit über den Odenwaldkreis hinaus für kreative Innenraum- und Objektgestaltung. Ladeneinrichtungen und Einzelmöbel aus dem Hause Möbel & Raum stehen am Prager Wenzelplatz, genauso wie in Paris, Danzig, New York und Basel. Der zweite Erfolgsbaustein ist die beispielhafte Personalarbeit des Unternehmens: Familienfreundliche Arbeitsplätze sind hier schon seit Jahren Standard, genauso eine intensive Ausbildungs- und Weiterbildungsarbeit. Dem stehen ein weit überdurchschnittliches Engagement der 12 Mitarbeiter und 4 Auszubildende gegenüber. Inzwischen hat das Unternehmen zwei Standorte in Michelstadt – das Planungsbüro in der Michelstädter Altstadt und eine großzügige Werkstatt in der Pelarstraße, die 2009 nach erheblichen Investitionen bezogen wurde. U.a. wurde eine CNC-Fräse erworben. Aktuell realisiert Möbel & Raum den Umbau des Foyers im Landratsamt.

Nominiert von der Stadt Breuberg wurde Till Alvermann, Odenwald-Früchte GmbH, Breuberg. Seit Übernahme der Geschäftsführung durch Till Alvermann verzeichnet das Unternehmen eine stetige Aufwärtsentwicklung. Durch neue Produktionslinien soll die Geschäftsbasis auf breitere Beine gestellt werden. Das Unternehmen wurde im Jahr 1915 von Leonhard Köbler als Obst- und Gemüsehandel gegründet. 1954-1955: Die Rekord-Apfelernte führt zu Absatz-schwierigkeiten. So viele frische Äpfel können auf dem Markt nicht verkauft werden. Dies führt zu der Idee, Äpfel in Konserven als Apfelmus einzumachen – die Geburtsstunde der Konservenindustrie in Breuberg. Aus der Leonhard Köbler KG wird 1956 die die Odenwald-Konserven, Leonhard Köbler KG. Die Früchte werden handverlesen, die Konserven von Hand etikettiert. In den Jahren 1957-1959 entwickelt die Odenwald-Konserven den Twist-off-Verschluss und wird mit dieser Frischegarantie Deutschlands größter Lieferant für Obst im Glas. Im Jahre 1981 erweitert die Odenwald-Konserven GmbH ihr Produktprogramm um die Marke natreen und macht das Diätangebot massenfähig. Die Andros S. A., Bretenoux/Frankreich, wird 1991 Hauptgesellschafter der Odenwald-Konserven GmbH. Seit 1994 fanden umfangreiche Erweiterungsinvestitionen in den Standort Breuberg statt um wettbewerbsfähig zu bleiben und die 190 Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Es erfolgten ISO-Zertifizierungen und im Jahre 2001 die Zertifizierung mit dem Bio-Siegel nach INAC (Öko-Kontrollstelle). Das Unternehmen bildet in sieben verschiedenen Berufsbildern aus.

Ralf Beisel, VVS (Verkauf, Vermietung, Service), Sensbachtal (nominiert von der Gemeinde Sensbachtal) Das am 01.12.1996 gegründete Unternehmen mit derzeit 5 Mitarbeitern, wächst seit Jahren kontinuierlich und schafft dabei Arbeitsplätze für geringfügige Beschäftigte, die sonst aus persönlichen Gründen anderweitig keine Arbeitsplätze annehmen könnten. Darüber hinaus bietet Ralf Beisel regelmäßig Praktikumsplätze und unterstützt die örtlichen Vereine und Jugendinitiativen durch Spenden und Hilfestellungen. Verkauf, Wartung und Instandhaltung von Motorgeräten aller Marken für die Garten- und Forstwirtschaft (insbesondere Husqvarna, Honda und Dolmar). Ein weiteres Standbein der Firma ist die Vermietung von Elektrowerkzeugen, Gartengeräten und Sägen. Gute Kundenbeziehungen und Service werden groß geschrieben. Top-Seller ist derzeit der automatische Rasenmäher. Zum Kundenkreis gehören Privatleute aus einem Einzugsgebiet von 60 km sowie Kommunen (insbesondere die Bauhöfe) aus der Region. Seit 2002 - und dies fast im Jahrestakt - fanden die Erweiterungen der Geschäftsräume statt. Derzeit umfasst die Ausstellungsfläche 1.000 qm mit ca. 300 Neugeräten. Das Unternehmen zählte im Jahre 2005 zu den Top 50 Händler Dolmar-Händlern und wurde im Jahr 2008 Honda Gold Händler. Anfang 2010 kaufte das Unternehmen das benachbarte Firmengebäude (frühere Fa. Völker) mit über 2.000 qm Hallenfläche zur weiteren Expansion.

Rainer Eckert von der Volksbank Odenwald eG und Karlheinz Ihrig (vertreten durch Herrn Hanst) von der Sparkasse Odenwaldkreis. Die beiden Geldinstitute wurden von der Stadt Bad König zum Macher nominiert, denn beide haben in den vergangenen Monaten erhebliche Investitionen in den Neubau ihrer Geschäftsstellen in Bad König getätigt. Neben einer fairen Geschäftspolitik und fairen Kreditvergabe gegenüber den regionalen Unternehmen sind beide Institute bedeutende Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe.

Zur Volksbank zählen 370 Mitarbeiter und 34 Auszubildende. Die Sparkasse beschäftigt 330 Mitarbeiter und 40 Auszu-bildende. Auch von einer Kreditklemme konnte 2009 im Odenwaldkreis nicht gesprochen werden - beide Institute haben im vergangenen Jahr, im Gegensatz zu manch anderem Geldhaus, ihr gewerbliches Kreditgeschäft aus-geweitet. Und auch in Sachen Breitband ziehen die beiden Institute gemeinsam mit der OREG und dem Landratsamt am gleichen Strang.

Kulinarische Köstlichkeiten

Beim anschließenden umfangreichen Buffet konnten sich die Gäste des Abends die kulinarischen Köstlichkeiten des Restaurants vom Gesundheitszentrum schmecken und sich ein weiteres Mal von der Leistungsfähigkeit und den Qualitätsansprüchen des Gesundheitszentrums überzeugen lassen. Die musikalische Umrahmung des Abends gestaltete die Breuberg Musikanten e.V. <<

 
 
Liste der Macher 2005-2008
 
 
Bilder des Jahres
2009/2010


 
Landrat Dietrich Kübler, Daniel Graulich von EDEKA Aktivmarkt Graulich und Gabriele Seubert
 
Landrat Dietrich Kübler, Till Alvermann, Odenwald-Früchte GmbH und Gabriele Seubert
 
Landrat Dietrich KüblerRainer Eckert von der Volksbank Odenwald eG und Karlheinz Ihrig (vertreten durch Herrn Hanst) von der Sparkasse Odenwaldkreis und Gabriele Seubert.
 
Landrat Dietrich Kübler, Ralf Beisel mit Ehefrau und
Gabriele Seubert
 
Landrat Dietrich Kübler, Thomas Reeg, Andrea Fritz
(Firma Möbel und Raum) und
Gabriele Seubert
 
Landrat Dietrich Kübler, Stefan Scharmann (Jacob Maul GmbH) und Gabriele Seubert
 
Landrat Dietrich Kübler
Werner und Irmtraut Germann (Germann GmbH) und Gabriele Seubert
 
   
 
     
       
 
 
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